Die Wiederbelebung der Kerbborsche Tradition nach 22 Jahren
Kerbborsche aus den 80er Jahren treten wieder an.

Motto – Ich war dabei… Kerbborsche 2004… und habe überlebt!
Kerbbobb – Hannebambel
Kerbparre – Rainer Rill, Reiner Wagner, Peter Maul
Kerbborsche – Lutz Schickedanz, Harald Dutine, Stefan Glück, Andreas Gattinger, Bernd Knecht, Ulli Hottes, Veit Hain, Harwin Laumann, Stefan Willmann, Axel Schäfer, Christian Frenz, Roland Herbert, Jockel Altmannsberger, Hennes Lehr, Thomas Lehr, Jürgen Seib, Manfred Eckert, Norbert Jünger
Ehrenkerbborsch – Stephan Gieseler
Kerbmodder – Marion Ravensberger
Kerbvadder – Ralf Kiefer
T-Shirt – weiß mit roter Schrift
Presse:
- Schärpe und Strohhut… (2.12.2004) - SCHÄRPE UND STROHHUT erinnern ab sofort im Heimatmuseum an die feucht-fröhliche 250. Kirchweih. Die Kerbburschen hatten dem Museum mehr als 1000 Euro gespendet. Das Geld war beim Weckruf anlässlich der Kirchweih zusammengekommen. Heimatvereins-Vorsitzender Werner Jünger bedankte sich bei den drei Kerbpfarrem (von links) Rainer Rill, Reiner Wagner und Peter Maul. Nach Angaben von Jünger soll die Spende für den Ausbau des Fachwerkhauses verwendet werden. Wie berichtet hatten sich etwa 25 Kerbborsche aus den Jahrgängen 1977 bis 1982 im Jubiläumsjahr zusammengefunden, um zu zeigen, welchen Stellenwert die Kerbfeierlichkeiten im Ort einmal hatten. „Ich war dabei und habe überlebt“ ist auf den T-Shirts der Kerbpfarrer zu lesen. Foto: Zöllner Quelle: Offenbach Post 2.12.2004
- Die Kerbborsche Tradition …(2.12.2004) - DIE KERBBORSCHIE-TRADITION wurde vor wenigen Wochen anlässlich des Jubiläums „250 Jahre Kirchweihfest in Dietzenbach“ wiederbelebt. Wie seinerzeit berichtet, fungierten Rainer Rill, Reiner Wagner und Peter Maul [Foto oben, von links] als Anführer der Schärpenträger-Riege, die von festtagserprobten Ex-Borsche gebildet wurde. Kürzlich weilten die drei „Kerbpfarrer“ im örtlichen Heimatmuseum, um dort den Erlös einer Benefiz-Aktion zu übergeben: 1.030 Euro, die mit dem Verkauf von Kuchen am Kerbsonntag und kleineren Privatspenden erwirtschaftet wurden. Dem Heimatverein, der für die Museumsregie verantwortlich zeichnet, obliegt es nunmehr, mit dem Geld eine benötigte Anschaffung „nach Wahl“ zur Komplettierung der Ausstellungsräume zu tätigen. Das Trio präsentierte sich vor einer neu erstellten Schautafel zum Thema „Kerb in Dietzenbach“, die künftig alljährlich im Herbst auf das verlängerte Wochenende unter der Überschrift „Brauchtumspflege“ einstimmen soll. Ein weiteres Novum, das fortan ins Blickfeld der Museumsbesucher rückt: Ein Tier-Präparat, platziert neben der Wolfsstock-Kopie, die auf das Original, das populäre Aus?ugsziel im Wald zwischen Dietzenbach und Neu-Isenburg, aufmerksam macht. Vor 220 Jahren, so die Überlieferung, wurde in der Dreieich-Geinarkung der „letzte Wolf“ geschossen. Seither gilt Meister lsegrim in unseren Breiten als ausgerottet. Just jenen Sachverhalt rufen die kleine Gedenkstätte im Forst und die „Wolfsecke“ im Museum in Erinnerung. Mehrere Spender ermöglichten die Anschaffung des ausgestopften Vierbeiners. (kö/DS-Fotos: Jordan) Quelle: Dreieich Spiegel 02.12.2004
- 250. Kirchweih Jubiläum mit Kerbburschen und Konzerten (30.11.2004) - 250. Kirchweih Jubiläum mit Kerbburschen und Konzerten Im Zeichen der 250. Kirchweih steht das Jahr für die evangelische Christuskirchengemeinde, die das Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen feiert. So lädt die Christuskirchengemeinde am Tag der Kirchweih, dem 27.Oktober, zu einem Festgottesdienst. Es folgen Konzerte, Ausstellungen, Kirchenführungen und Theater. Vom 250. Jahrestag beflügelt, besinnt sich eine Hand voll Dietzebäscher um Rainer Rill, Reiner Wagner und Peter Maul auf alte Tradition. