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Zum 227. Mal Kerb gefeiert (3.11.1981)

Die Tradition der „Kerbborsche“ lebte wieder auf

Dietzenbach (gs) — „Wieder einmal ist’s so weit — zur Kerb wir treffe uns, ihr Leit!“ — Mit dieser traditionellen Einleitung der Kerbrede eröffnete der „Parre“ (Kerbpfarrer) am Freitagabend bei Kerbvadder Buch nachdem Aufrichten des Kerbbaumes in der Frankfurter Straße das diesjährige Dietzenbacher Kirchweihfest. Es ist die 227. Kirchweih‚ und vor zwei Jahren lebte in Dietzenbach die alte Tradition der Kerbburschen wieder auf, die nach dem Krieg weitgehend in Vergessenheit geraten war.

Jakob Keim aus der Bahnhofstraße, einer der wenigen echten Dietzenbacher, die es noch gibt, berichtete uns, wie die Kerb früher gefeiert wurde. Schon Wochen vorher wurde über die Kerb gesprochen und alles hergerichtet. Acht Tage vorher wurde der Kerbochs im Ort herumgeführt. Freitags vor der Kerb ging in den Häusern das Kuchenbacken los, vom Hausboden kam der Backtrog herunter und die Mutter hat dann feste „eingeschmiert“ und gebacken. Am Samstagabend wurde der Baum geputzt und der Kerbkranz mit Selleriekraut gewickelt.
Mit Gesang wurde dann dieser Kerbkranz durch den Ort getragen, Sonntagnachmittag war Kerbumzug. Mit Musik, Baum und Kranz ging es durch die Ortsstraßen zum Vereinslokal, dort wurde die Kerbrede gehalten. Dabei wurde alles, was das Jahr über passiert war. durch den Kakao gezogen und nach jedem Satz kam der Spruch: „Kamerad schenk ein, es muß einmal getrunken sein“. Den Bauern rief der Kerbbursch zu: „Laßt euch nicht geliste‚ eure Magd vor Dienstag in den Stall zu schicke um zu miste. Und ihr Musikanten spielt recht laut. Ebert, laß den Baß recht brumme, daß sie alle auf unsere Kerb komme.“ Nachdem der Kerbbaum dann aufgestellt war, begann der Tanz. Sieben Tanzsäle gab es damals in Dietzenbach und alle waren voll bis auf den letzten Platz.
Vor zwei Jahren nun hat der Ildt-Club – eine Dietzenbacher „Schoppen-Fußballmannschaft“ – diese alte Tradition wieder aufleben lassen, und die jungen Burschen wurden dabei von den alten Dietzenbachern kräftig unterstützt. Die Begeisterung, mit der auch der diesjährige Kerbburschen-Jahrgang an diese selbstgestellte Aufgabe heranging, ist zu bewundern. Denn diese vier „tollen Tage“ sind für die Kerbburschen gewiß kein Zuckerschlecken. Erstmals in diesem Jahr zog auch ein Mädchen mit den 13 Burschen als „Kerbjungfrau“ durch die Dietznbacher Lokale. Nur am Bau der Kerbbopp – die Puppe, die auf dem Kerbbaum befestigt, wachsam von den Burschen gegen Diebstahl durch rivalisierende Gruppen geschützt wird – war Kerbjungfrau Christine Schmidt nicht beteiligt. Denn nach der alten Überlieferung darf die Bopp nicht von Frauenhand berührt weren.
Am Samstagnachmittag war Aufbruch der Burschen zur „Kneipkur“. Abends hatte die Turngemeinde zum traditionellen Kerbtanz auf den Wingertsberg geladen. Mit gekonnter musikalischer Unterstützung der „Bellflowers“, die fast schon „Hauskapelle“ auf den Wingertsberg geworden sind, schmetterten auch hier die Kerbburschen ihre – zum Teil recht deftigen – Lieder in das Publikum. Bis in die frühen Morgenstunden wurde auf dem Wingertsberg „geschwooft“ und es blieb den Burschen dann nicht mehr allzuviel Zeit, sich für den traditionellen sonntäglichen Weckruf fertigzumachen. Weil die bisherige Erfahrung lehrte, daß der Weckruf durch die Dietzenbacher Straßen nicht mehr von den Kerbburschen allein bewältigt werden kann, da sich inzwischen fast alle Stimmen der Burschen durch Alkohol und Gesang „stillschweigend verabschiedet“ haben, ist es der Dietzenbacher Fanfaren- und Spielmannszug, der dabei für die nötige Lautstärke sorgt.
In Schlafgewändern und Nachtmützen wird dieser Umzug (und Umtrunk) durch. die Stadt „zelebriert“ Am Schluß dieses „Schlafwandlerzuges“ marschieren die Kerbburschen und verkaufen ihren „Riwwelkuchen“ (Streuselkuchen) und bessern damit ihre Kerb-
kasse etwas auf. Ein ganzer Handwagen voller Kuchen wird auf diese Weise unters Volk gebracht.
Am Montagmorgen nahm das Kirchweihtreiben seinen Fortgang: Zum traditionellen Frühstückholen durch die Dietzenbacher Geschäfte trafen sich die Kerbburschen, und dieses Frühstück wurde dann anschließend beim Frühschoppen beim Kerbvadder Buch gefeiert. Und auch der Dietzenbacher Gesangverein „Sängerkranz“ traf sich im alten Traditionslokal „Zur Linde“ zum Kerbfrühschoppen. Zum Kerb-Dämmerschoppen kamen am Dienstagabend die Senioren im Reinhard-Göpfert-Haus zusammen. Bei Hering oder Hausmacher Wurst bot auch hier der „Sängerkranz“ die musikalische Untermalung und anschließend spielte die Dietzenbacher Rentnerband zum Tanz auf. Auch die Senioren hatten wieder eine Kerbbopp gebastelt und sie wurde nach Einbruch der Dunkelheit — unter Assistenz der Kerbburschen — feierlich verbrannt.
Auch im evangelischen Gemeindehaus an der Kirche – dem eigentlichen Ursprung dieses Kirchweihfestes – war die Gemeinde zum traditionellen Kerbschoppen versammelt. Den endgültigen Ausklang der Kerb veranstalteten die Kerbburschen mit dem Verbrennen ihrer Kerbbopp am Dienstagabend am Trinkborn. Mit einer „unheimlich traurigen“ Grabrede und unglaublich viel Apfelwein unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde damit die diesjährige Kerb zu Grabe getragen.

