Zum Hauptinhalt springen

Autor: Lisa Schmedemann

Sonntag und Kerbgeschehen sorgen für Trubel (01.11.2011)


Sonntag und Kerbgeschehen sorgen für Trubel

Vom Weckruf zum Catwalk
Dietzenbach –   Bürgermeister Jürgen Rogg steht an eine Laterne gelehnt und verfolgt die Modenschau auf dem „Roten Platz“. Models wie Du und ich – also figürlich querbeet – schreiten, gehen oder bewegen sich wie Katzen auf dem Laufsteg. Von Leo Postl
OPOnline01112011
© lfp
Edith und Helmut Leonhardt sichern sich als Erste den begehrten Kerbkuche beim Weckruf
Trotz der kühlen Temperaturen am Abend ziehen manche „blank“, stehen nur in Unterwäsche auf dem Catwalk. „Ganz schön mutig“, meint eine bestens bekleidete Dame aus den Reihen der Zuschauer und freut sich, dass sie jetzt die Hosen ihrer Lieblingsmarke auch in Dietzenbach erwerben kann. Somit hat die Modenschau am verkaufsoffenen Sonntag in der Altstadt schon mal einen Zweck erfüllt.
Eine Modenschau der etwas anderen Art wird dagegen im Kerbzelt der Feuerwehrvereinigung geboten. Dort zeigen Vereinsmitglieder, aber auch Männer und Frauen der Einsatzabteilung und der Jugendfeuerwehr, was einst „en vogue“ in Sachen Uniform und Ausrüstung gewesen ist – und wie es heute aussieht. Das modische Spektrum reicht von der Pickelhaube über die „Alarmtrompete“ bis hin zum Motorsägen-Mann in Schnittschutzhose. Letztere schützt die Beine vor der scharfen Sägekette, die insbesondere bei Sturmeinsätzen gefragt ist. Besondere Aufmerksamkeit aber erfahren die beiden „Mondmännchen“ im Hitze- beziehungsweise im Chemie-Schutzanzug. Die Zuschauer jedenfalls bedenken auch diese Mode-Revue mit viel Applaus.
In den Gassen der Altstadt, dort, wo der Kerbrummel aufgebaut ist, herrscht überaus reges Treiben. Ein Staumelder, hätte es einen solchen gegeben, hätte viel zu melden gehabt. Hier schnell mal mit dem mutigen Opa in einem „Schiffchen“ schaukeln, dort eine von Omi spendierte Currywust mit Pommes abstauben – so sieht für einige Kinder der Bummel über den Rummel aus. Die Erwachsenen selbst gönnen sich lieber einen Nierenspieß, dazu einen Aperol zur besseren Verdauung.

Kerb und verkaufsoffener Sonntag in Bildern

89674286-kerb-verkaufsoffener-sonntag-dietzenbach-oaFaPSAop09

176900435-kerb-verkaufsoffener-sonntag-dietzenbach-aDqaLMWUO09

314700019-kerb-verkaufsoffener-sonntag-dietzenbach-tEm8nvFs009

399961061-kerb-verkaufsoffener-sonntag-dietzenbach-wedgmy03209

466749280-kerb-verkaufsoffener-sonntag-dietzenbach-aDqaLMWUC09

692998333-kerb-verkaufsoffener-sonntag-dietzenbach-1C09

 

