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Unsere Rituale

Im Laufe der Jahre haben sich die Kerbborsche viele Rituale ausgedacht, alt hergebrachte fallen gelassen oder neu für sich entdeckt. In der heutigen Zeit gibt es Rituale, die von den Bürgern gerne gesehen werden und welche, die sich für das „Überleben“ der Kerbborschetradition als wichtig herauskristallisiert haben.

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Sponsoren 2015


Vielen herzlichen an alle, die uns vor und über die Kerb tatkräftig unterstützt haben. Besonders danken wollen wir dem Ordnungsamt Dietzenbach für das entspannte Baumstellen, Gerhard Schäfer für Fahrdienst und Lagerplatz, der Stadt Dreieich für gutes Material, Elke Schott für ihre Spendenaktion und den „blauen Stuhl“, Sascha Dreger für die unermütliche Berichterstattung und natürlich allen Bürgern Dietzenbachs, die uns während unseres Weckrufs so wunderbar unterstützt und versorgt haben.

Folgende Bürger und Firmen haben uns finanziell unterstützt:

Alte Milchküche
Grenzstr. 3
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 492199

milchkueche

Altstadt Lädchen
Bahnhofstraße 27
63128 Dietzenbach

ART FLORAL DESIGN
Frankfurter Strasse 78
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 2114100

art floral design

Barmenia Versicherungen – Cebrail Ceyran
Offenbacher Str.62-64
63128 Dietzenbach
Mobiltel.: 0178/7474185

barmenia ceyran

Betriebsmittel Maul
Auestraße 26
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 3709139

maul

Blumenbinder Brokmeier
Schmidtstraße 3
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 41120

brokmeier

Bürgermeister Jürgen Rogg
Dietzenbach

rogg

Concordia Versicherungen Bernd Fenchel
Landwehrstraße 12
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 44217

concordia

Das Modelädchen
Am Stadtbrunnen
63128 Dietzenbach

modelaedchen

Dehner Gartencenter & Zoo
Albert-Einstein-Straße 1
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 886930

Dehner Gartencenter & Zoo

Echter Genuss
Am Stadtbrunnen 1
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 835818

echter genuss

Elektro Balzer GmbH
Babenhäuser Strasse 12
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 3614

balzer

Eulen-Apotheke
Apotheker Klaus Pfeiffer e.Kfm.
Gustav-Heinemann-Ring 1a
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 812273

eulen apotheke

Fahrschule Jens Seybold
Frankfurter Straße 26
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 820830

jensseybold

Fahrschule Schleidt
Rathenaustraße 68
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 29329

schleid

Haarstudio Eberlein
Schmidstraße 19
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 24833

eberlein

Hausnr 21
Frankfurter Straße 21
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 42352

21

Kopf bis Fuss
Schäfergasse 20
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 47344

kopfbisfuss

Martins Apotheke
Babenhäuser Str. 23
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 85280

martinsapotheke

Optik Schmitt GmbH
Frankfurter Str. 12
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 31395

optikschmitt

Parfümerie am Stadtbrunnen
Schmidtstraße 1
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 31264

parfuemeriestadtbrunnen

Pegasus Menswear
Bertha-von-Suttner-Straße 9
64846 Gross-Zimmern
Tel.: 06071 749475

pegasus

Radio Fenchel
Frankfurter-Strasse 59
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 31163

RadioFenchel

Schmidt´s Ideenhaus
Schmidtstraße 12
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 3013433

SchmidtIdeenhaus

Schreibwaren Müller Andreas Groh
Bahnhofstraße 22
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 304807

BueroMueller

Schuhmacherei Vella
Rathenaustraße 20
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 32154

Sparkasse Langen-Seligenstadt
Rathenaustraße 5
63128 Dietzenbach

SPK-Langen-Seligenstadt

SparkassenVersicherung
Generalagentur Robert Küppers
Rathenaustraße 12
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 45994

SparkassenVersicherung

Taverna Platea
Am Stadtbrunnen 8
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 3012118

Platea

Theater Schöne Aussichten
Reiner Wagner
Schäfergasse 22
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 29107
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Helmut Trebus Spritztechnik
Wiesenstraße 76
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 26188

Helmut Trebus Spritztechnik

Uhren Schmuck Ebeling
Schmidtstraße 1
63128 Dietzenbach
Tel.: 06074 3487

ebeling

Familie Klaus und Elke Weber
63128 Dietzenbach

Backstube Weller
Dieselstraße 11
63303 Dreieich
Tel.: 06103 988500

backstube weller

Winterhelt Montage GmbH
Burgweg 79-81
63897 Miltenberg
Tel.: 09371 94893341

ebeling

Was ist Kerb?