 

19811103_offenbachpost_1_001Kerbzentrale – mit Kerbbaum und der Kerbbopp vor der Tür – war auch in diesem Jahr wieder die „Licher Pilsstube“ von Kerbvadder Buch in der Frankfurter Straße.
Foto: Giesa

Quelle: Offenbach Post 3.11.1981 (Sammlung Karl Heinz Kunz)

Gastlichkeit beim Kerbvadder (22.11.1979)

Gastlichkeit beim Kerbvadder

In der Licher Pilsstube in der Frankfurter Straße herrscht eigentlich immer, wann man auch kommt, gute Stimmung. Denn hier ist es vor allem gemütlich, fast ein bißchen familiär, und wer mal ein nettes Gespräch sucht (auch mit Unbekannten, denn wer bei Horst und Henny Buch am Tresen steht, der gehört eben dazu), findet nette Unterhaltungspartner. Man genießt diese Gemütlichkeit, die sehr gepflegten Getränke (besonders das kühle Licher Pils, aber auch Apfelwein gehört hier zu den bevorzugten Getränken, ganz zu schweigen von den „Kurzen“).

Und wer zwischendurch mal Hunger bekommt, kann auch- obwohl die Lichner Pilsstube kein Speiselokal ist – ein Kurzgericht „zur guten Unterlage“ haben: Rumpsteak, Schnitzel, Krakauer… So ist es kein Wunder, daß Horst und Henny Buch eine feste, treue Stammkundschaft haben, daß es etliche fest etablierte Stammtische gibt, junge Leute wie etwa der ILDT-Club, aber auch Rentner, und – das macht wohl die Atmosphäre in dieser netten Pilsstube – jung und alt verstehen sich vortrefflich. Da wird auch mal etwas ausgeheckt, so wie im vergangenen Jahr die Wiederaufarstehung des alten Kerbborschenbrauches, was dann, wie es sich in diesem Jahr gezeigt hat, halb Dietzenbach mitreißt.

Es ist ein grundsolides Lokal, hier gibt es keine Angabe, keinen Nepp, und wer auch Familienfeiern gemütlich liebt, der kann mit bis zu 40 Personen dort vorzüglich feiern.

 

Quelle: Stadtanzeiger Dietzenbach  22.11.1979 (vielen Dank an Karl Heinz Kunz)

 

Die „Kerbbobb” wurde „feierlich” verbrannt (1979)

 Bei einem großen Fackelzug wurde die Bobb von der Frankfurter Straße, wo sie vor der Licher Pilsstube des „Kerbvadders“ Buch Vier Tage oben am Kerbbaum gehangen hatte (mit Ausnahme der Zeit narürlich‚. wo sie zweimal entführt worden war), zum „Trinkborn” von den Kerbborschen getragen. Fotos: Keller

Die „Kerbbobb” wurden „feierlich” verbrannt

Zum Kerbausklang gab es noch einmal viel Spaß

Iad „Die Kerb ’79 ist tot“ – und zu Grabe getragen wurde sie nochmals mit allerlei Hallo: Die „Kerbbobb“, die zweimal entführt worden war (einmal waren es die  Burschen vom Ildt-Club‚ die Kerbburschen vom Vorjahr, beim zweitenmal, wir leben in der Zeit der Emanzipation der Frau, die Kerbbräute), wurde im Fackelzug vom „Kerbvadder“ Buch zum Trinkborn geschleppt, wo sie Opfer der Flammen wurde.