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren sind am Kirchweihsonntag wieder Kerbborsche in ihrer Uniform aus schwarzer Hose, weißem Hemd, Strohhut und roter Schärpe zum Weckruf unterwegs (der Erlös aus dem Kuchenverkauf von 1000 Euro wird dem Heimatverein übergeben). Die „Burschen“ stellen einen Kerbbaum auf. basteln eine Kerbpuppe namens „Hannebambel“ und veranstalten einen Kerbgoltesdienst, der mit einer Überraschung endet: Rainer Rill stellt mit seinen Kollegen eine neue Truppe junger Kerbburschen vor, die die Tradition im nächsten Jahr weiterführen will. rz Die drei Kerbpfarrer Rainer Rill (vorne von links), Peter Maul und Reiner Wagner lassen mit den anderen Kerbburschen anlässlich der 250. Kirchweih Tradition wieder auleben. Foto: rz Quelle: Offenbach Post 30.11.2012
- Traueranzeige (2004) - Quele: leider unbekannt
- Tradition bleibt weiter erhalten (2004) - Tradition bleibt weiter erhalten Kerbburschen für 2005 vorgestellt Dietzenbach (rz) – Die Kerb ist tot. Lang lebe die Kerb! Obwohl die 250. Kirchweih vorbei ist und die Kerbpuppe von Flammen verzehrt wurde. Rind die diesjährigen Kerbburschen um Rainer Rill frohen Mutes. Sie haben das geschafft, was niemand für möglich gehalten hätte. Sie konnten neun junge Männer dafür begeistern, im nächsten Jahr das 22 Jahre vakante Kerbburschen-Amt zu übernehmen. „Wir sind froh, dass sich jetzt ein paar junge Leute gelunden haben, die sich für die tolle Tradition engagieren‘, meinte Rill. Zuvor waren die Kerbburschen in einer Prozession am Dienstagabend durch die Altstadt gezogen und überbrachten dem Heimatverein den Erlös von 1000 Euro aus dem Kuchenverkauf beim „Werkruf“. Außerdem statteten sie dem Kerbschoppen der Christuskirchengemeinde einen Besuch ab. wo sie mit zum Teil derben Wizzen und Ansprachen das Publikum zum Lachen brachten. Endstation des Umzugs war die „Licher Pilsstube“ an der Weiherstraße. In einem nachgespielten Gottesdienst auf offener Straße wurden dort die Kerbburschen des Jahres 2005 den Zuschauern vorgestellt. Mit einer Klobürste segneten die Kerpfarrer die Neulinge und gaben ihnen aus eigener Tasche 100 Euro Startkaplital mit auf den Weg. „Immerhin war das die 250.Kirchwelh, und wir wolllten mit unserem Auftritt einerseits das Jubiläum feiern, aber auch junge Leute motivieren“, erklärte Rainer Rill. „Dass es aber so gut lief und sich wirklich ein paar junge Männer fanden, die diese schöne Tradition fortführen wollen, ist wirklich Glück gewesen“. Warum Gerolf Baum. Philipp Keim, Markus Rill, Marco Krebs, Sebastian Wältz, Dennis Nalbach, O. S., Michael Glaser und Tristan Gibson im nächsten Jahr das Kerbburschen-Amt übernehmen wollen, wissen sie ganz genau. „Wir wollen die Tradition hochhalten, und außerdem macht so was ja auch jede Menge Spaß“, begründete etwa Markus Rill sein Engagement. So versprechen die Kerbtage im Herbst 2005 „Party ohne Ende“zu werden. lautet die einhellige Meinung der zukünftigen Kerbburschen. Dabei warten auf sie jede Menge Temine, weiß Rainer Rill aus Erfahrung zu berichıen. „Jeden Tag stehen da mindestens drei bis vier Termine auf dem Plan.“ Auch hoffe er, dass die „Jungs“ alte Traditionen wie etwa die „Kneip-Kur“ wiederbeleben. bei der die Kerbburschen an einem Tag von einer Kneipe zur nächsten ziehen. Offenbach Post ??.??.2004
- Lichterloh brannte die Kerbpuppe (2004) - Lichterloh brannte die Kerbpuppe am Dienstagabend vor der „Licher Pilsstube“ an der Weiherstraße (oben). Mir der rituellen Verbrennung wurde das Kírchweihfest beendet. Die diesjährigen Kerbburschen stellten während eines „Gottesdienstes“ auf der Straße die neun jungen Männer vor, die im nächstes Jahr das Kerbburschen-Amt übernehmen wollen. Diese erhielten neben einer Einsegnung mit einer nassen Klobürste durch die Kerbpfarrer (unten) auch 100 Euro Startkapital. Fotos (2): rz Quelle leider unbekannt
