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Autor: Lisa Schmedemann

Schutzanzug und Stroh formen seinen Körper (18.10.2010)


Schutzanzug und Stroh formen seinen Körper

Elf fleißige Kerbborsche erschaffen den „Schobbeschorsch“

Von Ingrid Zöllner

Dietzenbach * Noch ist es knapp zwei Wochen hin, doch im Keller des Wirtshauses „Zur Linde“ geht es schon jetzt geheimnisvoll zu: Es ist der neue Sitz der Kerbborsche, seit die „Licher Pilsstube“ geschlossen hat. Elf von ihnen drängeln sich am Samstagnachmittag um einen Holzstuhl. Ein weißer Schutzanzug wird mit Stroh dick ausgestopft. Die Figur nimmt langsam Form an. Die Jungs ziehen ihr ein weißes Hemd, einen alten, hellbraunen Anzug,  Tennissocken, Sportschuhe und Arbeitshandschuhe an. Sie basteln ihre Kerbbubb – im Geheimen, denn erst am Freilag, 29. Oktober, beim Kerbbaumstellen, tritt der Schobbeschorsch offiziell ins Licht der Öffentlichkeit. Noch fehlt ihm der Kopf, an den sich die Kerbborsche jetzt als nächstes machen. Ein umgedrehter Einkaufsbeutel wird dafür umfunktioniert. „Da kommt ja auch schon die Wirbelsäule“, ruft O. S., als Kerbborsch Christian Kraus mit  einer Holzlatte ankommt. Die Puppe wird mit Draht an dem Stuhl festgezurrt. Schließlich muss sie während der Kerb einige Tage halten. Dieses Mal wird der Baum mit dem Schobbeschorsch bei der „Linde“ aufgestellt. Wirtin Ingrid Riedel ist damit zugleich die Kerbmodder. Tipps gibt es derweil von zwei alten Kerbborschen: Peter Maul und Anton Hammerl, Sie begutachten die Arbeit der Jungs und geben Hilfestellung: „Macht nicht zu viel Stroh hinein!“ Der Anzug vor dem Bauch ist so stark gespannt, als ob jeden Moment die Knöpfe abspringen könnten. „Jetzt gibt es das Facelifting“, meint Franz Weber, als der Stoffbeutel gestrafft wird. Das Gesicht verpasst S. der Figur mit einem schwarzen Stift. „Der sieht dann richtig schön doof aus“, sagt er zufrieden. Ein Hut komplettiert das Prachtstück. Die Kerbborsche treten ein Stück zurück und schauen sich ihr Werk an. „Der hat aber ordentlich Bauch“, bemerkt Maul. „Aber die Puppe sieht richtig gut aus“, sagt S., der 2005 und 2006 schon einmal Kerbborsch war. Bis zum Kerbfreitag wird die Puppe versteckt. Erst wenn sie hängt, darf sie von den alten Kerbborschen geklaut werden. „Früher wurde sie gegen Alkoholisches eingelöst. Inzwischen gibt es Kerbbobb gegen Essen“, sagt Gerolf Baum, Vorsitzender des Kerbvereins und Kerbborsch von 2005 und 2006. Doch bis dahin haben die Kerbborsche von diesem Jahr noch Zeit, ihre Lieder zu üben, die sie zur Kerb schmetternd vortragen. www.kerbborsche-dietzenbach.de

 

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Die Bobb ist fertig, die Kerb kann kommen?! Ganz so schnell geht es dann doch nicht, denn bis zum bunten Treiben in der Altstadt vergehen noch knapp zwei Wochen. So lange wird Schobbeschorsch dann auch „untertauchen“ – an einem geheimen Ort, auf dass er nicht vorzeitig geklaut wird… F.: ing

 

Quelle: Offenbach Post 18.10.2010

Zur Kerb soll wieder getanzt werden (16.10.2010)