Rainer Wagner vom Ildt-Club war der Kerbparre, aus der alten Kerbbibel von 1934 holte er seine „Grabrede“: „Ihr liebe Borsch von de Kerb dieselbe grad ebe sterbt, gedauert hat se vier volle Dag.“ Er ließ das kurze Leben der Kerbbobb und die ganze Kerbseligkeit nochmals vorüberziehen –  dicht bei dicht standen die Dietzenbachen. Alt- und Neu-Dietzenfloacher, jung und alt traulich vereint, hörten der Grabrede zu und schauten faszinierend zu, wie die Bobb in Flammen aufging.

„Unser Ruh, die ham mer uns verdient“, hieß es zwar zum Schluß, doch es war an diesem Dienstagabend noch lange nicht Ruh: Im Fackelzug ging es zurück zum „Kerbvadder“ Buch, wo in einer feierlichen Zeremonie Rainer Wagner die Würde des Pfarrers, seinen Hut, die Kerbbibel Rainer Rill übergab.

Am historischen Trinkborn wurde die Kerbbobb unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingeäschert.

 

Quelle: Offenbach Post 1979 (vielen Dank an Karl Heinz Kunz)

Die Kerb war unser – 1980 sind 62er dran (1.11.1979)

Die Kerb war unser
1980 sind 62er dran

Die Kerb ’79 ist vorbei, die Kerbbobb ist verbrannt (und gebührend betrauert und begossen worden). Am Freitag hatten die Kerbborschen vom Jahrgang ’78 sich den Baum aus dem Wald geholt, aufgestellt vor der Licher Pilsstube in der Frankfurter Straße, wo „Kerbvadder“ Horst Buch residierte‚ die Bobb hochgehievt. Für so viel Fleiß und Anstrengung belohnte sie der Kerbvadder mit einer kräftigen Erbsensuppe. Ihm ist der alte Kerbbrauch ein Herzensanliegen. „Wir wollen die Kerb doch wieder hochbringen“, die alte, eingeschlafene, immer mal wieder aufflackernde Tradition soll auf Dauer wieder lebendig werden.

In voller Kerbborschepracht, mit Strohhüten und den Schärpen, hörten sich dann später die Kerbborsche die „Kerbrede“ an, die Rainer Wagner ihnen und den „hochverehrten Kirchweihgästen“ hielt. Rainer Wagner gehört zum Ildt—Club, der 1978 die ersten Kerbborschen seit langem stellte und auch diesmal kräftig mitwirkte. Feierlich ernannte er Horst Buch zum „Ehrenkerbborschen“. Wie in alten Zeiten wurde den Mädchen Böses angedroht: ihr Bursch werde bei der Kerb nur mit anderen tanzen. Doch ist anzunehmen, daß sich schon die Großmütter und Urgroßmütter wenig aus solchen „Drohungen“ gemacht haben, die wenigen anwesenden Mädchen lächelten nur lässig.

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Nach alter Tradition ließ Rainer Wagner das vergangene Jahr noch einmal vorüberziehen, und jeder bekam sein Fett ab und das Gelächter wurde immer vergnügter. Die Burschen stimmten das Kerblied an, und feierlich wurde verkündet: „Somit ist die Kerb 1979
eröffnet.“

Von SG-Fanfaren geweckt

„Von Frankfurt bis nach Messenhausen soll man die Musikanten hören“, hatte es am Freitagabend in der Kerbrede geheißen. Und war die Musik zum Kerbtanz auf dem Wingertsberg, in der SG-Halle, in Alt-Dietzenbach schon recht kräftig, so war der Weckruf des SG-Fanfaren- und Spielmannszuges am Sonntag, wenn auch nicht bis nach Messenhausen‚ so doch straßenweit zu hören.

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Zunächst allerdings hatte es vorm Kerbbaum lange Gesichter gegeben: die Bobb war weg. Trotzdem ließ es sich Albert Meister nicht verdrießen: Er blies den Weckruf mit der Fanfare, der Kerbvadder und Frau Henny drehten ein Ehrentänzchen. Dann ging‘s los:
Der Fanfarenzug, sonst in schmuckem Blau, bot ein lustiges Bild in gestreiften, geblümten oder gar rüschenverzierten Nachthemden zog er mit kräftigem Spiel durch die Straßen, die Kerbborsche mit dem Selleriekranz und dem Leiterwagen mit dem Kerbkuchen hinterdrein‚ ihnen folgten die Kerbborsehen 78 vom Ildt-Club, die Schoppenranchers, die Grottenmolche. Vorneweg fuhr Schorsch Ruchti als „Schrittmaeher“ und ab und zu machte er sogar Verkehrspolizist, um den lustigen Zug über gefährliche Kreuzungen zu lotsen.

