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Kerbborsche 2015 auf Menschenkickerturnier in Götzenhain

Am vergangenen Sonntag, den 20. September, fand auf der Götzenhainer Kerb um 14 Uhr erstmalig ein Menschenkickerturnier statt. Die Kerbborsche 2015 sind mit einer Mannschaft angetreten und belegten dabei den 8. Platz. Den größten Preis haben sie sich jedoch selbst unter den Nagel gerissen: Der Kerbparre kletterte auf den Kerbbaum der Götzenhainer und klaute sich deren Kerbbobb. Am Abend erhielten sie dann schließlich die Auslöse dafür in Form von 2m Bier und 3l Äppler.

Die Borsche mit ihrer Auslöse für die Bobb
Die Borsche mit ihrer Auslöse für die Bobb

Die Kerbborsche auf dem Trinkbornfest 2015

Trinkbornfest2015

Dieses Jahr waren die Kerbborschen wieder mit einem Stand auf dem Trinkbornfest vertreten und mit großer Motivation bei der Sache. Selbst das bescheidene Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch: Der Stand des Kerbvereins Dietzenbach war am Samstagabend bis auf den letzten Sitzplatz mit gut gelaunten Gästen gefüllt, denen weder Regen noch Größe des Festes die Feierlaune trüben konnten.

Die Borschen und der Verein zeigen sich erleichtert: Zwar steckte viel Vorbereitungszeit dahinter, doch habe sich diese gelohnt.

Das Handbuch für den Ditzebäscher Kerbborsch

Ab Samstag, den 12.9.2015 ist „Das Handbuch für den Ditzebäscher Kerbborsch“ in der 1. Auflage erhältlich. Dieses Handbuch informiert über die Ditzebäscher Kerb und soll den amtierenden Kerbborsche helfen, die Kerb bestmöglich zu erleben. Man erfährt, was von einem Kerbborsch erwartet wird bzw. was ihn erwartet. Zudem gibts ein wenig über unsere Geschichte, unsere Rituale, Symbole, viele Tipps zur Durchführung der Kerb und einen Zeitplan zur möglichst reibungslosen Organisation.

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Das 60seitige Handbuch wird zum Selbstkostenpreis von 5,00€ vom Parre Zottel direkt verkauft. Du kannst es auch beim Kerbverein ausleihen. Wenn du Interesse hast, melde dich unter info@kerbverein-dietzenbach.de
Das Handbuch ist ausschließlich zur Nutzung durch die amtierenden Kerbborsche Dietzenbach, den Kerbwirt und Vereinsmitglieder des Kerbvereins Dietzenbach e.V. bestimmt.

Zottels Geschichtsstunde

Parre Zottel (Uwe Schmedemann) hat sich 2011 gefragt, weshalb wir in Dietzenbach die Kerb so feiern, wie wir sie feiern. Wo kommt das Brauchtum her, wer hat es erfunden?. Niemand aus dem Verein hatte darauf konkrete Antworten. Es wurde so gefeiert, wie man es in den 70/80er-Jahren machte. Aber was war davor?
Um Antworten auf seine Fragen zu erhalten, hat ehemalige Kerbbborsche, Pfarrer und Zeitzeugen interviewt, die von der Nachkriegszeit und bis heute aktiv waren. Er hat in den Archiven der Stadt und des Kreises Offenbach recherchiert, Chroniken, Bücher, Aufzeichnungen von Dietzenbachern durchgeackert. Er musste feststellen, dass zu der Kerbborschentradition nicht viel niedergeschrieben wurde. Aber einiges hat er doch gefunden.
In dieser Serie „Parre Zottels Geschichtsstunde“ findet ihr die Beiträge, die er zu unseren schönen Kerb und den Brauchtümern zusammengetragen hat.
Wir danken den Autoren und Herausgebern für die Erlaubnis die Beiträge hier zu veröffentlichen zu dürfen und wünschen euch allen viel Spaß beim Schmökern.


Was ist Kerb?


Was ist Kerb?

