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Schlagwort: presse

„Wem ist die Kerb? – Unser“ – Der Kerbschoppen (12.11.2015)

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Wem war die Kerb? Unser! Nach der feierlichen Abschlussrede vor der Kerbzentrale in der Dietzenbacher Altstadt ging die Prozession mit Fackeln Richtung Feuerwehrmuseum. Als letzte Amtshandlung der Kerbborschen blieb noch die Verbrennung der Bobb, und damit die Beerdigung „Ihrer“ Kerb. Gemeinsam, und etwas traurig über das Ende der Kirchweih, zündeten alle mit ihren Fackeln die Bobb an, und sangen im Feuerschein ein letztes Mal das Kerblied. Die Hüte wurden für die Zeremonie abgenommen und vor das Herz gehalten. Von nun an dürfen sie auch nicht mehr aufgesetzt werden, so will es die Tradition.
Text/Foto: Dreger

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Der Kerbschoppen war einer der wichtigsten Termine für die Kerbborschen. Für die traditionellen Einladung in das Gemeindehaus der evangelischen Christuskirche, auf deren Einweihung im Jahre 1754 das Fest der Kerb zurück geht, bedankten sich die Borschen samt Gefolge mit dem Kerblied, das viele der anwesenden Gäste fehlerfrei mitsingen konnten. Pfarrer Manfred Senft freute sich über den Besuch und mischte sich für das Erinnerungsfoto mitten unter die Borschen. Nachkerb feiert der Kerbverein Dietzenbacham Samstag, 14. November, ab 19 Uhr mit den Kerbborschen im Vereinsheim des Schutz- und Gebrauchshundevereins Dietzenbach an der Offenthaler Straße. Alle Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins sowie alle übrigen lnteressierten sind zu der Veranstaltung willkommen. Text/Foto: Dreger

Quelle: Stadtpost Dietzenbach 12.11.2015

Fünf Jahre Kerbverein (13.3.2014)


Fünf Jahre Kerbverein

Dietzenbach (red) — Der Kerbverein Dietzenbach wurde 2009 zur Erhaltung der Kerbborsche Traditionen gegründet.

Der Vereinsvorstand lädt seine Mitglieder zur ordeutlichen Jahreshauptversammlung am Samstag, 15. März, um 16 Uhr in die Sportgaststätte der SG Dietzenbach, Offenthaler Straße ein.

Der Kerbverein sucht für seine künftige Vereinsarbeit eigene Räume. Wer helfen kann wende sich bitte per E—Mail an: vorstand@kerbverein-dietzenbach.de

 

Quelle: Stadtpost Dietzenbach 13.3.2014

Ein familiärer Zug Dietzenbach läuft gegen die Konkurrenz (3.3.2014)


Ein familiärer Zug Dietzenbach läuft gegen die Konkurrenz

Von Sigrid Aldehofi

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Dietzenbacher in Aktion.

Besser ein kleiner Zug als gar keiner“, sagt Holger Arnold, 1. Vorsitzender des Karnevalvereins Dietzenbacher Tanzgarde. Die veranstaltet seit 15 Jahren den Faschingsumzug, aber es ist
kein einfaches Geschäft. „Wir haben viele Vereine in Dietzenbach, die nicht mitmachen, obwohl das doch die beste Möglichkeit wäre, für sich selbst zu werben“, sagt Arnold bedauernd.

Etwas Verständnis hat er für die Kollegen aber auch, denn „für so eine Teilnahme braucht man genügend Leute, die mitmachen und die Mitgliederzahlen gehen in den meisten Vereinen zurück“. Der Vorstand der Tanzgarde fängt nach dem Zug gleich mit der Organisation für das nächste Jahr an, holt vom Ordnungsamt die Genehmigungen, schreibt die Vereine an und fragt nach Anmeldungen für die Teilnahme.

Etwa 20 Zugnummern seien es jedes Jahr, sagt Arnold, „wir sind hier eher familiär. Bei uns beteiligen sich vor allem Dietzenbacher Vereine“. Es sei schwer, Gastnummern aus der Nachbarschaft zu bekommen, da am Samstag noch so viele andere Umzüge oder Sitzungen Konkurrenz machten. „An dem Tag ist halt besonders viel los.“

Piraten, Pilze, Hexen, Bären, Frösche und eine Senftube sind dabei

So sind die Dietzenbacher weitgehend unter sich, als sich der Zug unter verhangenem Himmel in Bewegung setzt. Piraten sind der Renner unter den Kostümen, aber auch einige Darth Vaders, eine Senftube, Pilze, Hexen, Bären, Frösche und mehr sind unterwegs. Mehrere Rettungsschirme werden im Zug getragen, die „Wirtschaftswüste Ditzebach“ fährt als mobile Kerbzentrale mit und zahlreiche Kindergruppen sind dabei. In einigen Vorgärten und vor manchen Häusern wird der Zug mit privaten Partys unterstützt.

