Unsere Rituale
Im Laufe der Jahre haben sich die Kerbborsche viele Rituale ausgedacht, alt hergebrachte fallen gelassen oder neu für sich entdeckt. In der heutigen Zeit gibt es Rituale, die von den Bürgern gerne gesehen werden und welche, die sich für das „Überleben“ der Kerbborschetradition als wichtig herauskristallisiert haben.
Sponsoren 2015
Vielen herzlichen an alle, die uns vor und über die Kerb tatkräftig unterstützt haben. Besonders danken wollen wir dem Ordnungsamt Dietzenbach für das entspannte Baumstellen, Gerhard Schäfer für Fahrdienst und Lagerplatz, der Stadt Dreieich für gutes Material, Elke Schott für ihre Spendenaktion und den „blauen Stuhl“, Sascha Dreger für die unermütliche Berichterstattung und natürlich allen Bürgern Dietzenbachs, die uns während unseres Weckrufs so wunderbar unterstützt und versorgt haben.
Folgende Bürger und Firmen haben uns finanziell unterstützt:
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Alte Milchküche |
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Altstadt Lädchen |
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ART FLORAL DESIGN |
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Barmenia Versicherungen – Cebrail Ceyran |
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Betriebsmittel Maul |
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Blumenbinder Brokmeier |
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Bürgermeister Jürgen Rogg |
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Concordia Versicherungen Bernd Fenchel |
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Das Modelädchen |
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Dehner Gartencenter & Zoo |
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Echter Genuss |
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Elektro Balzer GmbH |
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Eulen-Apotheke |
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Fahrschule Jens Seybold |
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Fahrschule Schleidt |
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Haarstudio Eberlein |
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Hausnr 21 |
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Kopf bis Fuss |
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Martins Apotheke |
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Optik Schmitt GmbH |
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Parfümerie am Stadtbrunnen |
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Pegasus Menswear |
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Radio Fenchel |
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Schmidt´s Ideenhaus |
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Schreibwaren Müller Andreas Groh |
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Schuhmacherei Vella |
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Sparkasse Langen-Seligenstadt |
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SparkassenVersicherung |
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Taverna Platea |
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Theater Schöne Aussichten |
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Helmut Trebus Spritztechnik |
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Uhren Schmuck Ebeling |
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Familie Klaus und Elke Weber |
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Backstube Weller |
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Winterhelt Montage GmbH |
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Was ist Kerb?
Kerb ist in unserer Region der Ausdruck für Kirchweih (Kirwe, Kerwe, Kirb…). Kurz gesagt, wir feiern alljährlich den Geburtstag unserer Kirche, der Christuskirche in der Darmstädter Straße.
Die Christuskirche wurde im 30jährigen Krieg schwer beschädigt, zwischen 1753 und 1754 um einiges größer wieder aufgebaut und am 27. Oktober 1754 eingeweiht. Die erste Erwähnung der Kirchweih lautet folgendermaßen:
„Als die Kirche den 27t Okt. 1754
eingeweyhet worden, ist sowohl in
dem Pfarr als in des Kirchen
Ältesten Hanß Michel Knecht
Hauß wegen der Frembten, an
Victualien und Wein aufgegangen
und an Zehrung gekostet 27 fl 34 Kr.“ [1]

Federzeichnung von Hans Schmand
Dieser 27. Oktober ist unser sogenannter Kerbleger. Um diesen Tag wurde die Kerb begangen. Irgendwann später wurde der Kerbleger auf den 28. Oktober verlegt. Dieser Tag ist der Gedenktag an die Apostel Simon und Judäa. Das war früher Gang und Gebe. So wurde dem Kirchgeburtstag noch mehr Glanz verliehen.
Verkündung der evangelischen Christuskirche vom 28.1.2013:
„Die Dietzenbacher Kerb wird alljährlich am Wochenende nach dem 28. Oktober begangen. Fällt der 28. Oktober auf einen Sonntag, wird die Kerb am Wochenende des 28. Oktober begangen.“
Unsere heutige Kerb geht von Freitag bis Dienstag um den sogenannten Kerbleger. Der Kerbleger ist der Kerbsonntag.
[1] Dietzenbacher Kirchenbau anno 1753/1754
© Copyright 1979 bei Buch und Kunst, Helga Welcker-Petrenz, Dietzenbach
Quelle: Das Handbuch für den Ditzebäscher Kerbborsch – Parre Zottel 2015
„Wem ist die Kerb? – Unser“ – Der Kerbschoppen (12.11.2015)
Wem war die Kerb? Unser! Nach der feierlichen Abschlussrede vor der Kerbzentrale in der Dietzenbacher Altstadt ging die Prozession mit Fackeln Richtung Feuerwehrmuseum. Als letzte Amtshandlung der Kerbborschen blieb noch die Verbrennung der Bobb, und damit die Beerdigung „Ihrer“ Kerb. Gemeinsam, und etwas traurig über das Ende der Kirchweih, zündeten alle mit ihren Fackeln die Bobb an, und sangen im Feuerschein ein letztes Mal das Kerblied. Die Hüte wurden für die Zeremonie abgenommen und vor das Herz gehalten. Von nun an dürfen sie auch nicht mehr aufgesetzt werden, so will es die Tradition.