Zur Kerb soll wieder getanzt werden  

Verein will alte Tradition aufleben lassen

Dietzenbach (jp) * Der Kerbverein Dietzenbach möchte eine alte Tradition wieder aufleben lassen. Deshalb lädt der vor zwei Jahren neu gegründete Verein für Samstag, 30. Oktober, zum Kerbtanz ein. Musikalischer Star des Abends ist die „Jack Steam Band“. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, Einlass ist bereits ab 19 Uhr. Die schöne Tradition des Kerbtanzes hatte in den 80er Jahren ein jähes Ende gefunden, wie Peter Maul, stellvertretender Vereinsvorsitzender, erläutert. Der Kerbverein hofft nun, die Begeisterung der Bürger für die Veranstaltung neu zu entfachen. Karten an der Abendkasse kosten sechs Euro, im Vorverkauf nur fünf Euro. An folgenden Stellen sind Tickets für den Kerbtanz  erhältlich: Schlüsseldienst Willmann (Am Hinterwald 16) , Handelsagentur Peter Maul (Auestraße 26), im Wirtshaus „Zur Linde“ (Darmstädter Straße) sowie in der „Hausnummer 21“ (Frankfurterstraße 21).  Das Vorverkaufstelefon ist unter Tel.: 06074 / 3709150 zu erreichen; die verschiedenen Vorverkaufsstellen nehmen auch Reservierungen entgegen.

 

Quelle: Offenbach Post 16.10.2010

Feuerwehrolympiade auf 16. Weinfest (22.07.2010)


Am 28. Juli mit dem hr-Fernsehen Maintower

Feuerwehrolympiade auf 16. Weinfest    

Dietzenbach (red) – Neben Schlemmen und Genießen auf dem Europaplatz gibt es wieder viel Programm auf dem 16. Dietzenbacher Weinfest. Vom 23. Juli bis 1. August öffnet der Weinfest-Boulevard um 17 Uhr. Ein besonderes Programmhighlight findet am 28. Juli statt: An diesem Tag berichtet das hr-Fernsehen live von der Feuerwehr-Olympiade, die im Rahmen des Weinfestes stattfindet. An diesem Mittwoch öffnet das Weinfest bereits um 14 Uhr. Unter dem Motto „Wasser marsch“ veranstaltet das hr-Boulevardmagazin „Maintower“ in ganz Hessen die Feuerwehr-Olympiade und macht auch in Dietzenbach halt. Mitglieder des Kerbvereins und der Tellschützen stellen sich  den kniffligen, witzigen und spritzigen Aufgaben der Feuerwehr.

Den Gewinnern winkt der goldene Feuerwehrhelm – die Verlierer müssen das dreckigste Feuerwehrauto putzen. Ab 15 Uhr beginnt die erste Spielrunde. Lautstark unterstützende Zuschauer sind Willkommen. In der Sendung „Maintower“ zeigt der hr ab 18 Uhr die schönsten Szenen des Nachmittags und schaltet live zur entscheidenden Phase und zur Siegerehrung auf das Dietzenbacher Weinfest.

Quelle: Dietzenbacher Stadtpost 22.07.2010

Weinseligkeit auf dem Boulevard (21.07.2010)


