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EINEN SONNTAGSKUCHEN-BRINGSERVICE (01.11.2006)

 

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EINEN SONNTAGSKUCHEN-BRINGSERVICE boten die von „Vadder“ Markus Rill angeführten Dietzenbacher Kerbborsche den Bewohnern der Altstadt – und die machten vom süßen Angebot eifrig Gebrauch. Indes: Beim Kirchweihfest, das in der Kommune am Bieberbach seit 1754 Ende Oktober/Anfang November gefeiert wird, konnte vom vergangenen Freitag bis zum gestrigen Dienstag auch deftiger Kost a la Hausmacher zugesprochen werden. In der Licher-Pilsstube, dem Hauptquartier der 16-köpfigen Burschenschar, beim traditionellen Sängerfrühschoppen am Montagmorgen, auf dem Rummel im Bereich Harmonieplatz/Landwehrstraße, im Festzelt vor dem Feuerwehrmuseum und beim Kerbschoppe-Ausklang im Domizil der evangelischen Christuskirchengemeinde gab’s den obligatorischen Dreiklang: Speis, Trank und Geselligkeit. (kÖ/DZ-Foto: Jordan)

 

Quelle: Dreieich Zeitung 01.11.2006

Singen, Schnaps und Streußelkuchen (30.10.2006)

 

Singen, Schnaps und Streußelkuchen

Kerbborschen servierten einigen Dietzenbachern das Frühstück / Nachwuchs steht schon fest / Derbe Zelt-Olympiade

Dietzenbach (ing) * Es lebe die Kerb, es lebe die Tradition! Nach 22 Jahren waren im Jahr 2004 die Kerbborschen wieder aktiv, und auch in diesem Jahr sind sie wieder angetreten, um den Dietzenbachern allerlei Spaß und Schabernack zu servieren. 16 an der Zahl; Nachkommen fürs nächste Jahr sind teilweise schon gesichert. Nachdem am Freitag der Kerbbaum mit Selleriekranz und Kerbbobb „Schlabbesebbel“ vor der Licher Pilsstube aufgestellt wurde, folgten Gottesdienst und Ansprache von Kerbpfarrer Markus Rill. Dessen Vater, Drechsler Rainer Rill, einst selbst „Kerbborsche“ wie es in Dietzenbach heißt, steckte seinen Sohn mit dieser Begeisterung an. „Ich finde die Tradition toll“, meint Rill junior. Und Kerbborsche Gerolf Baum ergänzt: „Dietzenbach hat ein paar Traditionen zu wenig. Heute kann ich als Kerbborsche beweisen, dass ich stolz auf die Stadt bin.“ Bis der Trubel allerdings losging, mussten einige Hürden genommen werden: Rund eineinhalb Monate vor dem Kirchweihfest trafen sich die Jungen im Alter von 18 bis 24 Jahren, um mit den Vorbereitungen zu beginnen. Sponsoren suchen, die 2006er-Fahne von Künstler Karl Heinz Wagner organisieren und die Kerbflagge herausgekramen. Ein weiteres Symbol des Dietzenbacher Frohsinns: Der fünf Liter Äbbelwoibembel mit Dietzenbacher Wappen und dem Schriftzug „Kerbborschen 2006″. um beim Kirchweihfest erkannt zu werden, trugen die Jungs schwarze Hose, weißes Hemd, Kreissäge (Strohhut) und nicht zu vergessen die knallrote Schärpe. Der Wanderpokal für die Kerbzelt-Olympiade am Samstag war so neu wie die Veranstaltung selbst. Die Idee hatten sich die 16 Burschen vor einem halben Jahr bei ihren Kollegen aus der Partnerstadt Neuhaus abgeschaut. Vier Teams traten an. Mit dabei die Kerbborschen, der Nachwuchs von 2007, ein Team aus Neuhaus sowie das „Darmstädter Stübl“. Die Teilnehmer mussten einiges vertragen: die Disziplinen waren teilweise hochprozentig. Harmlos begann es mit Weizenbier – ein Glas sollte innerhalb kürzester Zeit ordentlich gefüllt und schnell ausgetrunken werden. In Runde zwei galt es, einen Apfel aus einem mit Wasser gefüllten Behälter mit dem Mund herauszufischen und ihn in einen zweiten Eimer zu transportieren. Die Gaudi war groß, als einige dabei den ganzen Kopf unter Wasser steckten, weil sie den Apfel nicht zu fassen kriegten. Nichts für schwache Mägen war nachfolgende Disziplin: Ein Bier am besten „auf Ex“ trinken und 500 Gramm Kartoffelsalat hinterher essen. Die Verschnaufpause war nur kurz: Ein großes Glas Äppler, in dem ein Glas Persiko stand, wartete darauf, mit Sangria-Strohhalmen ausgetrunken zu werden. Nägel mit der schmalen Seite eines Beils in einen Holzbalken zu hauen, gelang dann nur noch denen, die noch einigermaßen klar sahen. Den Spaß-Wettkampf entschieden schließlich die Kerbborschen für sich. Danach ging es an den Schießstand, um Schmuck für die Kreíssägen zu schießen und anschließend auf eine zünftige Kneipentour. Auf dem Rummel ging der Betrieb gegen Abend erst richtig los: Schiffschaukel, Karussell und Autoskooter waren gut besucht. Viel Zeit zum Ausnüchtern blieb nicht: Um 9 Uhr gestern Morgen war der Weckruf angesagt. Mit Käse- und Streuselkuchen im Bollerwagen zogen die Burschen durch die Stadt; begleitet vom Ordnungsamt und einem alten Feuerwehrauto (Opel Blitz), das sich bemühte, mit dem Signalhorn die Leute aus dem Bett zu holen, während die Jungs mit heiseren Kehlen ihre Ware anpriesen. Auch die Mitarbeiter vom Ordnungsamt machten via Mikrofon Werbung für die 16 Jungs. Mit Erfolg: Mancher Dietzenbacher war noch im Schlafanzug, spendete aber bereitwillig mehr für den Kuchen als die geforderlen zwei Euro. Einige spendierten Schnaps und so stieg der Alkoholpegel stetig. Die Kameraden aus Neuhaus hielten sich lieber am Bier fest; der Äppler war nicht ihr Ding. Die Tour endete in der Licher- Pilsstube. Treffpunkt der Kerbborschen, wo später Bembel und Pokal ihren Platz finden werden.