1738189213-kerb-verkaufsoffener-sonntag-dietzenbach-dxg5TxVws09

1780276336-kerb-verkaufsoffener-sonntag-dietzenbach-g77aNPOKa09

„Ne, da brauch ich gar nicht hinzugehen, ich treff’ da nie was“, resigniert ein Verliebter, der überlegt hatte, seiner Auserwählten eine Rose zu schießen. Dafür darf sie sich dann an einem Stand ein Andenken mit viel Glitzer aussuchen – so wird die Kerb auch für sie noch zu einem schönen Erlebnis.
Begonnen hatte der Sonntags-Kerbrummel mit dem Weckruf durch die Kerbborsche – die allerdings selbst einen solchen nötig gehabt hätten. „Wo bleiwe se denn?“, trippelt Kerbparre Peter Maul ungeduldig am Treffpunkt hin und her. Doch außer drei Getreuen sowie den fleißigen Damen, die bereits die vielen Bleche mit Kerbkuchen in gerechte Portionen geteilt und verpackt haben, lässt sich zunächst niemand blicken. Der Erlös aus dem Verkauf der Kerbkuchen, Riwwel-, Rahm- und Äbbelkuche, alles aus der Bäckerei Krapp, kommt, wie berichtet, der Dietzenbacher Tafel zugute. Heute Abend, bei der Kerbverbrennung an der „Linde“, soll die Spende übergeben werden.
„Ach da kimmt ja widder aaner!“, sieht der Kerbparre wieder ein müdes Etwas aus dem Auto steigen – freilich mit der Botschaft, dass zwei weitere nicht kommen werden. „Dene dun de Kopp, die Füß und noch mehr annern Sache weh“, beschreibt der Kerbborsch. „Na, dann hoffe mer, dass wenigstens noch die Mussig kimmt“, sorgt sich Maul. Der Spielmannszug Götzenhain-Offenthal soll nämlich für die musikalische Lautstärke beim Weckruf sorgen. Glück für die Ditzebächer, denn so können sie noch etwas länger die sonntägliche Morgenruhe genießen. Mit etwas Verspätung aber geht es dann los.
Die Kerb, der stadtweite, verkaufsoffene Sonntag und Halloween: Das alles fällt in diesem Jahr zusammen. Und so ist auch das Rathaus-Center, wie weitere Märkte in der Stadtmitte, an diesem Sonntag geöffnet. Als besonderes Angebot für Kinder gibt es Bastelaktionen, und wer will, kann sich als Halloween-Geist verkleiden und fotografieren lassen. „Am Basteltisch war immer was los, bestimmt mehr als 200 Kinder“, bilanziert Jennifer Voigt-Schmidt vom Center-Team zufrieden.

 

 

Quelle: Offenbach Post Online 01.11.2011

Bobb is fertisch, die Kerb kann komme (19.10.2011)


Bobb is fertisch, die Kerb kann komme

Verein steht nach den letzten Vorbereitungen in Startlöchern

Von Daniel Kolb

Dietzenbach *Die Kerbborsche haben sich auch dieses Jahr wieder das Ziel gesetzt, eine Kerbbobb aus Stroh und nicht mehr benönigter Kleidung für die Kerb in der Altstadt anzufertigen. Neben den zwei neuen Kerbborschen sind auch vier junge Männer dabei, die schon mehrere Jahre bei der Kerb aktiv für Stimmung sorgen. Als Hilfestellung stehen zwei ältere Kerbborsche berei, wovon einer natürlich der Vorsitzende des Kerbvereins, Peter Maul, ist, damit die Kerbbobb stabil zusammengebaut wird. Später wird es auch die Aufgabe der Älteren sein, die Puppe während der Kerb vom Kerbbaum neben der Gaststätte „Zur Linde“ zu stehlen.
Die Kerbbobb besteht hauptsächlich aus Stroh, einem Ganzkörperanzug, dessen Enden verknotet sind, so dass die Innereien nicht herausfallen. Außerdem ist ein Tuch über das Gesicht gespannt. Die Figur soll betrunken wirken. „Die Krawatte muss raushängen, so sieht er erst richtig schön besoffen aus“ sagt Gerolf Baum zu Maul, als dieser die Kerbbobb etwas schicker machen will.
Zu guter Letzt wird noch alles mit dünnem Draht an der Kerbbobb und auch an dem Stuhl, auf dem die Puppe sitzt, befestigt. Nach gut 90 Minuten sind die Arbeiten abgeschlossen, und das Team ist sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Nur wie die Puppe schlussendlich heißen wird, bleibt vorerst ein Geheimnis, das nur die Kerbborsche kennen.
Auf dem Pmgrainm stehen neben dem Werkruf noch andere Termine, bei denen die Burschen in der Altstadt unterwegs sein werden, um die Besucher mit Liedem oder einem Lauf durch die Stadt zu unterhalten. Als Maul in der ausrangierten Jacke der Strohpuppe nachschaut, teilt er freudig dem Team seinen Fund mit: „Ja gucke mal da! Ein Glückspfennisch!“ Schon mal ein gutes Zeichen für die bevorstehende Festzeit, denn das sichtlich alte Geldstück stammt aus dem Jahr 1950.
Jedes Jahr aufs Neue wird wieder tatkräftige Unterstützung fürs bevorstehende kunterbunte Treiben benötigt. Schließlich gilt auch hier der Spruch: Umso mehr, umso besser. Jeder, der jetzt oder auch während der Kerbzeit Lust bekommt, einmal Kerbborsch zu sein oder sich aufeine andere Art zu beteiligen, kann einfach auf diese zugehen oder über ihre Internetadresse Kontakt aufnehmen unter:
-> www.kerbborsche-dietzenbach.de