Weinseligkeit auf dem Boulevard

Traditionsfest lockt mit Live-Musik und Feuerwehr-Olympiade

Dietzenbach [nl] * So wie Kinder die Tage herunterzählen mögen bis zu ihrem Geburtstag oder auch dem Tag, an dem das Christkind endlich vor der Tür steht, so gibt es auch den einen oder anderen erwachsenen Kreisstädter, bei dem sich die Vorfreude im Herunterzählen der noch verbleibenden festfreien Tage manifestiert. Nur noch zweimal schlafen, dann ist es wieder so welt: Der Boulevard des 16. Dietzenbacher Weinfests, das Weinfreunde aus der ganzen Region bereits im dritten Jahr auf dem Europaplatz feiern, wird am Freitag. 23. Juli, 19 Uhr, von Bürgermeister Jürgen Rogg sowie Weinhoheiten aus Groß-Umstadt offiziell eröffnet. Wie schon in den vergangenen Jahren wird es auch dieses Mal wieder täglich LiveMusik geben: Jeweils ab 19 Uhr sorgen dann auf der Bühne vor dem Rathaus unter anderem die drei Vollblutmusiker der „Jack Steam Band“ (Auftakt am Freitag) oder auch die beliebte kubanische Combo „Los 4 del Son“ für Stimmung und Gelegenheit zum Tanzen. Zehn Tage lang, vom 23. Juli bis 1. August, öffnen Winzer und Gastronome ihre insgesamt 30 Stände jeweils am späten Nachmittag, 17 Uhr.
„Wasser marsch!“ heißt es am Mittwoch, 23. Juli. Was sich nicht auf die Getränkewahl der Gäste bezieht, sondern auf einen besonderen Höhepunkt, den das hr-Boulevardmagazin „Maintower“ an verschiedenen Stationen in ganz Hessen bietet, an diesem Tag in Dietzenbach. Das hr-Fernsehen berichtet live von der „Feuerwehr-Olympiade“: Mitglieder des Kerbvereins sowie der Tellschützen stellen sich den kniffligen Aufgaben der Feuerwehr. Den Gewinnern winkt der goldene Feuerwehrhelm, die Verlierer dagegen müssen das dreckigste Feuerwehrauto putzen. Ab 15 Uhr beginnt die erste Spielrunde, das Weinfest selbst ist ausnahmsweise an diesem Tag schon  ab 14 Uhr geöffnet. Die schönsten Szenen des Nachmittags werden dann in der Sendung „Maintower“ (18 Uhr, hr-Fernsehen) zu sehen sein, und zur entscheidenden Phase sowie der Siegerehrung gibt es eine Live-Schaltung auf den Europa-Platz. Während die Feuerwehr-Olympiade eine einmalige Aktion ist, bietet die Stadtmarketing-Agentur am Weinfest täglich eine Tombola, bei der jeder Besucher die Chance hat, je 20 Flaschen eines der teilnehmenden Winzer zu gewinnen. Ebenfalls gewinnen können Freunde des Open-Air-Kinos, und zwar je zwei mal zwei Karten. An der Verlosung nimmt jeder teil, der auf einem beim Weinfest verteilten Gewinnspiel-Flyer einen Grund angibt, weshalb er gerne ins Open-Air-Kino geht. Präsentiert wird dieses Gewinnspiel von der Mediengruppe Offenbach-Post. Und auch das Rathaus-Center lockt zu einer besonderen Veranstalltung: Tanja „La Gatita“ und ihr Ensemble werden mit Flamenco, Gesang und Gitarrenmusik bei einer „Spanischen Nacht“ am Samstag, 31. Juli, für Stimmung sorgen. Ihre Auftritte sind für 18, 19.30 und 21 Uhr geplant, bis 22 Uhr haben die Läden an diesem Abend  geöffnet. Das Live-Musikprogranim auf der Eurppaplatz-Bühne hält ein Wiedersehen mit einigen bekannten und beliebten Gruppen bereit: Den Anfang macht, wie erwähnt, die „Jack Steam Band“ am Freitag, 23. Juli. Sie verspricht abwechslungsreiche Sounds und Rhythmen. Die weiteren Auftritte im Überblick:
Samstag, 24. Juli: Good Vibrations
Sonntag, 25. Juli: Strangers
Montag, 26. Juli: Los Amigos
Dienstag, 27. Juli: Capones
Mittwoch, 28 Juli: Big T Dou
Donnerstag, 29. Juli: Los 4del Son
Freitag, 30. Juli: Thomas Pabst
Samstag, 31. Juli: Holidays
Sonntag, 1. August: Euro Tops

Quelle: Offenbach Pst 21.07.2010

GRUPPENBILD mit Bopp und Baumschmuck (06.11.2009)

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GRUPPENBILD mit Bopp und Baumschmuck. In Dietzenbach wurde am vergangenen Wochenende die 255. Kerb gefeiert. Zu Hauptdarstellern der feucht-fröhlichen Tage mit viel Gesang, Geselligkeit und guter Laune avancierten die Kerbborsche, die ihr „Hauptquartier“ in der Licher-Pilsstube an der Frankfurter Straße bezogen hatten und von dort des Öfteren Richtung Altstadt ausschwärmten. Auch ins Gemeindehaus der Protestanten, wo der finale „Kerbschobbe“ serviert wurde. Mit den  alljährlich im Herbst wiederkehrenden Kerbgebräuchen wird an die Weihe der Christuskirche erinnert. Am 27. Oktober 1754 konnte das barocke Gotteshaus seiner Bestimmung übergeben werden. Heute, 255 Jahre später, präsentiert es sich in seinem Erscheinungsbild im Wesentlichen unverändert. (köf/DZ-Foto: Schürrlein)