 

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Auch wenn die Kerbborschen schon weg waren, ging auf dem Rummel am Harmonieplatz der Betrieb munter weiter.

 

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Noch im Schlafanzug waren manche Dietzenbacher, die den Weckruf der Kerbborscheri vemommen hatten und Käse- oder Streuselkuchen abkauften.

 

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So richtig den Kopf gewaschen haben  sich die Jungs beim Apfelfischen während der Kerbzelt-Olympiade. Ein Wanderpokal war der Gewinn.

 

Fotos (3): Zöllner

Quelle: Offenbach Post 30.10.2006

Kerbbaum steht nach kleiner Panne (28.10.2006)

 

Kerbbaum steht nach kleiner Panne

Dietzenbach (ing) – Dieses Mal hat es etwas länger gedauert als in den Jahren zuvor, bis der Kerbbaum vor der Licher Pilsstube stand. An kräftigen jungen Männern hat es nicht gelegen, denn in diesem Jahr sind es 16 Kerbburschen, die das ganze Wochenende sowie am Montag und Dienstag an schwarzer Hose, weißem Hemd, Hut und Schärpe zu erkennen sind. Nein, es lag an der Astgabel, mit deren Hilfe der Baum mit vereinten Kräften in die Höhe gestemmt werden sollte. Zweimal brach sie durch, und so mussten die Burschen ihre Manneskraft beweisen und zeigen, dass sie auch athletisch und nicht nur trinkfest sind. Mit Rat und Tat standen ehemalige Kerbburschen zur Verfügung, an Tipps mangelte es nicht. Dass es sie überhaupt wieder gibt, ist den Ehemaligen der Jahrgänge 1977 bis 1982 zu verdanken, die im Jahr 2004 die Tradition wieder auleben ließen. Als der Baum  schließlich stand, gab’s Applaus. Alternativkleidung der Burschen sind dunkelblaue Pullover, auf deren Rückseite das Dietzenbacher Wappen prangt und „Kerbborsche 2006“ zu lesen ist. Heute ab 15 Uhr gibt es eine Kerb-Olympiade beim Feuerwehrmuseum (Rathenaustraße). Ansonsten sind die Burschen auf dem Rummel zwischen Harmonieplatz und Dietrich-Bonhoeffer-Schule anzutreffen, wo 21 Schausteller mit von der Partie sind.