 

OP19102011 1

Geschafft: Wieder ist eine tolle Kerbbobb entstanden, die liebevoll angezogen und geschminkt wurde.
Traditionsgemäß wird die Puppe vom Kerbbaum gestohlen. , Foto: dan

Quelle: Offenbach Post 19.10.2011

Wem wird die Kerb? (13.10.2011)


Kerbborsche suchen Mitstreiter um die Tradition aufrecht zu erhalten

 

Wem wird die Kerb?

 

Dietzenbach (red) –
Nachdem der Kerbverein und die Stadt Dietzenbach schon früh den Aufruf an die in Frage kommenden Kerbborschejahrgänge für dieses Jahr gerichtet hatte, meldete sich bis zum heutigen Tag nicht ein Einziger der das Amt dieses Jahr bekleiden will.
Jedoch der Kerbverein will nicht glauben und zulassen, dass diese schöne Tradition trotz aller Mühen wieder einmal verloren geht.
„Wir finden jede Stadt und jeder Ort hat und braucht seine Traditionen, dann daraus resultiert letztendlich eine Gemeinschaft. Wollen wir Dietzenbach immer mehr zu einer Schlafstadt werden lassen? Vom Kerbverein ein klares Nein“, schreibt Erster Vorsitzender Peter Maul.
Darum haben sich 15 Kerbborsche, Kerbparre und ihr Gefolge (Zischeunern, Danzbär und Bärenbändiger) aus den vergangenen Jahrgängen aufgemacht und rufen jetzt schon laut „Wem wird die Kerb? Unser!“
Gesucht werden noch zwei von drei Ehrenkerbborsche, die sich um den Verein verdient gemacht haben oder als Sponsoren für die Kerb 2011 noch verdient machen wollen. Der gesamte Erlös des Kerbkuchenverkaufs am Kerbsonntag wird bei der Kerbbeerdigung am Dienstagabend der Dietzenbacher Tafel überreicht.
Die Kerbborsche haben dabei ab 9 Uhr die musikalische Unterstützung des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehren Dreieich-Götzenhain / Offenthal. Gerne werden Kuchenspenden am Samstag bei der Familie Weiterer, Bahnhofsstraße 77 entgegen genommen. Die traditionellen Kerbkuche sind: Äbbelkuche, Riwwelkuche un Käskuche.“
Die genaue Laufroute an deren Wegesrand sich die Bevölkerung säumen soll wird nach Genehmigung noch rechtzeitig bekannt gegeben.
Leider musste der Kerbtanz in der Linde abgesagt werden, da der Kartenvorverkauf bisher nur einstellig war. Der Kerbverein bedauert dies sehr, versteht aber, dass das Risiko in Bezug der hohen Kosten für Musik und Gema zu groß war.