 

Quelle: Dreieich Zeitung 6.11.2009

255. Dietzenbacher Kerb mit wiederbelebter Tradition, Riesenrad und Kettenkarusell (05.11.2009)

255. Dietzenbacher Kerb mit wiederbelebter Tradition, Riesenrad und Kettenkarusell

Marathon für die Kerbborsche

Dietzenbach (tsk) – Was wäre Dietzenbach ohne seine Kerb? Was wäre die Kerb ohne Kerbborsche? Was wären die Kerbborsche ohne die Dietzenbacher Bürger, die den Ulk mitmachen und ihnen beim Frühstück einholen nachgeben, ohne dass der „Bär“ zum Einsatz kommen muss… Die 255. Dietzenbacher Kerbweih begann am Freitag mit dem traditionellen Aufstellen des Kerbbaums vor der  Licher Pilsstube. Wie jedes Jahr versammelten sich viele Schaulustige, um bei dem lustigen Treiben dabei zu sein. Danach folgten der Kerbgottesdienst in der evangelischen Christuskirche und die Ansprache der Kerbborsche vor der Licher Pilsstube. Am Samstag waren die diesjährigen Kerbborsche Julian Weiterer, Philip Stephan Woyke, Alexander Schütz, Niklas Fey, Tomas Kramer, Marvin Lux, Franz Weber, Fabian Dambowy und Tim Braun wieder fleißig unterwegs. Frühstück einholen, Kerbolympiade, Tour durch Kerbkneipen, Kerbabend in der Pilsstube. Da muss man schon einige  Kondition mitbringen, dann am Sonntag ging es dann munter weiter: Weckruf, Kerbkuchenverkauf. Dann montags der Sängerfrühschoppen in der Linde, erneutes Einholen des Frühstücks am Dienstag. Bis der „Sabberlabbe“ am Abend verbrand und die Grabrede gehalten wurde und der „Kerbschoppe“ im Gemeindehaus der Christuskirchengemeinde stattfand, hieß es noch das Göpfert-Haus, das DRK-Pflegeheim und das Betreute Wohnen in Steinberg besuchen. Kerbborsche zu sein, heiß einen Fulltime-Job zu haben, mindestens für die gut vier Kerbtage im Jahr. Entspannter konnten es da die Kerbbesucher angehen, die entweder die Zeltkerb der Feuerwehr-Vereinigung besuchten, oder die Dietzenbacher Kerbweih in der Altstadt. Hier sah man versonnen kleine Kinder Karrussel und größere Kinder Kettenkarussel und Riesenrad fahren. Autoscooter waren im Dauerbetrieb. Magenbrot, Jahrmarkts-Lebkuchenherzen, Zuckerwatte, Paprikawürstchen, Nierenspieß, Crepes, Glühwein, und ein zünftiges Bier, für jeden Geschmack war etwas dabei. Doch am Dienstagabend hieß es nach der Kerbverbrennung endgültig von der diesjährigen Kerb abschied nehmen. Was soll’s, die närrische Zeit steht uns bevor und die nächste Kerb kommt bestimmt!

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Ausdauer, Humor und Teamgeist bewiesen die diesjährigen Kerbborsche. Hier im Bild kurz vor dem Aufstellen des Kerbbaums.

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Wie sich so ein Kerbbobb anfühlt, will der gegebenenfalls Kerbborsche-Nachwuchs möglichst frühzeitig ganz genau wissen und geht vorsichtig auf Tuchfühlung… Text/Fotos (3):  Kammermeier

Quelle: Dietzenbach Stadtpost 05.11.2009

Es war einmal (05.11.2009)

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ES WAR EINMAL… ein Kerbmontag vor 57 Jahren, im Herbst 1952. -Das Foto von Heinz Groh zeigt neun junge Mannen die der Tradition entsprechend von Wirtschaft zu Wirtschaft zogen. Von links: Ernst Wintterlin, Philip Eckert, Heinz Groh, Kurt Werwatz, „München“ Lehr, Arthur Röder, Simon Kühn, Ewald Krimm und Kurt Wolf. – Repro: cz

Weniger Besucher und dennoch ein voller Erfolg (05.11.2009)