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„Schlabbesebbel“ heißt die Kerbbobb, die unterm mit Bändern geschmückten Selleriekranz am Kerbbaum hängt. Am Dienstag, wenn die Kerb endet, fristet die Puppe ihr Leben. Foto: ing

 

Quelle: Offenbach post 28.10.2006

Die 252. Kerb findet vom 27. bis 30. Oktober statt (26.10.2006)

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Die Kerbborsche O. S. (von links), Sascha Becker, Markus Rill, Gerolf Baum, Stephan Haack und Michael Glaser, sowie Tristan Gibson (stehend) trafen sich zur Vorbereitung in der Licher Pisstube. Text/Foto: Kammermeier

 

Die 252. Kerb findet vom 27. bis 30. Oktober statt

Kerbborschen bereiten vor

Dietzenbach (tsk^) – Die neue „Kerbborsche“-Mannschaft besteht in diesem jahr aus 15 Mitgliedern. Sie trafen sich jeden Freitag abend, um gemeinsam zu singen und in der Licher Pilsstube alles Organisatorische für das Fest zu besprechen. Die Tradition der Kerbburschen war nach 1982 eingeschlafen und wurde im ]ahr 2004 zur 250. Dietzenbacher Kerb wiederbelebt. Infos zu den Kerbborsche, die neue Mitstreiter für das nächste Jahr suchen unter:
www.kerbborsche-dietzenbach.de

 

Quelle: Stadpost Dietzenbach 26.10.2006

Die fünf phantastischen Tage von Schlabbesebbel und Gefolge (25.10.2006)

 