- Erfolg bei Kerb (2004) - Erfolg bei Kerb Zum ersten Mal seit 22 Jahren stand der Kerbbaum wieder mit Kerbbobb. Die diesjährigen „alten Kerbborschen“ aus den Jahren 1977 – 1982 haben anscheinend Erlolg mit ihrer Aktion. Eine Gruppe Jungs hat bei der Kerbverbrennung am Dienstag für das nächste Jahr die Kerbbibel übernommen und damit die Aufgabe für das Jahr 2005 übernommen, die Kerbtradition weiter zu führen. Text/Foto: sago Offenbach Post / Dietzenbach Stadpost ??.??.2004
- Hannebambel (2004) - Da hängt er, der „Hannebambel“. Gestern haben die Kerbburschen die Kerbbopp, die einem so genannten Superstar nicht unähnlich sehen soll, mitsamt einem Kerbbaum vor der „Licher Pilsstube“ aufgestellt. Langes Leben ist der Puppe nicht beschert: Am Dienstag um 21.30 Uhr wird sie verbrannt. Quelle: leider unbekannt
- Ehemalige basteln den „Hannebambel“ (2004) - Ehemalige basteln den“Hannebambel“ Kerbborschen der Kerbjahrgänge 1977 – 1983 Dietzenbach (red) – (sago) Sie möchten eine alte Tradition wieder aufleben lassen und all die Elemente des früheren Kerbgeschehens erneut mit Leben füllen. In der Hoffnung, dass sich jugendliche Gruppen im Alter von 17 oder 18 Jahren wieder für diesem Brauch erwärmen lassen, zeigen sie dieses Jahr – als alte Kerbborschen, was dafür alles zu bewerkstelligen ist. So musste nun zunächst die Kerbbobb, mit dem Namen Hannebambel hergestellt werden, natürlich bekommt sie den Kommunionsanzug eines Mitglieds der Kerbborschen angezogen. Am Ende der Kerb, am 2. November wird sie ihr kurzes Leben beendet haben und vor der Licher Pilsstube um 21 Uhr verbrannt werden. Doch dazwischen werden die Borschen ihren Kerbbaum stellen, zu beobachten am Freitag um 15.30 Uhr an der Kerbzentrale (die Licher Pilsstube in der Frankfurter Straße). Danach werden die letzten Kerbpfarrer Rainer Rill, Reiner Wagner und Peter Maul ihr Kerbansprache halten. Am Sonntag, 31. Oktober, soll sich niemand wundern, wenn er von einem Männerchor lieblich geweckt werde: Die Kerbborschen mit Spielmannszug und dem Hundeverein machen ab 9 Uhr Dietzenbach unsicher. Sie bringen Kuchen und sammeln dafür Spenden, die sie dem Heimatverein übergeben werden. Beim Kerbbobb-Baschtele: von links versammeln sich um Hannebambel im Kreis: Rainer Rill, Peter Maul, Roland Herbert, Axel Schäfer, Jürgen Altmannsberger und Reiner Wagner. Gut hoch wird die Puppe angebracht werden, damit sie den Kerbborschen niemand wegnimmt, denn sie darf bis zu ihrem „natürlichem Ende“ bei der Kerbverbrennung, bis zum 2. November leben. Text/Foto sago Quelle: leider unbekannt
- ldealiste gehn als Kerbborsche uff die Piste (2004) - ldeaIiste gehn als Kerbborsche uff die Piste 250. Kirchweih: Weckruf der „Ehemaligen“ / Kuchenverkauf fürs Heimatmuseum / Jugendliche Nachfolger angekündigt Von Barbara Schulze Dietzenbach * Der letzte Oktobersonntag in Dietzenbach. Früh um neun ist es noch duster und diesig. Wer jetzt nicht raus muss, dreht sich nochmal im Bett um und freut sich auf ein paar zusatzliche Stunden Schlaf. Doch die Hoffnung trügt – zumindest in den Wohngebieten von Altstadt und Westend. „Aufstehen!“, tönt es aus zahlreichen krächzenden Männerkehlen durch die Straßen. Begleitend dazu lässt die Musikervereinigung ihre Instrumente erschallen. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren sind am Kirchweihsonntag die Kerbborsche wieder zum traditionellen Weckruf unterwegs. Mit angegrautem Haar und etwas füllig um die Taille sind die Männer in ihrer Uniform aus schwarzer Hose, weißem Hemd, Strohhut und roter Schärpe zwar nicht mehr so ganz borschehaft. Dafur haben sie aber den festen Vorsatz, die alte Dietzenbacher Tradition zum 250. Kirchweihfest wieder aufleben zu lassen. Etwa 25 Kerbborsche aus den Jahrgängen 1977 bis 1982 haben unter der Regie der letzten drei „Kerbpfarrer“ Reiner Wagner, Rainer Rill und Peter Maul im Jubiläumsjahr zusammengefunden, um zu zeigen, welchen Stellenwert die Kerbfeierlichkeiten im Ort einmal hatten. Gab es doch abseits von dem Rummel um die Fahrgeschäfte eine ausgefeilte Kultur an Festlichkeiten, die fast eine Woche andauerte. Auch in diesem Jahr haben die „Ehemaligen“ schon kräfftig zugelangt. Seit dem feuchtfröhlichen Antrinken am Freitagabend steht an der Kerbzentrale „Licher Pilsstube“ der Kerbbaum mit der Bobb (Puppe) namens „Hannebambel“ (wir berichteten). „Nun sinn hier e paar Idealiste, die gehn noch mal als Kerbborsche uff die Piste“, haben die Burschen im gesetzten Alter bei den Kerbreden verlautbaren lassen. Offen und ehrlich bekannten sie auch: „lhr seht, lhr liebe Leit, an uns da nagt auch schon der Zahn der Zeit!“ Das wird zumindest beim Weckruff-Umzug nicht spürbar. Voller Energie sausen die „Borsche“ durch die Straßen, brüllen ihre Kommandos, singen ihre Lieder und drücken auf die Hausklingeln, um den „Kerbkouche“ (Kerbkuchen) loszuwerden. Einem alten Brauch folgend, haben die „Borschenfamilien“ und zahlreiche Kerbanhänger plattenweise „Riwwelkouche“ (Streuselkuchen), „Käskouche“ und „Appelkouche“ gebacken, der nun an der Haustür verkauft wird. Mindestens „Zwofuffzich“ muss rüberkommen, wenn mal wieder ein Stück über den Gartenzaun den Besitzer wechselt. Angesichts des bunten Treibens geben die aus dem Schlaf gerissenen Anwohner gerne mehr. Den Gesamterlös haben die Kerbborsche dem Heimatverein versprochen. Untersiutzt werden sie durch die Mitglieder des Vereins für Schutz- und Gebrauchshunde, die unentwegt vom Wingertsberg über Altstadt und Westend bis zur Kerbzentrale mitmarschieren. Seit Jahren schon engagieren sie sich für den Erhalt der Kerbtradition. Jetzt haben sie nicht nur Kuchen gebacken, sondern verstärken die Gruppe auch stimmlich. „Wem ist die Kerb? Uns!“ lautet der immer wiederkehrende Ruf. „Ihr macht ganz schön Krach heute Morgen“, stöhnt so mancher Anwohner. Nur selten aber treffen die Kerbtraditionalisten auf wirkliches Unverständnis „lch glaube, der versteht uns nicht“, mutmaßt Reiner Wagner, als ein streng blickender Herr im Schlafanzug auf den Balkon eilt. Doch auch das hochdeutsche Angebot „Wir bringen Ihnen frischen Streuselkuchen“, nutzt in diesem Fall nichts. Mit der Zeit steigt die Stimmung gewaltig. Viele große und kleine Dietzenbacher haben schon gewartet, die Wirte der anliegenden Kneipen stehen mit stärkenden Getränken parat, so manche Schnapsfasche wandert vom Fenster in die mitgeführten Bollerwagen. Beim Bäcker Krapp wird der Kuchenvorrat aufgefüllt, Metzger Mörtel steuert Fleischwurst für die Wandernden hinzu. Gegen Ende tauchen von überall her weitere ehemalige Kerbborsche auf. Walter Altmannsberger etwa, der von 1949 bis 1951 dabei war. „Ich finde es richtig gut, dass die Tradition endlich wieder aulebt“, freut er sich. Beim Abschluss an der „Licher Pilsstube“ stimmen alle kräftig in das Kerblied mit ein. Danach ist Erholung angesagt. Zumindest bis morgen, wenn nach dem Umzug zur Christuskirche gegen halb zehn „Hannebambel“ an der Kerbzentrale verbrannt wird. Dann verabschieden sich die Kerbborsche mit einer Überraschung. Sie präsentieren eine Gruppe junger Männer, die im kommenden Jahr die Nachfolge antreten soll, Denn: „Zeit werds für neue Borsche!“, haben die alten bereits angekündigt. Quelle: leider unbekannt
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