Erster Halt „beim Eckert“, wo der Kerbkranz, wie eh und je – „seit Ewigkeiten“, meinte Alfred Eckert – und natürlich gab er als Dank für das Ständchen einen aus und auch noch was in die Kerbkasse – und bekam gleich noch ein Ständchen.
Weiter zog der lustige Zug, Meister Albert dirigierte ab und zu vom Leiterwagen aus, den Christa Jungermann zog, begleitet von drei hübschen kerzentragenden Mädchen, zum „Alt-Dietzenbach“, wo sich die ganze Zeremonie wiederholte. Gleich um die Ecke herum wurde Ehrenstabführer Jakob Wolf ein Besuch abgestattet. Er ergrifft selbst den Taktstock und dirigierte „seine“ Musikanten.

Vorm „Wienerwald“ wurde nochmals kräftig gefeiert, dann wurde beim „Treppchen“ Schluß gemacht. Auch hier gab’s ein Ständchen, einen kräftigen Schluck zur Belohnung, aus der Bäckerei Staab wurden Berge von Kreppel herübergebracht und verteilt.

***

Die „Bobb“ ist natürlich wieder aufgetaucht, die Burschen vom Vorjahr, der Ildt-Club, hatte sie gemopst, das Rauben der Bobb gehört zur Tradition und natürlich auch das Wiederzurückfinden — sonst könnte sie ja nicht verbrannt werden.

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Text: Gudrun Ludewig
Fotos: Peter Keller

Quelle: Dietzenbacher Stadtanzeiger – Donnerstag, 1. November 1979

Die Kerb steht ins Haus (25.10.1979)

Die Kerb steht ins Haus

Umfangreiches Programm zum nächsten Wochenende

Dietzenbach (gs) — Die „Kerbbopp“ ist bereits fertig – die diesjährigen „Kerbborsche“ des Jahrgangs 1961 haben sie mit viel Mühe, Stroh und alten Kleidungsstücken am vergangenen Dienstag „zusammengeflickt“. Zum 225. Kirchweihfest wird damit eine alte Tradition fortgesetzt und entsprechend umfangreich ist auch das Programm, das sich die „Kerbborsche“ in Dietzenbach ausgedacht haben.

Die Feierlichkeiten beginnen bereits am kommenden Freitag nachmittag mit dem Aufstellen des Kerbbaums vor der „Licher Pilsstube“ in der Frankfurter Straße 80 mit anschließendem Antrinken der Kerb bei „Kerbvadder“ Buch. Am Samstag nachmittag ziehen die „Kerbborsche“ dann durch sämtliche Dietzenbacher Gaststätten und  Samstag abends ist großer Kerbtanz in der Wingertsberghalle.

Am Sonntagvormittag wird mit einem Umzug der „Kerbborsche“ durch Dietzenbachs Straßen zusammen mit dem SG-Spielmannszug der sogenannte Weckruf stattfinden, und abends ist dann wieder Kerbtanz – diesmal in der SG-Halle an der Offenthaler Straße.

Der Montagvormittag beginnt mit einem Frühschoppen bei „Kerbvader“ Buch in der Frankfurter Straße mit anschließendem Besuch des Kerbplatzes.

Am Dienstagabend wird dann am Trinkborn die „Kerbbopp“ verbrannt. Die anschließende „Trauerfeier“ findet beim „Kerbvadder“ Buch statt.

Am Samstag, dem 27. Oktober 1979, jährt es sich ja zum 225. Male daß die evangelische Kirche an der Darmstädter Straße eingeweiht wurde. Nach den Vorstellungen des Kirchenvorstandes soll  dieses Jubiläum mit einer Festwoche vom 28. Oktober bis 4. November gebührend begangen werden, wozu folgendes Programm erarbeitet wurde (soweit nicht anders vermerkt, finden alle diese Veranstaltungen im evangelischen Gemeindehaus, Darmstädter Straße, statt).

Sonntag, 28. Oktober: 10 Uhr, Festgottesdienst zur Eröffnung der Jubiläumswoche anläßlich des 225. Kirchweihfestes unter Mitwirkung des Jugendchores. Predigt: Propst Reinhard Walter, Offenbach.

Nach dem Festgottesdienst werden im Gemeindehaus einige Grußworte übermittelt. Es sprechen: Dekan Georg Blum aus Hainburg für das Evangelische Dekanat Rodgau, je ein Vertreter der Martin-Luther-Gemeinde Steinberg und der katholischen Pfarrgemeinde, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Rehschuh (oder Vertreter), Bürgermeister Dr. Friedrich Keller und ein Vertreter des Heimatvereins. Die Gemeinde ist – soweit die Plätze reichen – nach dem Gottesdienst ins Gemeindehaus eingeladen. Getränke stehen bereit.