Die fünf phantastischen Tage von Schlabbesebbel und Gefolge

Kerb in der Altstadt: Freitag bis Dienstag Karussell, Konzert und Kääskuche

Dietzenbach (cz) * „Es welken alle Blätter, sie fallen alle ab – uff de Kerb…“ Dieses Lied wird von Freitag. 27. bis Dienstag, 31. Oktober, wieder zum Hit, wenn in Dietzenbach die 252. Kirchweih gefeiert wird. Auch in diesem Jahr haben sich wieder junge Männer gefunden, die einen alten Brauch zum Leben erwecken. lhre Kerbbobb (Kerbpuppe) haben die Kerbborsche (Kerbburschen) bereits gebastelt. Sie heißt „Schlabbesebbel“ und wird am Freitag, 27. Oktober, um 16.30 Uhr an der „Licher Pilsstube“ (Frankfurter Straße), dem Hauptquartier der 16 Burschen, an den Kerbbaum gehängt. Wenn sie nicht gerade Termine haben, sind die Burschen auf dem Kerbplatz anzutreffen. Denn Karussell, Autoskooter und Schiffsschaukel dürfen nichl fehlen. Dafür sorgt Peter Stein, der insgesamt 21 Schaustellergeschäfte, darunter die verschiedensten Vergnügungs- und Verkaufsstände sowie lmbissbuden, zwischen Harmonieplatz und Dietrich-Bonhoeffer-Schule ankündigt. Von Freitag an ist täglich ab 14 Uhr Betrieb in der Altstadt; am Dienstag ist Familientag mit ermäßigten Fahrpreisen und Sonderangeboten an allen Ständen, Keine Kirchweih ohne Kirche: Nach dem Kerhgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchores am Freitag um 19 Uhr in der evangelischen Christuskirche (Darmstädter Straße) eröffnet Kerbparrer Markus Rill um 21 Uhr die Kerb an der „Licher Pilsstube“. Mit dabei sind seine Mitstreiter Gerolf Baum, Sascha Becker, Marco Krebs, Michael Losse, Sebastian Wältz. Philipp Keim, O. S., Dennis Nalbach, Kersten Wurm, Frank Vieweg, Jonathan Beck, Stephan Haack, Michael Glaser, Benjamin Heidenreich und Tristan Gibson. Der FC Dietzenbach feiert im Rahmen der Kerb am Freitag ab 19 Uhr in der Vereinsgaststätte am Waldstadion (Offenthaler Straße) ein Oktoberfest. Eingeladen sind alle, die Lust auf Gaudi bei zünftigem Essen wie Weißwurst, Fleischkäse, Brezel und einem Maßkrug Bier haben. DJ Sandro Perri wird für Stimmung sorgen. Die Feuerwehrvereinigung richtet ihre traditionelle Zeltkerb am Museum (Rathenaustraße) aus. Geöffnet ist am Kerbsamstag ab 15 Uhr, am Sonntag ab 14 Uhr und am Montag ab 13.30 Uhr. Im gut beheizten Zelt gibt es Getränke, Gyros, Thüringer Bratwürstchen, Rindswürste und Fischbrötchen sowie eine gut sortierte Kuchentheke. Am Samstag um 15 Uhr findet eine Zeltkerb-Olympiade statt, bei der es fünf kleine Spiele zu absolvieren gilt. Ausrichter sind die Dietzenbacher Kerbborsche, die ihre „Kollegen“ aus der  Partnerstadt Neuhaus am Rennweg zu Gast haben. Ein Konzert der besonderen Art ist am Samstag um 19.30 Uhr geplant. Die Kantoreien des Dekanates Rodgau und die Kantorei der Christuskirchengemeinde geben gemeinsam ein Konzert in der Kirche. In dem Konzert, zu dem die beiden Chöre für die gesamte Probezeit in einem Projekt zusammenkamen, stehen die Komponisten Joseph Haydn, Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy im Mittelpunkt. Solisten sind Carola Maute (Sopran). Viola Kremzow (Alt), Johannes Nohl (Tenor), Michael Goos (Orgel) sowie ein Instrumentalensemble. Der Eintritt ist frei, um eine Spende am Ausgang, wird gebeten.  Zu den Höhepunkten der Kerb zählt am Sonntag ab 9 Uhr der Weckruf: Dann ziehen die Kerbburschen durch die Stadt und verkaufen Riwwel- und Kääskuche. Kuchenspenden werden in der Pilsstube gerne ertgegengenommen. Beginn ist bei „Blumen-Hartmann“, weiter geht es vorbei an der neuen Ausscheller-Skulptur zur Pilsstube. Die Anwohner auf der Route werden noch durch einen Flyer darauf aufmerksam gemacht.  Der Arbeitergesangverein „Vorwärts“ lädt zum Kerbfrühschoppen am Mnntag um 11 Uhr in die Gaststätte „Alt Dietzenbach“ (Marktstraße 21) ein. Der Frühsschoppen des Sängerkranzes beginnt um 11.30 Uhr im Wirtshaus „Zur Linde“ (Darmstädter Straße). Anschließend gibt es Bewirtung im Feuerwehrzelt von Alt-Kerbparrer Peter Maul. Den von vielen Gästen stets heiß ersehnten Abschluss der Kerb macht der „Kerbschoppe“ im Gemeindehaus der Christuskirche (Pfarrgasse 3) am Dienstag ab 19  Uhr. Zeitweise werden die Kerbborsche zu Gast sein, die um 20.15 Uhr mit einer Prozession zur Kirche wandern, um anschließend die Kerb an der Pilsstube gegen 21 Uhr zu begraben. Doch nach der Kerb ist vor der Kerb: Neue Borsche werden immer gesucht. Interessenten können sich im Internet über das Programm und die Geschichte informieren. @ www.kerbborsche-dietzenbach.de

 

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Schlabbesebbel heißt die neue Kerbbobb, die (von links) Markus Rill, Benjamin Heidenreich und Gerolf Baum gebastelt haben. Nicht auf dem Bild, aber auch am Bau beteiligt, war Maroc Krebs. Foto: p

 

 

Quelle: Offenbach Post 25.10.2006

Herbsttradition in Dietzenbach (25.10.2006)

 