Kerb ist in unserer Region der Ausdruck für Kirchweih (Kirwe, Kerwe, Kirb…). Kurz gesagt, wir feiern alljährlich den Geburtstag unserer Kirche, der Christuskirche in der Darmstädter Straße.

Die Christuskirche wurde im 30jährigen Krieg schwer beschädigt, zwischen 1753 und 1754 um einiges größer wieder aufgebaut und am 27. Oktober 1754 eingeweiht. Die erste Erwähnung der Kirchweih lautet folgendermaßen:

 

„Als die Kirche den 27t Okt. 1754
eingeweyhet worden, ist sowohl in
dem Pfarr als in des Kirchen
Ältesten Hanß Michel Knecht
Hauß wegen der Frembten, an
Victualien und Wein aufgegangen
und an Zehrung gekostet 27 fl 34 Kr.“
[1]

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Federzeichnung von Hans Schmand

Dieser 27. Oktober ist unser sogenannter Kerbleger. Um diesen Tag wurde die Kerb begangen. Irgendwann später wurde der Kerbleger auf den 28. Oktober verlegt. Dieser Tag ist der Gedenktag an die Apostel Simon und Judäa. Das war früher Gang und Gebe. So wurde dem Kirchgeburtstag noch mehr Glanz verliehen.

Verkündung der evangelischen Christuskirche vom 28.1.2013:

„Die Dietzenbacher Kerb wird alljährlich am Wochenende nach dem 28. Oktober begangen. Fällt der 28. Oktober auf einen Sonntag, wird die Kerb am Wochenende des 28. Oktober begangen.“

Unsere heutige Kerb geht von Freitag bis Dienstag um den sogenannten Kerbleger. Der Kerbleger ist der Kerbsonntag.

[1] Dietzenbacher Kirchenbau anno 1753/1754
© Copyright 1979 bei Buch und Kunst, Helga Welcker-Petrenz, Dietzenbach

 

Quelle: Das Handbuch für den Ditzebäscher Kerbborsch – Parre Zottel 2015

„Wem ist die Kerb? – Unser“ – Der Kerbschoppen (12.11.2015)

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Wem war die Kerb? Unser! Nach der feierlichen Abschlussrede vor der Kerbzentrale in der Dietzenbacher Altstadt ging die Prozession mit Fackeln Richtung Feuerwehrmuseum. Als letzte Amtshandlung der Kerbborschen blieb noch die Verbrennung der Bobb, und damit die Beerdigung „Ihrer“ Kerb. Gemeinsam, und etwas traurig über das Ende der Kirchweih, zündeten alle mit ihren Fackeln die Bobb an, und sangen im Feuerschein ein letztes Mal das Kerblied. Die Hüte wurden für die Zeremonie abgenommen und vor das Herz gehalten. Von nun an dürfen sie auch nicht mehr aufgesetzt werden, so will es die Tradition.
Text/Foto: Dreger

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Der Kerbschoppen war einer der wichtigsten Termine für die Kerbborschen. Für die traditionellen Einladung in das Gemeindehaus der evangelischen Christuskirche, auf deren Einweihung im Jahre 1754 das Fest der Kerb zurück geht, bedankten sich die Borschen samt Gefolge mit dem Kerblied, das viele der anwesenden Gäste fehlerfrei mitsingen konnten. Pfarrer Manfred Senft freute sich über den Besuch und mischte sich für das Erinnerungsfoto mitten unter die Borschen. Nachkerb feiert der Kerbverein Dietzenbacham Samstag, 14. November, ab 19 Uhr mit den Kerbborschen im Vereinsheim des Schutz- und Gebrauchshundevereins Dietzenbach an der Offenthaler Straße. Alle Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins sowie alle übrigen lnteressierten sind zu der Veranstaltung willkommen. Text/Foto: Dreger

Quelle: Stadtpost Dietzenbach 12.11.2015

Jahrgang 2015

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Motto – „De Deiwel im Kopp“

Kerbbobb – Kevin allein am Baum

Kerbparre – Markus Neumann „Parre Muggetell“ und David Bohlmann „Parre Witchhill“