Montag, 29. Oktober: Ab 14:30 Uhr sind alle älteren Gemeindeglieder zu einem Nachmittag mit einem abwechslungsreichen Programm eingeladen. Eine besondere Einladung gilt auch den Männern (nach der Kaffeepause gibt es noch Apfelwein). Im 1. Teil des Programms erfolgt ein Rückblick auf 225 Jahre ev. Kirche in Dietzenbach. Bilder, Dias, interessante Begebenheiten aus früherer Zeit werden vorgeführt und berichtet. Im 2. Teil werden Vertreter des Heimatvereins mit Gedichten und Liedern aus dem alten Dietzenbach für Stimmung sorgen. Ausreichend Kaffe und Kuchen werden kostenlos gereicht.

Die älteren Gemeindeglieder, die schlecht zu Fuß sind, werden gebeten, beim Pfarramt Süd, Telefon 23595 anzurufen: Sie werden dann abgeholt und natürlich auch nach Beendigung der Veranstaltung (etwa gegen 18 Uhr) wieder zurückgebracht.

Dienstag, 30. Oktober: 19.30 Uhr, traditioneller „Kerbschoppen“ unter Mitwirkung des Kirchenchores; Apfelwein, Bier und Würstchen stehen bereit.

Am Mittwoch, dem 31. Oktober 1979, findet keine Veranstaltung statt!

Donnerstag, l. November: Kinderfest im neuen Gemeindezentrum in der Rodgaustraße 40, und zwar um 10.30 Uhr: Das Darmstädter Puppenspiel (Rudolf Fischer) zeigt den Kasper-Krimi „Die Räuber Krips und Kraps und der Wunderschirm“ für Kinder von 4 bis 10 Jahren. Eintritt: 2.- DM.
15 Uhr: Buntes Programm, unter anderem mit: Flohmarkt, Dritte-Welt-Stand, Kuchen- und Puddingtheke, Tee für Kinder und Erwachsen, Basteln für 4- bis 6jährige (Mobile und Klebearbeiten); Töpfern für Kinder ab 10 Jahren; Quiz mit Preisverteilung.
17.15 Uhr: Man tanzt gemeinsam Volkstänze.

Freitag, 2. November: 20 Uhr, „Betrachtungen zur Geschichte der evangelischen Kirche in Dietzenbach“. Es sprechen Otto Mau und Hans Schmandt.


Aufhebung der Sperrzeiten,

Wie das Ordnungsamt der Stadt Dietzenbach mitteilt, wird aus Anlaß der Kirchweih die Sperrzeit für alle Schank- und Speisewirtschaften an folgenden Tagen aufgehoben: Vom Samstag (27.l0.) auf Sonntag (28.10.), vom Sonntag auf Montag (29.10.), und vom Montag auf Dienstag (30.10.).


Samstag, 3. November: 10 Uhr, „Kinder malen die evangelische Kirche“. Ausstellung der Bilder. (Ende der Ausstellung um 17 Uhr).

Sonntag, 4. November: 10 Uhr, Gottesdienst zum Reformationsfest und zum Abschluß der Festwoche.

10 Uhr: Geistliche Musik. Joh. Seb. Bach: Psalm 51, Kantate Nr. 18, Kantate Nr. 106. Ausführende: Jugendchor und Kirchenchor der ev. Kirchengemeinde. Leitung: Ruth Wiegang. Unkostenbeitrag: 5 Mark; Schüler und Rentner 3 Mark.

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Mit viel Mühe, Stroh und alten Kleidungsstücken haben sich die „Kerbborsche“ des Jahrgangs 196l ihre „Kerbbopp“ gebastelt. Am Dienstagabend, dem 30. Oktober wird das schöne Stück am Trinkborn verbrannt. Die anschließende „Trauerfeier“ findet bei „Kerbvadder“ Buch statt.
Foto: Giesa


Dietzenbacher Kerblied

1. Es welken alle Blätter, sie
fallen alle ab (Refrain: uff
die Kerb), und mein Schatz
hat mich Verlassen, ist jahre-
lang schon fort (uff die
Kerb).

2. Ins Kloster wollt sie ge-
hen. Wollt werden eine Nonn
(uff die Kerb) und drum will
ich die Welt durcheilen, bis
daß ich zu ihr komm (uff die
Kerb).

3. Im Kloster angekommen,
ganz leise kIopf ich an (uff
die Kerb), gebt heraus die
jüngste Nonne, die zuletzt
ins Kloster kam (uff die
Kerb).

4. ’s ist keine angekommen,
wir geben auch keine raus
(uff die Kerb), denn was drin
ist, das muß drin bleiben, im
schönen Nonnenhaus (uff
die Kerb).

5. Was steht da hinter der
Türe, schneeweiß war sie
gekleidt, und ihr Haar war
abgeschnitten, zur Nonn
war sie bereit (uff die Kerb).