Herbsttradition in Dietzenbach

Kerbmarathon für die Schärpenträger

Dietzenbach (DZ/Kö) – Mit den traditionellen „Zutaten“ kann die diesjährige Dietzenbacher Kerb aufwarten. Von Freitag (27.) bis Dienstag (31.) wird gefeiert. Der Harmonieplatz mutiert zu einem kleinen Rummelplatz-Karree, und Kerbborsche gibt es auch wieder. Die Vorjahrestruppe, verstärkt um einige Neuzugänge, steht in den Startlöchern, bereit für den feucht-fröhlichen Marathon: 16 Schärpenträger, angeführt von „Vadder‘ Markus Rill, die die Licher-Pilsstube an der Frankfurter Straße als „Kerbhauptquartier“ in Beschlag nehmen – alles wie gehabt. Vor und in der Gaststätte kommt der Schwof am Freitag mit dem Baum-Aufstellen (gegen 16 Uhr) und der Kerb-Ansprache (ab 21 Uhr) auf Touren. Am Samstag treten die Borsche ab 15 Uhr vor dem Feuerwehrmuseum an der Rathenaustraße zur Kerbzelt-Olympiade an, am Sonntag ist ab 9 Uhr das beliebte Zeremoniell „Weckruf und Kuchenverkauf in der Altstadt“ angesagt, am Montag sind Rill und Co. ab 10 Uhr beim Sänger-Frühschoppen in der „Linde“, Darmstädter Straße, zu Gast, und am Dienstag gibt es ab 20 Uhr den obligatorischen Rausschmeißer: die Kerb-Grabrede. Schauplatz des Finales ist die Licher-Pilsstube. Eingebunden ins Geschehen wird natürlich auch die Christuskirchengemeinde, denn schließlich begründete die Weihe der evangelischen Kirche im (damaligen) Dorfkern am 27. Oktober 1754 die örtliche Kerbtradition im Herbst. Auf drei Termine, die in das verlängerte Festwochenende eingebettet werden, machen die Protestanten aufmerksam: Am Freitag beginnt um 19 Uhr in der Kirche an der Darmstädter Straße ein „Gottesdienst zur Kirchweih“. Am Samstag (28.) wird zu einem Konzert in das Gotteshaus eingeladen. Ab 19.30 Uhr präsentieren die Kantorei der Gemeinde, die Kantorei des Evangelischen Dekanats Rodgau sowie mehrere Solisten und ein Instrumental-Ensemble festliche Werke von Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der Eintritt ist frei. Im Gemeindehaus neben der Kirche heißt es am Dienstag ab 19 Uhr: „Hereinspaziert zum Kerbschoppe“. Ein letztes Prost… Und die Kerb 2006 wird Geschichte sein.

 

Quelle: Dreieich Zeitung 25.10.2006

Die Kerbburschen entpuppen sich (19.10.2006)

 

Die Kerbburschen „entpuppen“ sich

Kirchweih: Ein verzeihlicher Mord mit Ansage

Dietzenbach (mcr) * Die Täter hatten ihr wehrloses Opfer angezündet, einfach so, und dann auch noch genüsslich zugesehen. Doch der Mord aus dem letzten Jahr blieb ungesühnt. Alle 2005er-Kerbburschen sind auf freiem Fuß. Und jetzt rotten sie sich wieder zusammen, um zur Kerb 2006 das nächste arme Kerlchen ins Jenseits zu befördern. Es wird ein Mord mit Ansage, der Termin steht: Dienstag, 31. Oktober, 20 Uhr, an der „Licher Pilsstube“ – Kerbbobb-Verbrennung. Vorher wird natürlich gefeiert und weiteren Traditionen gehuldigt, die schon verloren geglaubt waren. Der aktuelle ist erst der dritte Kerbburschen-Jahrgang der Neuzeit; vorher hatte die Kirchweih 22 Jahre ohne Kerbburschen überdauern müssen. Die Ecke Frankfurter Straße / Weiherstraße, wo die Pilsstube als Freudenquell lockt, hat sich als Hauptquartier der Bande etabliert. Mehr als ein Dutzend Mannen zählt sie, es sind die selben wie im vergangenen Jahr. Erst 2007 wird der Wechsel vollzogen. Ein Grund mehr, jetzt richtig auf die Pauke zu hauen. Alles beginnt mit der Kerb-Ansprache am Freitag, 27. Oktober, um 21 Uhr vor der Pilsstube. Am Samstag, 28. Oktober, trotzt die Kerbgesellschaft im Festzelt am Feuerwehrmuseum (Rathenaustraße) ab 15 Uhr der sportlichen Abstinenz bei der Kerbzelt-Olympiade. Und der Sonntag, 29. Oktober, beginnt mit dem Weckruf um 9 Uhr, dem die Kerbburschen einen musikalischen Sturm durch Altstadt und Westend folgen lassen, um Kuchen an die ge- und erweckten Zeugen zu verkaufen. Bis Montag, 30. Oktober, bleibt Zeit zur Regeneration. Dann allerdings will der Sängerfrühschoppen im Wirtshaus „Zur Linde“ (Darmstädter Straße) gefeiert werden – Gelegenheit, vor der Kerbbobb-Verbrennung alle Hemmungen herunterzuspülen.