Bembelträger – Tobias Jungermann

Fahnenträger – Adrian Joseph

Kassenwart – Markus Neumann

Kerbborsche – Tobias Jungermann, Michal Jany, Patrick Schmedemann, Marc Späth, Adrian Joseph, Natalio Primorac, Julian Bauer und Matthias Schmidt

Kerbvadder – Reiner Wagner

Gefolge – Tanja Köhler – Zischeunerin, Jasmin Schmidt – Domptöse und Daniela Garben- Der Bär

Ehrenkerbborsch – Bernd Eifinger

Kerbkantor – Gerolf Baum

Jahrgangspulli – Bembel: grün mit weißer Schrift

Die Kerbansprache:

Die Grabrede und Verbrennung

Presse:

  • „Wem ist die Kerb? – Unser“ – Der Kerbschoppen (12.11.2015) - Wem war die Kerb? Unser! Nach der feierlichen Abschlussrede vor der Kerbzentrale in der Dietzenbacher Altstadt ging die Prozession mit Fackeln Richtung Feuerwehrmuseum. Als letzte Amtshandlung der Kerbborschen blieb noch […]
  • „Wem ist die Kerb? – Unser“ (05.11.2015) - 261. Dietzenbacher Kirchweih lockte wieder Besucherscharen an Das Kinderkarussell gehörte wieder zu den Attraktionen für die jüngsten Kerbbesucher. Foto: Dreger Dietzenbach (sd) -— Es ist Kerbfreitag, die Kerbborschen sind im […]
  • Aus dem Fest-„Alltag“ der Kerbborsche (2.11.2015) - Jahrgang wahrt die Tradition, verliert aber kurzfristig seine Fahne 02.11.15 – 03:01 Jede Menge Schärpen: Bei der Kerberöffnung am Freitagabend sind Gerolf Baum (Zweiter von links) zum Ehrenkantor und Bernd […]
  • Ein „süßer Weckruf“ am Sonntagmorgen (29.10.2015) - Ditzebäscher Kerb: Traditionspflege IN FEIERLAUNE, teuflisch gut drauf: So präsentieren sich die Kerbborsche auf einem Plakat, das auf den Dietzenbacher Volksfest-Klassiker einstimmt. Alljährlich im Herbst wird an die Weihe der […]
  • Kerbfieber kurz vor Höhepunkt (29.10.2015) - 261. Kirchweih startet morgen Die Weckrufroute der Kerbborsche am 1. November. Foto: p Dietzenbach (sd) — Am morgigen Freitag, 30. Oktober, ist es soweit, die 261. Dietzenbacher Kerb beginnt. Dann […]
  • Kerb 2015: Vom Baumstellen zur Verbrennung (29.10.2015) - Wir geben einen Überblick So wie im vergangenen Jahr startet auch am Freitag die Kerb mit dem Kerbbaumstellen am Feuerwehrmuseum. © Archivfoto: Towae Dietzenbach – Noch einmal schlafen, und die […]
  • Draht, viel Stroh und jede Menge Panzerklebeband (22.10.2015) - Kerbborschen fiebern dem Höhepunkt entgegen Die Vorbereitungen für die Dietzenbacher Kerb laufen auf Hochtouren. Am Samstag haben die Kerbborschen ihre Kerbbobb mit sichtlich viel Spaß erschaffen. Wie die Bobb heißt, […]
  • Noch namenlos auf blauem Stuhl (19.10.2015) - Kerbborschen haben ihre Bobb fertig gebaut Dietzenbach –  In elf Tagen ist es soweit. Dann wird in der Altstadt das 261. Kirchweihfest – die Kerb – gefeiert. Die Kerbbobb sitzt […]
  • 13 neue Borschen stecken mitten in den Vorbereitungen (15.10.2015) - Kerb vom 30. Oktober bis 3. November Dietzenbach (red) — Der Herbst hat bereits mit regnerischem und kühlem Wetter Einzug gehalten, aber das vermiest 13 Dietzenbacher Jungen die Laune nicht: […]
  • Kerbborschen bitten um Spende (29.9.2015) - Vorbereitungen für das Kirchweihfest DIETZENBACH – In gut einem Monat ist es wieder soweit. Dann wird in Dietzenbach der Einweihung der evangelischen Christuskirche im Jahr 1754 gedacht, im Volksmund wird […]

Bilder:

Was war noch los:

„Wem ist die Kerb? – Unser“ (05.11.2015)