6. Was trägt sie unter der
Schürze, ne Flasch‘ Cham-
pagnerwein. Nimm sie hin,
du Herzallerliebster, das so11
der Abschied sein (uff die
Kerb). gs


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Die lange Tradition der „Kerbborsche“ in Dietzenbach wird mit diesem alten Foto deutlich, das etwa um die Jahrhundertwende entstanden ist. Darauf sind die Kerbborsche des Gesangvereins „Sängerkranz“ zu sehen, die sich vor ihrem damaligen Vereinslokal „Zur Post“ an der Schäfergasse d Ecke Bahnhofstraße versammekt haben.


Vereine laden zum Kerbtanz

Dietzenbach (lu) — Aus Anlaß des 225. Kirchweihfestes laden verschiedene Dietzenbacher Vereine alle Mitglieder, Freunde und Gönner zum traditionellen Kerbtanz ein.

Während die TGS Dietzenbach am Samstag ab 20 Uhr ins Reinhard-Göpfert-Haus (Nelkenweg) zum Kerbtanz einlädt, will die Turngemeinde –  ebenfalls am Samstag ab 20 Uhr – in der Halle auf dem Wingertsberg kräftig auf die Pauke hauen. Dort wird die Tanz- und Showband „Allsound“ für die richtige Stimmung sorgen.

Das „Alegro-Quartett“ wird – auch am Samstag um 20 Uhr – zum Kerbtanz der SG Dietzenbach im Vereinshaus an der Offenthaler Straße aufspielen. Die Sängervereinigung „Germania Frohsinn“ bittet dagegen am Kerbmontag, 29.10. ihre Mitglieder, Freunde und Gönner zu einem gemütlichen Beisammensein ab 19 Uhr in den Wingertsbergsaal. Für Unterhaltung hat der Vergnügungsausschuß natürlich gesorgt, und die Wirtsfamilie Werkmann bürgt dafür, daß auch das leibliche, Wohl nicht zu kurz kommt.

Die lange Tradition der „Kerbborsche“ in Dietzenbach wird mit diesem alten Foto deutlich, das etwa um die Jahrhundertwende entstanden ist. Darauf sind die Kerbborsche des Gesangvereins „Sängerkranz“ zu sehen, die sich vor ihrem damaligen Vereinslokal „Zur Post“ an der Schäfergasse d Ecke Bahnhofstraße versammekt haben.

 

Quelle: Dietzenbacher Stadtpost 25.10.1979 Nr. 43

Diese Kerb: ein guter Neubeginn (02.11.1978)

Diese Kerb: ein guter Neubeginn

Als am Kerbmontag beim Frühschoppen in der „Linde“ kein einziges Plätzchen mehr zu finden war, als die Leute dennoch für jeden Neuankömmling noch ein bißchen dichter aufeinanderrückten, als der Arthur Fenn die Sänger vom „Sängerkranz“ zu immer neuen Liedern dirigierte, als der Jürgen Heyer vergnügliche Lieder zur Gitarre sang — da kam doch fast ganz richtige Kerbstimmung auf. Beim „Eckert“ in der Babenhäuser Straße hing der grüne Selleriekranz – wie es sich in Dietzenbach von eh und je gehört, nicht das „landfremde“ Fichtekränzi – am Haus, gewunden vom 83jährigen Heinrich Philipp Göckel, der das nun schon seit vielen Jahren tut: als die Kerbborschen noch durch die Straßen zogen, als diese alten Bräuche fast ausgestorben schienen und nun, wo auch die Dietzenbacher wieder zu entdecken scheinen wie hübsch der Väter alte Sitten doch waren.

Vier Jahre ist es nun her, da schrieb die Stadtpost zur Kerb, tröstlich, daß es doch noch einiges Vergnügliche – den Kerbplatz mit vielen Kindervergnügungen, Kerbtanz, fröhliche Runden in den Gaststätten – gebe, wenn auch leider die alten Kerbbräuche, wie sie Heinrich Berz so anschaulich beschrieben hat, wenig mehr übriggeblieben sei.

Das nun wollten einige Männer nicht auf Dietzenbach sitzen lasen‚ Willi Schreiber, Jakob Klößmann, Werner Dutine, Heinz Eberhard zogen vom „Treffpunkt“ aus in den Wald und holten einen Kerbbaum ein, die erste Kerbbopp wurde – auch das alter Brauch – gestohlen und so vergnügte man sich, ohne daß es der Bevölkerung allzu deutlich wurde, drei Jahre. „Wir waren ja nur Kerb-Opas“, meint Willi Schreiber heute mit leiser Selbstironie. Zum Abschied von ihrem Kerbborschendasein hatten sie sich im vergangenen Jahr etwas ganz Neues einfallen lassen:

Mit klingendem Spiel und lustig gewandet zog der SG-Fanfarenzug beim Wecken zur Kerb durch die Straßen. Die neue Form hat allseits viel Anklang gefunden. Foto: Latzke

eine „Kerblies“ wurde an den Baum gebunden, „die war so schön, daß in einer Dietzenbacher Wirtschaft der Wirt eine Ehrenrunde mit ihr drehte“.
In diesem Jahr nun ist der Sprung in die Offentlichkeit gelungen: in den jungen Männern des „Ildt-Clubs“‚ eines Geselligkeitsund Schoppenvereins, der für jeden Ulk und fröhliche Gemeinschaft gut ist, fanden sich jüngere Kerbburschen und der wiedergegründete SG-Fanfarenzug ließ den „Weckruf“ zur Kerb wiederaufleben.
Am Freitagnachmittag schon ging es los: aus dem Walde wurde der stattliche Kerbbaum geholt und vor der Licher Pilsstube, wo „Kerbvadder“ Horst Buch residiert, buntbebändert aufgestellt.
Der „Borsch“, mit Stroh ausgestopft, mit alten Kleidern angezogen, ein Friseurkopf ließ ihn direkt als „Schönling“ erscheinen, wurde auf seinem Stuhl hoch in die Luft gesetzt.
Am Abend kamen die Kerbborschen mit ihren Strohhüten zusammen, Rainer Wagner hatte die Kerbrede, die ihm der letzte „echte“ Kerbborschenjahrgang übergeben hatte, aktualisiert, das Ker-
b1ied‚ auch das noch von anno dazumal, wurde gesungen. Kerbvadder Buch stärkte die Mannen nach so viel Anstrengung mit einer kräftigen Erbsensuppe.
Der Kerbsamstag brachte fröhliches Treiben auf dem Kerbplatz und in den Gastwirtschaften, der Kerbsonntag schon am frühen Morgen den „Weckruf“. Mit einem Ständchen des Fanfarenzuges
beim Kiosk Braun, wo sich der Zug formiert hatte, ging es los, angeschlossen hatten sich auch die „Schoppen-Rangers“ aus der „Guten Quelle“ und der TT und FF-Club 77 der „Harmlosen“ aus der
„Linde“, die die Original-Kerbfahne von 1947 (von Franz Raab zwei Tage gut bewacht) mit sich führten, die jahrelang bei der „Eis-Dorthel“ treu aufbewahrt worden war.
Die Dietzenbacher, sonst doch eher ein ruhiger Menschenschlag, waren an diesem Kerbsonntagvormittag „außer Rand und Band“, wie es einer formulierte, der im Zuge mitzog. Sie kamen aus den Häusern und tanzten auf den Straßen und brachten Trinkbares an. Zu trinken gab es natürlich auch bei den einzelnen Stationen: Licher Pilsstube – Alt-Dietzenbach (wo Wirt Werkmann auf der Straße Tische aufgestellt hatte und viel Beifall damit fand) – Treppchen-Linde. „Das hab ich seit Jahren nicht mehr erlebt“, stellte Gärtner Gall gerührt fest und bewirtete die Kerbborschen spontan.
Ein Erlebnis, das die, die dabei waren, wohl nie vergessen werden, fand in der Wilhelm-Leuschner-Straße statt: Jakob Wolf, einst vor mehr als 25 Jahren Stabführer des damaligen  Spielmannszuges überreichte dem Stabführer des neuen SG-Spielmannszuges den Stab, den er die ganzen Jahre in Ehren gehalten hatte. Albert Meissner trat zurück ins letzte Glied und ließ Jakob Wolf noch einmal den Stab führen. Die „Kleine Garde“ klang auf. Der SG-Fanfarenzug wird, so verlautet – um die Kontinuität der Tradition zu wahren – dem verdienten Jakob Wolf zum „Ehrenstabführer“ ernennen.

Mitsamt Baggagewagen, von Philipp Keim und Schorsch Holzmann mitgeführt – konnte man denn bei diesem ersten Versuch ahnen, wie vorzüglich man unterwegs mit Speis und Trank versorgt werden würde? – kam man schließlich in der „Linde“ an. „Als wir die Linde zum Abschluß bestimmten“, meint Georg Ruchti, der Vorsitzende des Fanfarenzuges, „wußten wir noch nicht, daß unsere SG-Halle termingemäß fertig sein wird.“
Die Kerb 78 war rundherum ein Erfolg. „Auch die Stadt“, so Bürgermeister Dr. Keller „muß den Fanfarenzug und den Burschen vom Ildt-Club herzlich danken für ihre Initiativen zur Wiedererweckung alter Bräuche.“ Sie sind, so hatte es zumindest den Anschein, auf Interesse gestoßen. Nun kommt es, wenn dieser Schwung nicht verpuffen soll, darauf an, daß der „richtige“ Jahrgang im nächsten Jahr die Sache in die Hände nimmt.   lad

Quelle: Dietzenbacher Stadtpost 02.11.1978

Kerbborsche führten Regiment (31.10.1978)

Neuer alter Brauch kam bei der Kerb hervorragend an

Dietzenbach (lad) — Heute, Dienstagabend, kurz nach 20 Uhr, wird die Kerbbobb vom bunten Kerbbaum vor der Licher Pilsstube in der Frankfurter Straße heruntergeholt und feierlich verbrannt. Die Kerb 1978 ist damit beendet.