 

Quelle: Offenbach Post 19.10.2006

Echte Männer basteln Puppe (2005)

 

Echte Männer basteln Puppe

Auftakt der Kirchweih: Kerbbobb „Lumbesack“ ist fertig, das Programm auch

Dietzenbach (jw) Nach ihrer Wiedererweckung anlässlich der 250. Kirchweih im vergangenen Jahr steht nun eine neue Generation Kerbburschen in den Startlöchern, um die zwischenzeitlich fast in Vergessenheit geratene Tradition fortzusetzen. Bevor  sie losgelassen werden, lädt die evangelische Christuskirche für Donnerstag, 27. Oktober, dem eigentlichen Tag der Kirchweihe, um 19 Uhr zu einem Kerbgottesdienst ein. Die Chöre des Gotteshauses gestalten den Gottesdienst mit, die Kollekte ist für die Erdbebenopfer in Pakistan gedacht. Zum Auftakt der weiteren Festlichkeiten stellen die elf Kerbburschen dann am nächsten Freitag, 28. Oktober, um 16.30 Uhr den Kerbbaum vor ihrer Schaltzentrale, der „Licher Pilsstube‘, auf. Natürlich darf da die Kerbbobb nicht fehlen, die zur 251. Auflage der Dietzenbacher Kirchweih den klangvollen Namen „Lumbesack“ trägt. Weiter geht es an gleicher Stelle um 20 Uhr mit der Ansprache der Kerbpfarrer Markus Rill und O.S.. Am Sonntag, 30. Oktober, kracht es richtig, wenn ab 9 Uhr der Weckruf der Kerbburschen durch die Straßen der Stadt hallt. Wie gehabt bringen die jungen Männer während ihrer Tour von der Gärtnerei Hartmann in der Rathenaustraße, durch die Gassen der Altstadt und des Westends bis zur Pilsstube selbst gebackenen und gesponserten Kerbkuchen unter die Leute. Zum Sängerfrühschoppen trudeln die Elf am Montag, 31. Oktober, um 11.30 Uhr im Wirtshaus „Zur Linde“ (Darmstädter Straße) ein.  Und am Dienstag, 1. November, begeben sich die Kerbburschen um 15.30 Uhr auf eine Stippvisite zum Seniorenchor ins Reinhard-Göpfert-Haus (Weiherstraße 24).  Ab 19 Uhr begeht die Christuskirche den traditionellen Kerbschoppen im Gemeindehaus (Pfarrgasse 3).  Zu haben sind Hackbraten, Fleisch- und Bratwurst, Kartoffelsalat und die ganze Palette an Trinkbarem. Bereichert wird der Abend durch die eine oder andere Einlage in Form von Liedern, Gedichten und kurzen Vorträgen. Um 20.15 Uhr folgt die Prozession der Kerbburschen zum Ursprung, der 1754 eingeweihten Christuskirche. Das „traurige“ Ende steht gegen 21 Uhr an, wenn die Kerbburschen zur Grabrede und anschließender Kerbverbrennung des „Lumbesacks“ vor der „Licher Pilsstube“ antreten.

 

Lumbesack“ heißt die Kerbpuppe, die Markus Rill. Sascha Becker, Marco Krebs und Gerolf Baum gebastelt haben.