261. Dietzenbacher Kirchweih lockte wieder Besucherscharen an

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Das Kinderkarussell gehörte wieder zu den Attraktionen für die jüngsten Kerbbesucher.
Foto: Dreger

Dietzenbach (sd) -— Es ist Kerbfreitag, die Kerbborschen sind im Wald und suchen sich ihre Fichte aus. Alles lauft nach Plan. Um 16 Uhr kommt der knapp 14 Meter hohe Kerbbaum am Feuerwehrmuseum an. Es fehlt noch der Kranz, und natürlich die Bobb, die in diesem Jahr auf einem blauen Stuhl thront. Als beides am Stamm befestigt ist, wird es laut. Das Kommando „Alle Mann hoch“ hallt durch die Straße. Die diesjährigen Borschen, und viele ihrer Vorgänger aus vergangenen Jahren, heben den Koloss auf ihre Schultern und dann mit Stangen und Seilen langsam in die Senkrechte. Ein riesen Jubel bei den Zuschauern, als der Baum steht.
Bis zur offiziellen Ansprache sind noch ein paar Stunden Zeit. Zeit um über die Kerb zu schlendern, oder zum ausruhen. Schließlich werden die nächsten fünf Tage hart für die zehn Borschen und ihr Gefolge. Nach Einbruch der Dunkelheit ertönt vor der Kerbzentrale, dem Theater Schöne Aussichten am Harmonieplatz, die Fanfare. Ein großer Menschenauflauf wartet auf die Borschen. Dann, endlich, die Türen öffnen sich und es geht los. Zehn „Kerbborsche“, unter ihnen die beiden „Kerbparre“ Markus alias „Muggetell“ und David alias „Witchhill“ treten vor die Menge. Selbstverständlich mit ihrem Gefolge, dem Bär samt „Domteuse“ und „Zischeunerin“. Diese waren traditionell bis eben noch geheim, ebenso wie der Name der Bobb. Passend zu seinem „Job“ haben ihn die Borsche „Kevin allein am Baum“ getauft.
Das Vorstellen der Akteure, die Begrüßung der Ehrengäste, wie dem Kerbvadder, dem Vereinsvorstand und den Ehrenkerbborschen läuft genauso problemlos, wie das „auf die Leiter steigen“ mit anschließendem Gläserschmeißen. Dazwischen immer wieder Trinksprüche und – das darf nicht fehlen – das Kerblied. „Wem ist die Kerb? – Unser!“ schallt es durch die Dunkelheit. Unter tosendem Beifall ist damit die 261. Kirchweih offiziell eröffnet.

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Fortsetzung von Seite 1

„Wem ist die Kerb? – Unser!“

Dietzenbach (sd) – Von jetzt an heißt es aufpassen. Keiner der Borschen sollte mehr alleine rum laufen. Zu groß ist die Gefahr, entführt zu werden, und dann von den anderen Borschen wieder ausgelöst werden zu müssen. Kurze Zeit später ist es dann doch passiert. Einer der Kerbborschen fehlt. Hektik und eifriges Suchen bei den anderen. Dann der Schreck, der Bembel der Borschen und deren Fahne sind ebenfalls weg. Ihr Kamerad, der Bembel und die Fahne können aber noch am selben Abend zurückerobert werden. Viel schwerer hingegen wiegt der Verlust der Kerbbobb, die noch in der ersten Nacht vom Baum gestohlen wird.
Samstags geht es, mehr oder weniger fit, zum gemeinsamen Frühstück einholen. Den Tag über auf der Kerb präsent, gehen die Borschen nebst Gefolge dann am frühen Abend auf Kneiptour. Ab jetzt ist auch wieder Partyzeit für alle. Bei der Zeltdisko am Feuerwehrmuseum wird, genauso wie bei der Disko-Party in der Kerbzentrale, die Nacht zum Tag gemacht.
Die letzte Nacht und die Tage davor haben deutliche Spuren hinterlassen. Nicht alle Borschen kommen am Sonntag früh zum Treffpunkt vor der Hausnummer 21, in der Frankfurter Straße. Eigentlich soll es von hier, mit allen gemeinsam zum Weckruf durch die Stadt gehen, derweil brauchen ihn aber wohl einige Borschen selbst erst mal. Der Tross, aus einem Teil der aktuellen und einigen ehemaligen Kerbborschen setzt sich trotzdem mit lautstarkem Gesinge und kerbtypischen Schlachtrufen, mit Fahnen- und Bembelträger vorneweg in Gang, gilt es doch die Bürger aus den Betten zu scheuchen und vor allem den Kerbkuchen zu verkaufen.
Manche Anwohner der Weckrufroute müssen indes gar nicht geweckt werden, sie stehen an ihren Grundstücken bereit und empfangen die Borschen samt Gefolge mit Getränken und Leckereien zur Stärkung.