Text/Foto: Dreger
Der Kerbschoppen war einer der wichtigsten Termine für die Kerbborschen. Für die traditionellen Einladung in das Gemeindehaus der evangelischen Christuskirche, auf deren Einweihung im Jahre 1754 das Fest der Kerb zurück geht, bedankten sich die Borschen samt Gefolge mit dem Kerblied, das viele der anwesenden Gäste fehlerfrei mitsingen konnten. Pfarrer Manfred Senft freute sich über den Besuch und mischte sich für das Erinnerungsfoto mitten unter die Borschen. Nachkerb feiert der Kerbverein Dietzenbacham Samstag, 14. November, ab 19 Uhr mit den Kerbborschen im Vereinsheim des Schutz- und Gebrauchshundevereins Dietzenbach an der Offenthaler Straße. Alle Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins sowie alle übrigen lnteressierten sind zu der Veranstaltung willkommen. Text/Foto: Dreger
Quelle: Stadtpost Dietzenbach 12.11.2015
Jahrgang 2015
Motto – „De Deiwel im Kopp“
Kerbbobb – Kevin allein am Baum
Kerbparre – Markus Neumann „Parre Muggetell“ und David Bohlmann „Parre Witchhill“
Bembelträger – Tobias Jungermann
Fahnenträger – Adrian Joseph
Kassenwart – Markus Neumann
Kerbborsche – Tobias Jungermann, Michal Jany, Patrick Schmedemann, Marc Späth, Adrian Joseph, Natalio Primorac, Julian Bauer und Matthias Schmidt
Kerbvadder – Reiner Wagner
Gefolge – Tanja Köhler – Zischeunerin, Jasmin Schmidt – Domptöse und Daniela Garben- Der Bär
Ehrenkerbborsch – Bernd Eifinger
Kerbkantor – Gerolf Baum
Jahrgangspulli – Bembel: grün mit weißer Schrift
Die Kerbansprache:
Die Grabrede und Verbrennung
Presse:
- „Wem ist die Kerb? – Unser“ – Der Kerbschoppen (12.11.2015) - Wem war die Kerb? Unser! Nach der feierlichen Abschlussrede vor der Kerbzentrale in der Dietzenbacher Altstadt ging die Prozession mit Fackeln Richtung Feuerwehrmuseum. Als letzte Amtshandlung der Kerbborschen blieb noch […]
- „Wem ist die Kerb? – Unser“ (05.11.2015) - 261. Dietzenbacher Kirchweih lockte wieder Besucherscharen an Das Kinderkarussell gehörte wieder zu den Attraktionen für die jüngsten Kerbbesucher. Foto: Dreger Dietzenbach (sd) -— Es ist Kerbfreitag, die Kerbborschen sind im […]
- Aus dem Fest-„Alltag“ der Kerbborsche (2.11.2015) - Jahrgang wahrt die Tradition, verliert aber kurzfristig seine Fahne 02.11.15 – 03:01 Jede Menge Schärpen: Bei der Kerberöffnung am Freitagabend sind Gerolf Baum (Zweiter von links) zum Ehrenkantor und Bernd […]
- Ein „süßer Weckruf“ am Sonntagmorgen (29.10.2015) - Ditzebäscher Kerb: Traditionspflege IN FEIERLAUNE, teuflisch gut drauf: So präsentieren sich die Kerbborsche auf einem Plakat, das auf den Dietzenbacher Volksfest-Klassiker einstimmt. Alljährlich im Herbst wird an die Weihe der […]
- Kerbfieber kurz vor Höhepunkt (29.10.2015) - 261. Kirchweih startet morgen Die Weckrufroute der Kerbborsche am 1. November. Foto: p Dietzenbach (sd) — Am morgigen Freitag, 30. Oktober, ist es soweit, die 261. Dietzenbacher Kerb beginnt. Dann […]
- Kerb 2015: Vom Baumstellen zur Verbrennung (29.10.2015) - Wir geben einen Überblick So wie im vergangenen Jahr startet auch am Freitag die Kerb mit dem Kerbbaumstellen am Feuerwehrmuseum. © Archivfoto: Towae Dietzenbach – Noch einmal schlafen, und die […]
- Draht, viel Stroh und jede Menge Panzerklebeband (22.10.2015) - Kerbborschen fiebern dem Höhepunkt entgegen Die Vorbereitungen für die Dietzenbacher Kerb laufen auf Hochtouren. Am Samstag haben die Kerbborschen ihre Kerbbobb mit sichtlich viel Spaß erschaffen. Wie die Bobb heißt, […]