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Quelle: unbekannt

Die Kerbburschen der Neuzeit als Geburtshelfer des „Lumbesacks“ (2005)

 

Die Kerbburschen der Neuzeit als Geburtshelfer des „Lumbesacks“

Kirchweih ’05: Wie alte Traditionen vom Nachwuchs wiederbelebt werden

Dietzenbach (jw) Der Herbst ist eingeläutet und großen Schritten rückt die Kerb heran 22 lange Jahre musste das Dietzenbacher Kirchweihfest ohne Kerbburschen auskommen. Bis sich im vergangenen Jahr, zum 250. Jubiläum, ehemalige Würdenträger aus den Jahren ‘77 bis 82 zusammenrauften, um die fast in Vergessenheit geratene Tradition mit neuem Leben zu erfüllen. Zudem hatten sich die „Alten“ um Reiner Wagner und Rainer Rill In den Kopf gesetzt, junge Männer zu finden, die in ihre Fußstapfen treten. Mit Erfolg: Nach der Kerb 2004 stellten sie die Nachwuchskräfte vor. die in diesem Jahr als Kerbburschen durch die Stadt ziehen werden. Mittlerweile ist die Gruppe auf elf Mitglieder angewachsen. Sie kennen sich seit dem Kindergarten oder ihrer Schulzeit und wollen an den alten Gepflogenheiten festhalten. „Mich hat ein Freund, der in Götzenhain Kerbbursche ist, darauf gebracht. Es ist einfach eine lustige Angelegenheit“. erzählt Gerolf Baum. Seit nunmehr drei Wochen stecken die jungen Männer in den Vorbereitungen für ihren großen Auftritt. Freitags um 20 Uhr trifft sich Gerolf mit O. S., Sebastian Wältz, Philipp Keim, Sascha Becker, Dennis Nalbach, Kersten Wurm, Marco Krebs, Michael Losse, David Biggeleben und Markus Rill zum Kerbburschen-Stammtisch in der „Licher Pilsstube“.Wer Lust hat. kann gern mitmachen. Je größer die Gruppe, umso lustiger wird es“, ist sich Baum sicher. Hinzu kommen die Gesangsproben montagabends. Unter der Leitung von Rainer Rill studieren sie unter anderem das Kerblied ein. Bevor die Kerbburschen den Kerbbaum aufstellen und mit dröhnendem Weckruf durch die Gassen ziehen, stehen noch einige Aufgaben an. Ansprachen müssen verfasst. Kuchen gebacken und der Kerbbobb gebaut werden. „Den Kuchen backen wir selbst“, erzählt Baum. Die Kerbburschen freuen sich aber über jede Spende. Drei Kuchenbleche sponsert der Verein für Schutz- und Gebrauchshunde Obendrein haben sich die neuen Kerbburschen vorgenommen, eine weitere Tradition wieder auf zunehmen. „Wir wollen auch eine Kneip-Kur machen.“ Erste Entscheidungen sind gefallen: Markus Rill und O. S. werden als Kerbpfarrer die Truppe anfuhren. Auf dem Umzug die Fahne hochhalten wird Marco Krebs, zum Wembelträger ist Sebastian Waltz gekürt. Im vergangenen Jahr hieß der Kerbbobb noch „Hannebambel“; dieses Mal hört er auf den Namen „Lumbesack“. „Wir brauchten erst mal einen Namen, ehe wir ihm eine Gestalt geben können“, verrät Gerolf. ln der kommenden Wochen wollen die Kerbburschen dann mit dem Bau beginnen. Die Eckdaten des Kerbburschen-Lebens stehen fest: Am 28 Oktober stellen die Elf um 13.45 Uhr den Kerbbaum an der „Licher Pilsstube” auf. Um 20 Uhr folgt an selber Stelle die Ansprache der Kerbpfarrer. Am Sonntag. 30. Oktober, brechen die Kerbburschen um 9 Uhr zum gefunden, um Weckruf mit Kerbkuche- Verkauf auf. Zum Sängerfrühschoppen treten sie am Montag, 31. Oktober, um 11.30 Uhr im Wirtshaus „Zur Linde“ an. Die Prozession zur evangelischen Christuskirche ab 20.15 Uhr und die Grabrede mit Kerbverbrennung vor der Pilsstube um 21 Uhr beenden am Dienstag. 1. November, das Kirchweihfest.

 

Proben für den Ernstfall – elf junge Männer halten sich inzwischen zusammen Stadt ziehen die Tradition der Kerbburschen am Leben zu hallen.

