„Wem ist die Kerb? – Unser“ (05.11.2015)
261. Dietzenbacher Kirchweih lockte wieder Besucherscharen an

Das Kinderkarussell gehörte wieder zu den Attraktionen für die jüngsten Kerbbesucher.
Foto: Dreger
Dietzenbach (sd) -— Es ist Kerbfreitag, die Kerbborschen sind im Wald und suchen sich ihre Fichte aus. Alles lauft nach Plan. Um 16 Uhr kommt der knapp 14 Meter hohe Kerbbaum am Feuerwehrmuseum an. Es fehlt noch der Kranz, und natürlich die Bobb, die in diesem Jahr auf einem blauen Stuhl thront. Als beides am Stamm befestigt ist, wird es laut. Das Kommando „Alle Mann hoch“ hallt durch die Straße. Die diesjährigen Borschen, und viele ihrer Vorgänger aus vergangenen Jahren, heben den Koloss auf ihre Schultern und dann mit Stangen und Seilen langsam in die Senkrechte. Ein riesen Jubel bei den Zuschauern, als der Baum steht.
Bis zur offiziellen Ansprache sind noch ein paar Stunden Zeit. Zeit um über die Kerb zu schlendern, oder zum ausruhen. Schließlich werden die nächsten fünf Tage hart für die zehn Borschen und ihr Gefolge. Nach Einbruch der Dunkelheit ertönt vor der Kerbzentrale, dem Theater Schöne Aussichten am Harmonieplatz, die Fanfare. Ein großer Menschenauflauf wartet auf die Borschen. Dann, endlich, die Türen öffnen sich und es geht los. Zehn „Kerbborsche“, unter ihnen die beiden „Kerbparre“ Markus alias „Muggetell“ und David alias „Witchhill“ treten vor die Menge. Selbstverständlich mit ihrem Gefolge, dem Bär samt „Domteuse“ und „Zischeunerin“. Diese waren traditionell bis eben noch geheim, ebenso wie der Name der Bobb. Passend zu seinem „Job“ haben ihn die Borsche „Kevin allein am Baum“ getauft.
Das Vorstellen der Akteure, die Begrüßung der Ehrengäste, wie dem Kerbvadder, dem Vereinsvorstand und den Ehrenkerbborschen läuft genauso problemlos, wie das „auf die Leiter steigen“ mit anschließendem Gläserschmeißen. Dazwischen immer wieder Trinksprüche und – das darf nicht fehlen – das Kerblied. „Wem ist die Kerb? – Unser!“ schallt es durch die Dunkelheit. Unter tosendem Beifall ist damit die 261. Kirchweih offiziell eröffnet.
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„Wem ist die Kerb? – Unser!“
![]() Romaissa fand die Schiffschaukel am tollsten, Amir den Autoscooter. Bei der Frage was am leckersten schmeckt, waren sich die beiden aber absolut einig: Zuckerwatte. Foto: Dreger |
![]() Beim Weckruf durch die Stadt mit Kerbkuchenverkauf war ein Stopp vor dem Haus von Arthur Keim (2. von rechts) Pflicht. Er war 1948 bei der ersten Kerb nach dem Krieg Kerbborsch und freute sich über ein Ständchen und natürlich ein Stück Kerbkuchen. Foto: Dreger |
Quelle: Stadtpost Dietzenbach 05.11.2015
