 Quelle: Frankfurter Rundschau 3.3.3014

Die Kerb war unser – 1980 sind 62er dran (1.11.1979)

Die Kerb war unser
1980 sind 62er dran

Die Kerb ’79 ist vorbei, die Kerbbobb ist verbrannt (und gebührend betrauert und begossen worden). Am Freitag hatten die Kerbborschen vom Jahrgang ’78 sich den Baum aus dem Wald geholt, aufgestellt vor der Licher Pilsstube in der Frankfurter Straße, wo „Kerbvadder“ Horst Buch residierte‚ die Bobb hochgehievt. Für so viel Fleiß und Anstrengung belohnte sie der Kerbvadder mit einer kräftigen Erbsensuppe. Ihm ist der alte Kerbbrauch ein Herzensanliegen. „Wir wollen die Kerb doch wieder hochbringen“, die alte, eingeschlafene, immer mal wieder aufflackernde Tradition soll auf Dauer wieder lebendig werden.

In voller Kerbborschepracht, mit Strohhüten und den Schärpen, hörten sich dann später die Kerbborsche die „Kerbrede“ an, die Rainer Wagner ihnen und den „hochverehrten Kirchweihgästen“ hielt. Rainer Wagner gehört zum Ildt—Club, der 1978 die ersten Kerbborschen seit langem stellte und auch diesmal kräftig mitwirkte. Feierlich ernannte er Horst Buch zum „Ehrenkerbborschen“. Wie in alten Zeiten wurde den Mädchen Böses angedroht: ihr Bursch werde bei der Kerb nur mit anderen tanzen. Doch ist anzunehmen, daß sich schon die Großmütter und Urgroßmütter wenig aus solchen „Drohungen“ gemacht haben, die wenigen anwesenden Mädchen lächelten nur lässig.

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Nach alter Tradition ließ Rainer Wagner das vergangene Jahr noch einmal vorüberziehen, und jeder bekam sein Fett ab und das Gelächter wurde immer vergnügter. Die Burschen stimmten das Kerblied an, und feierlich wurde verkündet: „Somit ist die Kerb 1979
eröffnet.“

Von SG-Fanfaren geweckt

„Von Frankfurt bis nach Messenhausen soll man die Musikanten hören“, hatte es am Freitagabend in der Kerbrede geheißen. Und war die Musik zum Kerbtanz auf dem Wingertsberg, in der SG-Halle, in Alt-Dietzenbach schon recht kräftig, so war der Weckruf des SG-Fanfaren- und Spielmannszuges am Sonntag, wenn auch nicht bis nach Messenhausen‚ so doch straßenweit zu hören.

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Zunächst allerdings hatte es vorm Kerbbaum lange Gesichter gegeben: die Bobb war weg. Trotzdem ließ es sich Albert Meister nicht verdrießen: Er blies den Weckruf mit der Fanfare, der Kerbvadder und Frau Henny drehten ein Ehrentänzchen. Dann ging‘s los:
Der Fanfarenzug, sonst in schmuckem Blau, bot ein lustiges Bild in gestreiften, geblümten oder gar rüschenverzierten Nachthemden zog er mit kräftigem Spiel durch die Straßen, die Kerbborsche mit dem Selleriekranz und dem Leiterwagen mit dem Kerbkuchen hinterdrein‚ ihnen folgten die Kerbborsehen 78 vom Ildt-Club, die Schoppenranchers, die Grottenmolche. Vorneweg fuhr Schorsch Ruchti als „Schrittmaeher“ und ab und zu machte er sogar Verkehrspolizist, um den lustigen Zug über gefährliche Kreuzungen zu lotsen.

Erster Halt „beim Eckert“, wo der Kerbkranz, wie eh und je – „seit Ewigkeiten“, meinte Alfred Eckert – und natürlich gab er als Dank für das Ständchen einen aus und auch noch was in die Kerbkasse – und bekam gleich noch ein Ständchen.
Weiter zog der lustige Zug, Meister Albert dirigierte ab und zu vom Leiterwagen aus, den Christa Jungermann zog, begleitet von drei hübschen kerzentragenden Mädchen, zum „Alt-Dietzenbach“, wo sich die ganze Zeremonie wiederholte. Gleich um die Ecke herum wurde Ehrenstabführer Jakob Wolf ein Besuch abgestattet. Er ergrifft selbst den Taktstock und dirigierte „seine“ Musikanten.

Vorm „Wienerwald“ wurde nochmals kräftig gefeiert, dann wurde beim „Treppchen“ Schluß gemacht. Auch hier gab’s ein Ständchen, einen kräftigen Schluck zur Belohnung, aus der Bäckerei Staab wurden Berge von Kreppel herübergebracht und verteilt.

***

Die „Bobb“ ist natürlich wieder aufgetaucht, die Burschen vom Vorjahr, der Ildt-Club, hatte sie gemopst, das Rauben der Bobb gehört zur Tradition und natürlich auch das Wiederzurückfinden — sonst könnte sie ja nicht verbrannt werden.

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Text: Gudrun Ludewig
Fotos: Peter Keller

Quelle: Dietzenbacher Stadtanzeiger – Donnerstag, 1. November 1979

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