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Mit vereinten Kräften: Ehemalige
und aktuelle Kerbborschen stellten
den Kerbbaum auf. Foto: Dreger

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Linda (6 Jahre) hatte viel Spaß auf der
Kerb. Nach einer gemeinsamen
Fahrt im Autoscooter sorgte Papa
Rolf Ossenbühn auch in der
Schiffschaukel für ordentlich
Fahrtwind. Foto: Dreger

Manchem kommt das Heringsessen gerade recht

Zwischen den Pflichtterminen heißt es für die Kerbborschen auch Kerb genießen. Dazu gehort auch immer wieder Accessoires an der Schießbude sammeln, um die anfangs leere Hutkrempe, etwa mit Rosen, zu füllen. Nach den ganzen Partys, Terminen und durchgemachten Nächten, mit manchmal etwas mehr Alkohol als nötig, kommt das Heringsessen am Montag gerade recht, um wieder etwas zu Kräften zu kommen.
Und dann ist es soweit. Dienstag, der letzte Tag der Kerb ist gekommen. Während auf der einen Seite die Kinder den Familientag genießen, sich mit vergünstigten Preisen an den Fahrgeschäften austoben und ihre gesammelten Punkte der letzten Tage, vom Schnüre ziehen, Delphine angeln oder Dosen werfen noch einmal vermehren, um endlich den ersehnten Gewinn in den Händen zu halten, geht es für die Kerbborschen in den letzten Tag der Traditionspflege.
Der Pfarrer hat in das Gemeindehaus der evangelischen Kirche geladen, und die Borschen folgen stolz dem Ruf der Tradition. Geht doch das ganze bunte Treiben auf die Kirchweih am 27. Oktober 1754 zurück. Aber auch nach 261 Jahren geht die Kerb irgendwann zu ende.
„Das waren fünf harte Tage, mit sehr wenig Schlaf“, sagt Kerbparre „Muggetell. „Aber die Gemeinschaft war es definitiv wert, es hat uns allen tierisch viel Spaß gemacht. Ab Mittwoch steht erst mal Abstinenz an. Naja, Moment, es ist ja noch Nachkerb. Aber dann…“, Verspricht er mit einem Augenzwinkern. Auch „Kerbvadder“ Reiner Wagner sieht es so. „Die Jungs sind einfach nur geil. Eine tolle Truppe, die den Spagat zwischen Spaß und Tradition perfekt gemeistert hat.
Dann kommt unweigerlich der traurige Teil des Festes, die Beerdigung der Kerb. Trotz des ernsten Hintergrundes ist die Grabrede von Kerbparre „Muggetell“ und „Witchhill“ mit viel Witz verpackt Aber es hilft nichts. Die Bobb – Kevin allein am Baum – wird seiner Bestimmung zugeführt. Die Kerbverbrennung steht bevor. Ein zündender Funke, und das letzte Stündlein hat geschlagen. So verbrennt die diesjährige Kerb. Den traurig blickenden aber dennoch glücklichen Kerbborschen bleibt nur noch der Satz: „Die Kerb ist tot, es lebe die Kerb“.

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Romaissa fand die Schiffschaukel am tollsten, Amir den Autoscooter. Bei der Frage was am leckersten schmeckt, waren sich die beiden aber absolut einig: Zuckerwatte. Foto: Dreger
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Beim Weckruf durch die Stadt mit Kerbkuchenverkauf war ein Stopp vor dem Haus von Arthur Keim (2. von rechts) Pflicht. Er war 1948 bei der ersten Kerb nach dem Krieg Kerbborsch und freute sich über ein Ständchen und natürlich ein Stück Kerbkuchen. Foto: Dreger

Quelle: Stadtpost Dietzenbach 05.11.2015

Kerbkantor 2015

Gerolf Baum kümmert sich seit Jahren um das Liedgut der Ditzebäscher Kerbborsche und bringt unseren Borsche diese bei.
In diesem Jahr wurde deshalb zum Kerbkantor ernannt.

Vielen Dank dafür Gerolf

 

 

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