SP13102011 1

Die Dietzenbacher Kerbborschen um Peter Maul brauchen dringend weitere Mitstreiter Foto: p

Quelle: Dietzenbach Stadpost 13.10.2011

Kerb liegt diesmal länger in den Wehen (11.10.2011)


Kerb liegt diesmal länger in den Wehen

Dietzenbach – „„Wem is die Kerb?“, wird es wieder in der letzten Oktoberwoche heißen. Doch diesmal ist es eine schwere Geburt, weiß Peter Maul zu berichten. Der Vorsitzende des Kerbvereins hatte bereits im Juli mit unserer Zeitung um neue Kerbborsche geworben. Von Christoph Zöllner
OPOnline11102011 1
© Archivfoto: mat
Bärig: 15 altgediente Kerbborsche wollen die Tradition bei der 256. Auflage aufrechterhalten.
Doch von den infrage kommenden Jahrgängen hat sich bis heute niemand gemeldet. Also keine Kerbborsche in diesem Jahr? Von wegen. Tradition verpflichtet: 15 altgediente Kerbborsche, Kerbparre und ihr Gefolge wie Zischeunern, Danzbär und Bärenbändiger aus den vergangenen Jahrgängen haben sich erneut bereiterklärt.
 „Der Kerbverein will nicht glauben und zulassen, dass diese schöne Tradition trotz aller Mühen wieder einmal verloren geht“, so Maul. Die Mitglieder fühlten sich der Satzung mit den Worten „Tradition, Ehre, Gemeinschaft“ verpflichtet. Jeder Ort brauche Traditionen, „denn daraus resultiert letztendlich eine Gemeinschaft“. Der Kerbverein wolle damit verhindern, dass Dietzenbach zur Schlafstadt wird.
Indes sucht Maul mit seinem Team noch zwei von drei Ehrenkerbborsche, die sich um den Verein verdient gemacht haben oder als Sponsoren noch verdient machen wollen.
Großes hat der Verein mit dem Weckruf vor. Diesmal soll der gesamte Erlös des Kerbkuchenverkaufs am Kerbsonntag, 30. Oktober, der Dietzenbacher Tafel zufließen. Diesmal werden die Burschen ab 9 Uhr vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehren Götzenhain und Offenthal unterstützt. „Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn uns das Dietzenbacher Volk überhört“, meint Maul. Gerne nimmt die Familie Weiterer (Bahnhofsstraße 77) am Kerbsamstag Kuchenspenden entgegen. Willkommen sind: Äbbelkuche, Riwwelkuche und Käskuche. Die genaue Laufroute, an deren Wegesrand sich die Bevölkerung säumen soll, will Maul nach deren Genehmigung noch rechtzeitig bekannt geben.
Leider gibt es für alle Kerb-Fans auch noch eine schlechte Nachricht: Der bereits geplante Kerbtanz im Wirtshaus „Zur Linde“ wurde abgesagt, soll aber im nächsten Jahr eine Neuauflage erfahren. Als Nächstes steht am Samstag der Bau der Kerbbobb an – jener Puppe, die am Freitag, 28. Oktober, um 17 Uhr an den Kerbbaum geknüpft und zum Abschluss der Kirchweih am Dienstag, 1. November, um 20 Uhr vor der „Linde“ feierlich verbrannt wird. Also: „Wem ist die Kerb? Unser!“

 

Quelle: Offenbach Post Online 11.10.2011

Das Dorf Version 2011

Zur Kerb 2011

Kennst du das Dorf,  es war so scheen,   an alle Ecke Blitzer stehen  

Es liegt nett hoch, es liegt nett flach, das schöne Dorf heißt Blitzerbach

Der Schutzmann ruft:       Es hat kein Zweck,

dein Führerschein der iss jetzt weg.