- Noch namenlos auf blauem Stuhl (19.10.2015) - Kerbborschen haben ihre Bobb fertig gebaut Dietzenbach – In elf Tagen ist es soweit. Dann wird in der Altstadt das 261. Kirchweihfest – die Kerb – gefeiert. Die Kerbbobb sitzt […]
- 13 neue Borschen stecken mitten in den Vorbereitungen (15.10.2015) - Kerb vom 30. Oktober bis 3. November Dietzenbach (red) — Der Herbst hat bereits mit regnerischem und kühlem Wetter Einzug gehalten, aber das vermiest 13 Dietzenbacher Jungen die Laune nicht: […]
- Kerbborschen bitten um Spende (29.9.2015) - Vorbereitungen für das Kirchweihfest DIETZENBACH – In gut einem Monat ist es wieder soweit. Dann wird in Dietzenbach der Einweihung der evangelischen Christuskirche im Jahr 1754 gedacht, im Volksmund wird […]
Bilder:
Bilder vom Weihnachtsschoppen 2015
Bilder Nachkerb 2015
Bilder 2015
Bilder von Götzenhainer Kerb 2015
Bilder vom Faschingsumzug 2015
Bilder vom Trinkbornfest 2015
Was war noch los:
„Wem ist die Kerb? – Unser“ (05.11.2015)
261. Dietzenbacher Kirchweih lockte wieder Besucherscharen an

Das Kinderkarussell gehörte wieder zu den Attraktionen für die jüngsten Kerbbesucher.
Foto: Dreger
Dietzenbach (sd) -— Es ist Kerbfreitag, die Kerbborschen sind im Wald und suchen sich ihre Fichte aus. Alles lauft nach Plan. Um 16 Uhr kommt der knapp 14 Meter hohe Kerbbaum am Feuerwehrmuseum an. Es fehlt noch der Kranz, und natürlich die Bobb, die in diesem Jahr auf einem blauen Stuhl thront. Als beides am Stamm befestigt ist, wird es laut. Das Kommando „Alle Mann hoch“ hallt durch die Straße. Die diesjährigen Borschen, und viele ihrer Vorgänger aus vergangenen Jahren, heben den Koloss auf ihre Schultern und dann mit Stangen und Seilen langsam in die Senkrechte. Ein riesen Jubel bei den Zuschauern, als der Baum steht.
Bis zur offiziellen Ansprache sind noch ein paar Stunden Zeit. Zeit um über die Kerb zu schlendern, oder zum ausruhen. Schließlich werden die nächsten fünf Tage hart für die zehn Borschen und ihr Gefolge. Nach Einbruch der Dunkelheit ertönt vor der Kerbzentrale, dem Theater Schöne Aussichten am Harmonieplatz, die Fanfare. Ein großer Menschenauflauf wartet auf die Borschen. Dann, endlich, die Türen öffnen sich und es geht los. Zehn „Kerbborsche“, unter ihnen die beiden „Kerbparre“ Markus alias „Muggetell“ und David alias „Witchhill“ treten vor die Menge. Selbstverständlich mit ihrem Gefolge, dem Bär samt „Domteuse“ und „Zischeunerin“. Diese waren traditionell bis eben noch geheim, ebenso wie der Name der Bobb. Passend zu seinem „Job“ haben ihn die Borsche „Kevin allein am Baum“ getauft.
Das Vorstellen der Akteure, die Begrüßung der Ehrengäste, wie dem Kerbvadder, dem Vereinsvorstand und den Ehrenkerbborschen läuft genauso problemlos, wie das „auf die Leiter steigen“ mit anschließendem Gläserschmeißen. Dazwischen immer wieder Trinksprüche und – das darf nicht fehlen – das Kerblied. „Wem ist die Kerb? – Unser!“ schallt es durch die Dunkelheit. Unter tosendem Beifall ist damit die 261. Kirchweih offiziell eröffnet.
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„Wem ist die Kerb? – Unser!“
![]() Romaissa fand die Schiffschaukel am tollsten, Amir den Autoscooter. Bei der Frage was am leckersten schmeckt, waren sich die beiden aber absolut einig: Zuckerwatte. Foto: Dreger |
![]() Beim Weckruf durch die Stadt mit Kerbkuchenverkauf war ein Stopp vor dem Haus von Arthur Keim (2. von rechts) Pflicht. Er war 1948 bei der ersten Kerb nach dem Krieg Kerbborsch und freute sich über ein Ständchen und natürlich ein Stück Kerbkuchen. Foto: Dreger |
Quelle: Stadtpost Dietzenbach 05.11.2015


















