Kerb ist in unserer Region der Ausdruck für Kirchweih (Kirwe, Kerwe, Kirb…). Kurz gesagt, wir feiern alljährlich den Geburtstag unserer Kirche, der Christuskirche in der Darmstädter Straße. Die Christuskirche wurde […]





Uff de Kerb


Uff de Kerb

Uff de Kerb Von Jakob Heinrich Berz 1981 Das „Fest der Feste“ aber war alljährlich fürs ganze Dorf die Kerb. Sie wurde stets am Sonntag nach Simon Judäa, also am […]





Die Kerb in Dietzenbach


Die Kerb in Dietzenbach

Die Kerb in Dietzenbach von Hedi Weilmünster Die Dietzenbacher „Frohsinn“ Kerbburschen 1925 vom „neuen Löwen“. Als Bembelträger der Sohn des Löwenwirtes Heinrich Heberer (Fotoarchive Weilmünster) Im alten Dietzenbach waren die […]





Kirchweihbrauchtum in der Dreieich im Spiegel von drei Jahrhunderten


Kirchweihbrauchtum in der Dreieich im Spiegel von drei Jahrhunderten

Kirchweihbrauchtum in der Dreieich im Spiegel von drei Jahrhunderten von Gerd J. Grein Das Kirchweihbrauchtum des Odenwaldes ist in der älteren heimat- und volkskundlichen Literatur mehrfach behandelt worden[1]. Neuerdings hat […]





Dietzenbacher Kerb


Dietzenbacher Kerb

Dietzenbacher Kerb von Heinrich Weilmünster, Lina Weilmünster, Margret Beck Die Dietzenbacher Kirchweih (Kerb) war früher der Höhepunkt des Jahres. Es war die Zeit, zu der die Ernte schon eingefahren war […]





Jahreszeitliche Feste – Kindheit in Dietzenbach zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg


Jahreszeitliche Feste – Kindheit in Dietzenbach zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg

Jahreszeitliche Feste – Kindheit in Dietzenbach – zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg Feste in einem Dorf gaben immer allen Feiernden Gelegenheiten, Neuigkeiten aus­zutauschen, sich zu einem gemütlichen Beisammensein zu […]





Die Zigeuner vom Hexenberg (Langener Wochenblatt von 2.5.1806)


Die Zigeuner vom Hexenberg (Langener Wochenblatt von 2.5.1806)

Die Zigeuner vom Hexenberg (Langener Wochenblatt von 2.5.1806) Zu Ende des sechzehnten Jahrhunderts hatten sich die gelbbraunen Schwärme der Zigeuner über die meisten Länder Europas ausgebreitet. Der gemeine Mann betrachtete […]





Wem is die Kerb? – Unser!


Wem is die Kerb? – Unser!

Wem is die Kerb? – Unser! Von Frank Oppermann Wohl kaum ein anderer Schlachtruf wie die immer wieder lautstark und selbstbewußt in die Menschenmenge des Volksfestes gerufene scheinbare Frage der […]





Interview mit Arthur Keim vom März 2013


Interview mit Arthur Keim vom März 2013

Interview mit Arthur Keim vom März 2013 von Uwe Schmedemann (Parra Zottel) Arthur Keim ist heute der älteste noch lebende Kerbborsch von der Harmonie. Er ist 1927 geboren und war […]





Dietzebächer Kerb (Hedi Weilmünster)


Dietzebächer Kerb (Hedi Weilmünster)

„Dietzebächer Kerb” Hedi Weilmüster erzählt über die alten Zeiten… „Wenn wir so zurückblicken, wie es früher war, gibt’s keinen Vergleich mehr, ganz klar. Die „Kerb“ war der höchste Feiertag im […]





Die erste Kirchweih


Die erste Kirchweih

Im dreißigjährigen Krieg wurde das Kirchenschiff unserer evangelischen Kirche schwer beschädigt und seither nur notdürftig geflickt. Außerdem ist sie, für die in den letzten Jahrzehnten, angewachsene Gemeinde viel zu klein […]



Der Vorstand 2015-2017

Vorstand

Am 28.02.2015 hat der Kerbverein Dietzenbach e.V. seinen neuen Vorstand gewählt. Dazu trafen sich zahlreiche Mitglieder in der aktuellen Kerbzentrale im Theater „Schöne Aussichten“.

Vorstandswahl20150228_1024px Einstimmig bestätigten die Mitglieder Peter Maul als 1. Vorsitzenden, Uwe Schmedemann als 2. Vorsitzenden, Dennis Samarzija als Kassenwart, Lisa Sundt als Pressewart und Michael Hain als Beisitzer des Vorstandes. Diese Konstellation wird von nun an die Geschicke des Vereines für die nächsten 2 Jahre leiten.