Foto: Westphal

 

 

Quelle: unbekannt

 

Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz… (2005)

 

Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz…

und gelb wie Riwwelkuche: Altstädtische Weckruf-Prozession der Kerbburschen

Dietzenbach (jw) Sonntagmorgen. Herbstlich-grau hängt eine Dunstglocke überm schlafenden Städtchen. Doch was tut sich vor der Gärtnerei Hartmann? Wer wagt in aller Herrgottsfrühe eine Versammlung? Aufstand? Revolution? Am Sonntagmorgen? Niemand Geringeres als die Kerbburschen rufen zur Zusammenrottung. In Schale haben sich die jungen Kerls geworfen; weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz blendet ihr Outfit die müden Augen der Zaungäste. Die kalte Morgenluft tut ihr Übrigens und treibt die Müdigkeit aus den Knochen. Wer dann noch nicht erwacht Ist, ist es spätestens nach dem ersten Proberuf, den die Kerbburschen aus ihren Kehlen stoßen. Zwei Tage Kirchweih – sowas hinterlässt Spuren. Die Stimmbänder sind aufgeraut, im Ruf schwingt das Krächzen von erkälteten Krähen mit.

Nach der Generalprobe beladen die Kerbburschen ihr Handwägelchen mit Käse- und Streuselkuchen. Da lüften sich die ersten Rollläden: Anwohner kommen aus ihren Häusern, um einen Blick auf das Getümmel zu erhaschen und schon etwas von den Backwaren abzustauben. Selbst ein bisschen verblüfft stellen die elf Kerbburschen fest, dass sie bereits die Hälfte des Käsekuchens an den Mann gebracht haben, noch ehe die Verstärkung von der Musikervereinigung eingetroffen ist.

Vom Wingertsberg hinab tönt unvermittelt der Klang von Trompeten und Posaunen, ein Traktor mit ungewöhnlicher Ladung bahnt sich seinen Weg zur traditions- und kuchenbeladenen Prozession. Auf dem Anhänger haben Bläser und TrommIer der Musikervereinigung Platz genommen. Der Zug ist komplett, eingekeilt zwischen zwei Fahrzeugen des Ordnungsamtes setzt sich der Tross, die Kerbburschen vorne weg, in Bewegung. Mit auf den Weg gibt es noch einen Rat von den alten Hasen, die den Kerbzug begleiten. Nicht an jeder Ecke stehen bleiben, sondern den Kuchen im laufen feilbieten. Schließlich wollen sie noch in diesem Jahrtausend in die Wärme ihrer Schaltzentrale, der „Licher Pilsstube“, schlüpfen.

„Aufwachen!“ – der Ruf der Burschenschaft hallt fordernd durchs Revier. Weil die Gassen der Altstadt noch zu verschlafen erscheinen, scheuen die wagemutigen Burschen nicht Tod, nicht Teufel und das Deiwelchen, das hier angeblich hinter mancher Mauer auf unschuldige Seelen lauert, schon gar nicht. Sie klingeln an verschlossenen Türen. Schreien Häuserfronten an. Manch Verwirrter riskiert den Blick aufs bunte Treiben nur aus der Deckung dunkler Fensterscheiben. Hasenfüße! Egal. Aus selbstbewussten Kehlen preisen die Kerbburschenlauthals die wunderbare Beglückung durchs Backwerk.

Da spähen Kinder erschrocken aus dem Fenster. Aber einige Anwohner sind bereits aus ihren Betten gefallen und warten am Hoftor oder an der nächsten Straßenecke auf den Kerbzug, um das Spektakel aus der Nähe zu begutachten. Als Entschädigung für die sonntägliche Ruhestörung greifen sie gern zu einem köstlichen Stück Riwwelkuche. Aber nicht mehr lange. Der graue Boden des Wägelchens schimmert schon durch.

 

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Morgenstund hat Gold im Mund: Getreu dem alten Sprichwort machten sich die Kerbburschen gestern Morgen auf, um die Gassen der Altstadt zu erobern und hungrigen Leckermäulern als Entschädigung für die frühe Ruhestörung ihren selbstgebackenen Kerbkuchen anzubieten.
Fotos (2): Westphal

 

 

Quelle: unbekannt

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