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Da brennt er nun, der arme Bursch‘:  Mit dem lodernen Ende von Kerbpuppe „Sabberlabbe“ fand die 255. Dietzenbacher Kerb ihr gewohnt tränenreiches Ende. Foto: Towae

Weniger Besucher und dennoch ein voller Erfolg

Kerb mit Finanzplus und reichlich Tränen zu Ende gegangen

Dietzenbach (fel) * „Anstrengend wars, aber sehr. sehr schön.“ Phillip Woyke vom Kerbverein zieht eine positive Bilanz der 255. Dietzenbacher Kerb, die am Dienstagabend mit der Verbrennung von „Sabberlabbe“ ihr vorprogrammiertes tragisches Ende gefunden hat. Entsprechend seien sehr viele Tränen geflossen, so Woyke. Doch nicht nur das lodernde Aus der Kerbpuppe – und damit des  langen Kerbwochenende – sorgte für Trübsal. Auch die Nachricht, dass zum Leidwesen aller nach fast drei Jahrzehnten im nächsten Jahr nicht mehr in der Licher Pilsstube gefeiert werden kann, trübt bereits jetzt den Ausblick auf die nächste Kerb. Man sei dennoch guten Mutes, versicherte Woyke, und plane für die nächste Auflage eine noch attraktivere Kirchweih: „Wir müssen die Kerb auch für Besucher der umliegenden Ortschaften noch interessanter machen.“ So habe es diesmal trotz ausgelassener Stimmung doch immer wieder an der Besucherresonanz gemangelt, „obwohl das Wetter eigentlich ganz gut mitgespielt hat“. Berichte, dass unter anderem Samstagnachmittag nicht viel losgewesen sei rund um den Harmornieplatz, musste der Kerbverein bestätigen. Dafür sei es anders als in manchen Vorjahren dieses Mal – mit Ausnahme einiger verbaler Auseinandersetzungen – zu keinen gewaltsamen Übergriffen seitens unerwünschter Kerbbesucher gekommen. Auf großes Interesse stieß die Überraschungsparty in der Pilsstube am Samstagabend. Dort war unangekündigt und als Dankeschön für die Kerbeltern eine Liveband aufgetreten und hatte für reichlich gute Laune gesorgt. Insgesamt habe sich die Kerb auch finanziell gelohnt: „Wir haben noch 1000 Euro aus unserem Etat übrig“, teilte Woyke mit. Viele Geschäfte hätten beim Frühstückeinholen am Samstagmorgen nicht nur Lebensmittel, sondern auch Geld gespendet. Auch den Kerbborsche hat alles so gut gefallen, dass sie im nächsten Jahr geschlossen weitermachen wollen.

 

Quelle: Offenbach Post 05.11.2009

 

Bilder der Dietzenbacher Kerb (OP Online 5.11.2009)

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Wenn die bunten Fahnen wehen… (02.11.2009)

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Heute und morgen geht es beim Kerbrummel in der Altstadt nochmal rund. Gestern früh verkauften die Kerbborschen körbeweise Kuchen (rechts). Und am Samstagmorgen zog Esmeralda mit ihren sieben hungrigen Kindern und einem Bären durch die Geschäfte, um Frühstück einzuholen. Fotos: sar, sef, kat

 