Marion Ravensberger, die vormalige 2. Vorsitzende, hat auf eine erneute Kandidatur verzichtet, um jüngeren Vereinsmitgliedern den Weg in den Vorstand des Kerbvereins zu ermöglichen. Nichtsdestoweniger wird sie dem Vorstand weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bürgermeister Jürgen Rogg, neu gewählter Revisor, sagt auch weiterhin seine Hilfe und tatkräftige Unterstützung zu, damit diese Dietzenbacher Tradition auch in Zukunft weiterleben und weitergegeben werden kann. Auch über die vielen konstruktiven Vorschläge und Meinungen der Mitglieder war der Vorstand sehr erfreut.

Wir wünschen dem neuen Vorstand viel Erfolg für die nächsten 2 Jahre. vorstand2015

Der neue Vorstand des Dietzenbach Kerbvereins (von links) Dennis Samarzija, Uwe Schmedemann, Peter Maul, Michael Hain und Lisa Sundt

Kerb und Kebab (Jan 2015)

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Am 31. Oktober war es soweit: Die Kerb in Dietzenbach hat begonnen. Ein Haufen gut gelaunter Jungs – die „Kerbborsche“ – ist in den Stadtwald gefahren, um sich ihren Kerbbaum für 2014 auszusuchen. Dieser wurde geschmückt und schließlich neben dem Feuerwehrmuseum aufgestellt. Am Abend des 31. wurde die Kerb dann feierlich eröffnet mit der alljährlichen Kerbrede.
Aber was ist eigentlich der Anlass zur Kerb? Hier nun ein kleiner geschichtlicher Exkurs: Die Kerb, auch „Kirchweih“ genannt, wird anlässlich des Geburtstages (Tag der Fertigstellung) der evangelischen Kirche in der Altstadt gefeiert – 2014 war es der 255. Geburtstag. Das Kirchweihfest findet am letzten Oktoberwochenende statt, beginnt freitags mit der Kerbansprache“ und endet dienstagabends mit der „Grabrede“. Bei der Grabrede wird die „Kerbbobb“ verbrannt. Das ist eine Strohpuppe, die von den Kerbborschen gebaut wird und seinen Platz hoch oben in der Krone des eingangs erwähnten Kerbbaumes findet. Am letzten Tag wird sie zu Grabe getragen und verbrannt. Mit der Bobb geht auch die Kerb zu Ende.
Ich möchte mich in diesem Artikel nun kurz fassen, denn die komplette Tradition der Dietzenbacher Kerb nimmt dann doch zu viel Platz weg. Einen Punkt möchte ich noch erwähnen: Die Kneiptour der Borschen. Diese findet am Kerbsamstag statt. Die Jungs überlegen sich eine Route, um möglichst vielen Gaststätten in der Stadt einen Besuch abzustatten. Während sie um die Häuser ziehen, singen sie lauthals traditionelle Lieder, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. In diesem Jahr hatten die Buben einen sehr begeisterten Zuhörer: Den Besitzer der „Goldgrube“. Er stand gerade vor seinem Eingang, als der Haufen Leute singend an ihm vorbei in die benachbarte Kneipe einziehen wollte. Mit großen Augen aber sperrte er seine Tür weit auf und lotste den fröhlichen Trupp hinein. Die Gäste hielten inne, drehten die Köpfe und waren sichtlich angetan von dem unbekannten bunten Treiben. Der Ladenbesitzer verlangte eine Zugabe nach der anderen und spendierte jedem Durchreisenden ein Bier. Es war ein Spektakel. Als würden zwei Welten aufeinanderprallen, sich dabei jedoch bestens miteinander verstehen.
Ich persönlich war zunächst skeptisch. Die Kerbborschen mochten so gar nicht in das Bild dieses Etablissements passen. Aber man wurde mit weit ausgebreiteten Armen – auch von den Gästen – empfangen und sogar Fotos wurden geschossen
und gefilmt. Ich war mal auf eine iranisch-türkische Hochzeit eingeladen. Das hat in mir wahrscheinlich denselben Effekt ausgelöst.

Lisa Sundt

Quelle: DIEtZEITUNG 3. Ausgabe 2014

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