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Gastlichkeit beim Kerbvadder (22.11.1979)

Gastlichkeit beim Kerbvadder

In der Licher Pilsstube in der Frankfurter Straße herrscht eigentlich immer, wann man auch kommt, gute Stimmung. Denn hier ist es vor allem gemütlich, fast ein bißchen familiär, und wer mal ein nettes Gespräch sucht (auch mit Unbekannten, denn wer bei Horst und Henny Buch am Tresen steht, der gehört eben dazu), findet nette Unterhaltungspartner. Man genießt diese Gemütlichkeit, die sehr gepflegten Getränke (besonders das kühle Licher Pils, aber auch Apfelwein gehört hier zu den bevorzugten Getränken, ganz zu schweigen von den „Kurzen“).

Und wer zwischendurch mal Hunger bekommt, kann auch- obwohl die Lichner Pilsstube kein Speiselokal ist – ein Kurzgericht „zur guten Unterlage“ haben: Rumpsteak, Schnitzel, Krakauer… So ist es kein Wunder, daß Horst und Henny Buch eine feste, treue Stammkundschaft haben, daß es etliche fest etablierte Stammtische gibt, junge Leute wie etwa der ILDT-Club, aber auch Rentner, und – das macht wohl die Atmosphäre in dieser netten Pilsstube – jung und alt verstehen sich vortrefflich. Da wird auch mal etwas ausgeheckt, so wie im vergangenen Jahr die Wiederaufarstehung des alten Kerbborschenbrauches, was dann, wie es sich in diesem Jahr gezeigt hat, halb Dietzenbach mitreißt.

Es ist ein grundsolides Lokal, hier gibt es keine Angabe, keinen Nepp, und wer auch Familienfeiern gemütlich liebt, der kann mit bis zu 40 Personen dort vorzüglich feiern.

 

Quelle: Stadtanzeiger Dietzenbach  22.11.1979 (vielen Dank an Karl Heinz Kunz)

 

Jahrgang 1979

 

hier fehlt uns noch ein Bild!

 

Kerbbobb  –  ???

Kerbparre  –  Rainer Rill

Kerbborsche  –  Klaus Albert, Peter Albert, Jürgen Altmannsberger, Manfred Eckert, Andreas Gattinger, Roland Herbert, Ulli Hottes, Norbert Jünger, Bernd Knecht, Harwin Laumann, Henry Lehr, Rainer Pöschl, Axel Schäfer, Lutz Schickedanz (die Mahne), Stefen Weilmünster, Peter Werkmann, Anton Willmann

Ehrenkerbborsch – Dr. Friedrich Keller (Bürgermeister)

Kerbvadder – Horst Buch

Presse:

  • Gastlichkeit beim Kerbvadder (22.11.1979) - Gastlichkeit beim Kerbvadder In der Licher Pilsstube in der Frankfurter Straße herrscht eigentlich immer, wann man auch kommt, gute Stimmung. Denn hier ist es vor allem gemütlich, fast ein bißchen […]
  • Die „Kerbbobb” wurde „feierlich” verbrannt (1979) -  Bei einem großen Fackelzug wurde die Bobb von der Frankfurter Straße, wo sie vor der Licher Pilsstube des „Kerbvadders“ Buch Vier Tage oben am Kerbbaum gehangen hatte (mit Ausnahme der […]
  • Die Kerb war unser – 1980 sind 62er dran (1.11.1979) - Die Kerb war unser 1980 sind 62er dran Die Kerb ’79 ist vorbei, die Kerbbobb ist verbrannt (und gebührend betrauert und begossen worden). Am Freitag hatten die Kerbborschen vom Jahrgang […]
  • „Es welken alle Blätter“ (1.11.1979) - „Es welken alle Blätter“ Kerbsingen des „Sängerkranzes“ war überfüllt lad Eine „Uraufführung“ gab es beim Kerbsingen des „Sängerkranzes“ in der Linde“ am Montag: die Sänger trugen, musikalisch geleitet von Vizedirigent […]
  • Die Kerb steht ins Haus (25.10.1979) - Die Kerb steht ins Haus Umfangreiches Programm zum nächsten Wochenende Dietzenbach (gs) — Die „Kerbbopp“ ist bereits fertig – die diesjährigen „Kerbborsche“ des Jahrgangs 1961 haben sie mit viel Mühe, […]

Bilder:

Was war noch los:

Die „Kerbbobb” wurde „feierlich” verbrannt (1979)

 Bei einem großen Fackelzug wurde die Bobb von der Frankfurter Straße, wo sie vor der Licher Pilsstube des „Kerbvadders“ Buch Vier Tage oben am Kerbbaum gehangen hatte (mit Ausnahme der Zeit narürlich‚. wo sie zweimal entführt worden war), zum „Trinkborn” von den Kerbborschen getragen. Fotos: Keller

Die „Kerbbobb” wurden „feierlich” verbrannt

Zum Kerbausklang gab es noch einmal viel Spaß

Iad „Die Kerb ’79 ist tot“ – und zu Grabe getragen wurde sie nochmals mit allerlei Hallo: Die „Kerbbobb“, die zweimal entführt worden war (einmal waren es die  Burschen vom Ildt-Club‚ die Kerbburschen vom Vorjahr, beim zweitenmal, wir leben in der Zeit der Emanzipation der Frau, die Kerbbräute), wurde im Fackelzug vom „Kerbvadder“ Buch zum Trinkborn geschleppt, wo sie Opfer der Flammen wurde.

Rainer Wagner vom Ildt-Club war der Kerbparre, aus der alten Kerbbibel von 1934 holte er seine „Grabrede“: „Ihr liebe Borsch von de Kerb dieselbe grad ebe sterbt, gedauert hat se vier volle Dag.“ Er ließ das kurze Leben der Kerbbobb und die ganze Kerbseligkeit nochmals vorüberziehen –  dicht bei dicht standen die Dietzenbachen. Alt- und Neu-Dietzenfloacher, jung und alt traulich vereint, hörten der Grabrede zu und schauten faszinierend zu, wie die Bobb in Flammen aufging.

„Unser Ruh, die ham mer uns verdient“, hieß es zwar zum Schluß, doch es war an diesem Dienstagabend noch lange nicht Ruh: Im Fackelzug ging es zurück zum „Kerbvadder“ Buch, wo in einer feierlichen Zeremonie Rainer Wagner die Würde des Pfarrers, seinen Hut, die Kerbbibel Rainer Rill übergab.

Am historischen Trinkborn wurde die Kerbbobb unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingeäschert.

 

Quelle: Offenbach Post 1979 (vielen Dank an Karl Heinz Kunz)

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