Wenn die bunten Fahnen wehen…

Mit den Kerbborschen unterwegs in den Altstadt-Gassen

Von Katharina Hempel

Dietzenbach * „Lumpen, Altmetall, Kerbkuchen!“ Ungewöhnliche Parolen wie diese waren gestern früh in der Altstadt beim Weckruf der Kerbborschen zu hören. Körbeweise Riwwel-, Äppel- und Käskuche verkauften die Jungs, die von Mitgliedern des Kerbvereins verstärkt wurden, an den Haustüren. Der Tross zog mit Traktor und geschmücktem Anhänger, auf dem zwei Musiker Gitarre und Ziehharmonika spielten, durch die Gassen. Und dann war da noch eine andere Tradition, die am Samstag früh neu belebt wurde: Es ging um Esmeralda, einen Bären und ihre sieben Kinder. Neun Kerbborschen trafen sich am Kreisel, um mit Aspirin und Äppler bewaffnet ihren Zug anzutreten. Sieben der Knaben trugen ihr typisches, an venezianische Gondolieri erinnernde Outfit aus schwarzer Hose, weißem Hemd, roter Schärpe und Strohhut. Etwas extravaganter ging es bei Phillip Stephan Woyke und Marvin Lux zu: Letzterer war als Bär verkleidet, und Woyke nannte sich Zigeunerin Esmeralda, trug Perücke, Schultertuch und einen weiten Rock. Die Delegation zog von Geschäft zu Geschäft, um ihr Kerbfrühstück einzuholen, oder besser gesagt: Die arme Esmeralda bettelte um Essen für ihre sieben hungrigen Kinder. Wer nichts Essbares parat hatte, der konnte ihr einen Teppich abkaufen. Damit ließen die Neun ein Brauchtum wieder auferstehen, das vor 23 Jahren mit den letzten Kerbborschen in der Versenkung verschwunden war. Auch damals schon machten Esmeralda und Co. die Straßen unsicher. Und wenn man sie fortschickte, ohne ihnen etwas zu essen zu geben, dann ließen sie ihren Bären los. Erste Station waren der Bäcker Krapp und die Metzgerei Mörtel in der Bahnhofstraße. Mit Brötchen und Wurst im Gepäck ging es zum Schreibwarenladen Müller und Foto Raab. Auch im Rewe-Markt und bei der Metzgerei Zanger wurde Halt gemacht und das Frühstücksangebot erweitert, zum Dank gaben die Kerbborschen ein mehrstimmiges Ständchen zum Besten. Doch nicht überall wurde die bunte Truppe so freundlich empfangen. Selbst der losgelassene Bär konnte dann nicht mehr helfen. Aber dies lag bestimmt nur daran, dass man in diesen Lädchen noch nicht so vertraut mit der wieder eingeführten Tradition war. Der Stimmung der Kerbborschen konnte dies jedoch wenig anhaben, und so zogen sie mit wehender Fahne, pardon: wehenden Fahnen weiter. Die trugen sie an den dazugehörigen Stangen, hoch über den Köpfen schwebend.

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Quelle: Offenbach Post 02.11.2009

Vom Fest der Kirchweih (31.10.2009)

Vom Fest der Kirchweih

Wann genau ist Kerb in Dietzenbach?

Dietzenbach (cz) * Alle Jahre wieder, wenn der Oktober kommt, gibt es sowohl in Dietzenbach als auch in Offenthal Diskussionen darüber, wann eigentlich Kerb ist, warum oftmals die Termine zusammenfallen und warum gelegentlich nicht. Heimatforscher Heinz Hang kennt die schon seit Jahrhunderten gehandhabte Regelung. Sie besagt: „Simon Judea (28.Oktober) legt die Offenthaler Kirchweih“. Kerb in Offenthal ist also immer am ersten Sonntag nach dem 28. Oktober. Der Kerb-Termin in Dietzenbach wird von der Einweihung der wiedererstellten Kirche am 27. Oktober 1754 bestimmt, das heißt, sie findet immer am ersten Sonntag nach dem 27. Oktober statt. Das hat zur Folge, dass Offenthal und Dietzenbach meistens am selben Tag Kerb feiern; nur wenn der 28. Oktober ein Sonntag ist, feiert allein Dietzenbach Kerb. Von 1950 bis 2001 fiel der 28. Oktober insgesamt neunmal auf einen Sonntag, an dem nur in Dietzenbach Kirchweih (Kerb) gefeiert wurde: 1951, 1956, 1962, 1973, 1979, 1984, 1990, 2001 und 2007. Die wechselnden Abstände zwischen den Kerb-Sonntagen kommen Hang zufolge durch die Schaltjahre zustande.

> Wer noch Kerbkuchen für den morgrigen Weckruf der Dietzenbacher Kerbborschen spenden möchte, sollte diesen am heutigen Samstag zwischen 10 und 15 Uhr beim Kerbparre Julian Weiterer (Bahnhofstraße 77) abgeben.

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Mit vereinter Manneskraft haben die Kerbborschen gestern den Kerbbaum herangeschaft. Nach mehreren Anläufen gelang es schließlich auch, das imponierende  Exemplar vor der Licher Pilsstube aufzustellen. Foto: Reichelt

Quelle: Offenbach Post 31.10.2009

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