Draht, viel Stroh und jede Menge Panzerklebeband (22.10.2015)

Kerbborschen fiebern dem Höhepunkt entgegen

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Die Vorbereitungen für die Dietzenbacher Kerb laufen auf Hochtouren. Am Samstag haben die Kerbborschen ihre Kerbbobb mit sichtlich viel Spaß erschaffen. Wie die Bobb heißt, wird aber erst bei der Eröffnungsrede am Abend des Kerbfreitag verraten.
Foto: Dreger

Dietzenbach (sd) — Die letzten Tage vor der mittlerweile Dietzenbacher 261. Kirchweih stecken für die Kerbborschen samt Gefolge noch Voller Vorbereitungen.
Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist aber erledigt. Mit Stroh, viel Draht, noch mehr Panzerklebeband und großem Spaß an der Sache wurde die traditionelle „Kerbbobb“ am Samstag erschaffen. Deren Name und die Geschichte dahinter bleiben aber, ebenso wie das Gefolge bis zur Eröffnung am Kerbfreitag, 30. Oktober, geheim.
„Einiges, was wir so im letzten Jahr gemeinsam erlebt haben, ist in die Bobb mit eingeflossen“, erzählt Markus Neumann. Wie viele aus der Gemeinschaft, ist auch er bereits zum zweiten Mal Kerbborsch. „Das macht einfach riesigen Spaß, und die Truppe ist toll“, schwärmt Neumann. Er spricht auch das Möbelstück an, auf dem die Bobb dieses Jahr Platz genommen hat. „Die blaue Bank sollte mit einfließen. Eine Bank wäre aber etwas zu schwer gewesen, also ist es ein blauer Stuhl geworden“.
Die Farbe für den Stuhl kam postwendend von Elke Schott, der „Mutter“ der Dietzenbacher blauen Bank. Den Stuhl sponserte „Kerbvadder“ Reiner Wagner, der auch in diesem Jahr sein Theater Schöne Aussichten (Thesa) als Kerbzentrale zur Verfügung stellt. Dort treffen sich die Kerbborschen regelmäßig, zum Planen und Organisieren. Natürlich werden dabei auch kräftig, Kerblieder gesungen. „Der Spaß in der Gemeinschaft, und die tolle Kameradschaft“, das ist die einvernehmliche Antwort aller, auf die Frage nach der Motivation, ein Kerbborsch zu sein.

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Draht, viel Stroh und jede Menge Panzerklebeband

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Markus Neumann übernahm am Samstag die letzten Handgriffe, um der noch namenlosen „Bobb“ ein Gesicht zu geben, und sie damit endgültig fertig zu stellen. Foto: Dreger

Dietzenbach (sd) — Am Freitag, 30. Oktober, ist es soweit. Dann locken wieder Riesenrad, Autoscooter, Karussell und Schiffschaukel, genauso wie Stände mit Süßem oder Herzhaftem, mit Enten zum Angeln oder Schnüren zum Ziehen besonders die Kinder zur Kerbmeile. Nachmittags wird gegen 16.30 Uhr der Kerbbaum vor dem Feuerwehrmuseum in der Rathenaustraße aufgestellt, auf dem, hoch oben, die Kerbbobb seinen Platz einnimmt.

Bei Ansprache wird Name der „Bobb“ verraten

Abends um 20 Uhr gibt es dann die Ansprache auf dem Harmonieplatz. Der Kranz für den Baum wird, sozusagen als fast letzte Amtshandlung vor der feierlichen Eröffnung, immer erst wenige Tage vorher fertig gestellt.
Der Kerbbetrieb beginnt dann täglich ab 14 Uhr, am Sonntag bereits ab 13 Uhr. Zwischen Dietrich-Bonhoeffer-Schule, Feuerwehrmuseum und Harmonieplatz kann man dann immer wieder den Kerbborschen begegnen, die beispielsweise am Samstag, samt Gefolge, ihr Frühstück einholen. Abends geht es dann auf „Kneiptour“, bevor die Truppe sonntags, ab 9:45 Uhr, ihren traditionellen Weckruf mit Kerbkuchenverkauf, vom Westend bis in die Altstadt begeht. An allen Tagen ist Party angesagt.
Freitags um 20.30 Uhr lädt das Thesa zur „Rocknacht“ mit D] Youngerman ein. Samstags muss man sich zwischen der Kerb-Disco-Party im Thesa, und der Zeltdisco beim
Feuerwehrmuseum entscheiden – oder man pendelt.

Weckruf,Kerbtanztee und Heringsessen

Der Kerbtanztee, mit Norbert „Bolle“ Keim, und das traditionelle Heringsessen starten sonntags, beziehungsweise montags jeweils um 17 Uhr, ebenfalls in der Kerbzentrale am Harmonieplatz.
Dienstags ist Familientag, mit ermäßigten Fahrpreisen‚ bis abends, ab etwa 20 Uhr die Kerbbeerdigung begangen wird. Mit Fackelzug zum Feuerwehrmuseum, und anschließender Kerbverbrennung findet die Kirchweih dann wieder ihren Ausklang in der Kerbzentrale.
Den sekundengenauen Countdown bis zur Kerb, das komplette Programm samt Weckrufroute sowie alle Informationen rund um die Kerbborschen gibt es in Internet unter: www.kerbverein-dietzenbach.de

Quelle: Dietzenbacher Stadtpost 22.10.2015