Sie brachte etwas ganz Neues oder vielmehr die Wiedererweckung eines uralten Brauches: Erstmalig übernahmen wieder „Kerbborschen“ das Regiment. Sie hatten am Freitagnachmittag den stattlichen Baum aus dem Wald geholt, bunt geschmückt mit Bändern und Luftballons und den „Borsch“ mit Stroh ausgestopft und alten Kleidungsstücken“ angezogen, bevor sie ihn auf einen Stuhl hoch am Baume postierten.
Für alle diese Mühen – und als Stärkung wohl für die noch vor ihnen liegenden Strapazen – servierte „Kerbvadder“ Horst Buch den Kerbborschen 78 eine kräftige Erbsensuppe. Rainer Wagner hielt die Kerbrede. Er hatte Kerbrede und Kerblied aus den Händen des letzten aktiven Kerbborschen-Jahrgangs‚ der 1947 die letzte „richtige“ Kerb feierte, erhalten und aktualisiert.
Unter dem Ansturm der „Moderne“ war in der Zwischenzeit der alte Brauch eingeschlafen gewesen, 1974 hatten einige Dietzenbacher – allen voran Willi Schreiber, Jakob Klößmann, Werner Dutine und vor allem auch der kürzlich so tragisch verunglückte Heinz Eberhardt – die Sitte wieder versucht aufleben lassen, doch ihnen, die sich selbst mit leiser Selbstironie als „Kerbopas“ bezeichnen, gelang es nicht, die alte Kerbburschenseligkeit wieder so richtig populär zu machen.

19781031_offenbachpost_1_001Der neue alte Brauch, die Kerb von Kerbborsche regieren zu lassen, kam hervorragend an. Beim neuen SG-Fanfarenzug, dem Ildt-Club und den Schoppe-Rangers fand man begeisterte Mitstreiter. Foto: Latzke

Der neuerliche Versuch stand dagegen von Anfang an unter gutem Vorzeichen: in dem noch jungen wiedergegründeten SG-Fanfarenzug fand sich ein aktiver Verbündeter. Die „Kerbborschen“ – alles Mitglieder des Ildt-Clubs, eines Geselligkeitsvereins und
„Schoppefußballer“, zumeist vom Jahrgang 55 — und die Spielmannsleute fanden sich am Sonntagmorgen zum ersten „Weckruf“ nach dreißig Jahren zusammen. Beim Zug durch die morgendlichen Straßen – von Gasthaus zu Gasthaus sich bewegend – machte die Bevölkerung spontan mit. „Das haben wir in Dietzenbach noch nicht erlebt“ war zu hören als gar auf der Straße gesungen und getanzt wurde.
Das beeindruckendste Erlebnis aber fand in der Wilhelm-Leuschner-Straße statt: Jakob Wolf, der letzte amtierende Stabführer des ehemaligen Spielmannszuges, überreichte spontan Albert Meissner, dem Stabsführer des neuen SG-Spielmannszuges‚ seinen Dirigentenstab‚ den er über 25 Jahre gehütet hatte. Der Bitte, noch einmal selbst in Aktion zu treten, kam Jakob Wolf nach und dirigierte unter großem Beifall „Die kleine Garde“.
Der SG-Fanfarenzug will auch im kommenden Jahr den Kerbborschen Hilfestellung leisten. Nach dem Erfolg dieses Jahres hofft man, daß nun im nächsten Jahr der „richtige“ Jahrgang sich als Kerbborschen zur Verfügung stellt.

Quelle: Offenbach Post 31.10.1978

Ein paar Burschen des „Ilt-Club“ sind entschlossen… (1977?)

Ein paar Burschen des „Ilt-Club“ sind entschlossen, die Dietzenbacher Kerb-Bräuche nicht sterben zu lassen. Da sich in diesem Jahr kein verantwortlicher Jahrgang gefunden hat – es gibt daher weder „Kerbborschen“ noch eine „Bob“ übernimmt der „Ilt-Club“ am Freitag, 28. Oktober, zwischen 16 und 17 Uhr das Aufstellen des traditionellen Kerbbaumes in der Frankfurter Straße 80 (vor der Gaststätte „Licher Pilsstuben“. Am Dienstag, 1. November, wird die Kerb am selben Platz „zu Grabe getragen“.

Quelle: unbekannt – vermutlich 1977

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