So fährt kein Auto mehr ennaus,  die Blitzer bleiwe endlich aus.

So fährt kein Auto mehr ennaus,  die Blitzer  bleiwe   endlich   aus.

Kennst du das Dorf, es sei gewiss, mit Tradition bald nix mehr iss.

Wir wisse uns bald keinen Rat, es gibt nur Sprüch un keine Tat

Die Kerb sie ruft  „Läd euch All ein, awer komme dut kein Schwein

So geht die Tradition kabutt, kein Parre trät mehr seine Kutt,

so geht die Tradition kabutt, kein   Parre   trät   mehr   seine   Kutt.

Was wär die Stadt im Wiesengrün, wenn an Kerb ka Borsche ziehn

Es  wär so schad, es gäb kein Spass, es wärn ka Leute mehr uff de Gass

Kein Kranz am Baum un ach ka Bobb, der Verein der sacht jetzt Stopp.

So geht’s nett weider, in dem Ort, die Ditzebächer laafe sonst noch fort,

so geht’s nett weider, in dem Ort, die Ditzebächer laafe sonst noch fort!

Im Oktober 2011
von Peter Maul

„Kerbborsche“ dringend gesucht (13.07.2011)


„Kerbborsche“ dringend gesucht

Dietzenbach  – Mit angegrautem Haar und etwas füllig um die Taille wirkten die Männer in ihrer Uniform aus schwarzer Hose, weißem Hemd, Strohhut und roter Schärpe zwar nicht mehr so ganz borschehaft. Von Christoph Zöllner
OpOnline13072011
© Towae
Wer folgt ihnen nach? Beim Weckruf sausen die jungen „Borsche“ durch die Straßen, brüllen ihre Kommandos, singen ihre Lieder und drücken auf die Hausklingeln, um den „Kerbkouche“ zu verkaufen.
Doch die zwei Dutzend Kerbburschen der Jahrgänge 1977 bis 1982 um Reiner Wagner, Rainer Rill und Peter Maul hatten sich zum 250. Kirchweihfest zusammengefunden, die alte Dietzenbacher Tradition des Weckrufes nach 22 Jahren wieder aufleben zu lassen.
Sieben Jahre ist das inzwischen schon her. Und seitdem hat sich viel getan in Sachen Kerbfeierlichkeiten. Jahr für Jahr hatten sich junge Männer gefunden, um im Oktober das Städtchen auf ihre Weise zu erobern. 2009 wurde in Absprache mit dem damaligen Bürgermeister Stephan Gieseler sogar ein Kerbverein aus der Taufe gehoben, um die obersten Gebote von Tradition, Ehre und Gemeinschaft aufrechterhalten zu können. Doch in diesem Jahr lässt der Zuspruch der „Kerbborsche“ zu wünschen übrig. Daher bitten der Verein und die Stadt Dietzenbach um Mithilfe: Gesucht werden junge Männer ab 17 Jahren, die sich der über viele Jahrzehnte gewachsenen Rituale vom Basteln der „Kerbbobb“ bis zu deren Verbrennung widmen wollen.
Wie der Vorsitzende des Kerbvereins, Peter Maul, mitteilt, hat die Zahl der Kerbburschen in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. „Man muss nicht immer alles erneuern, schöne alte Traditionen sollte man, auch bei der gewachsenen Größe Dietzenbachs, so gut es geht aufrecht erhalten“, meint Maul, der auf die Hilfe von Bürgermeister Jürgen Rogg bauen kann.
Weitere Informationen unter Tel.: 06074 / 3 70 91 40 oder E-Mail (1.vorsitzender@ kerbborsche-dietzenbach.de). Wer sich über die Aktivitäten und die Historie der Dietzenbacher Kerb ausführlicher informieren möchte, wird im Internet fündig.
Der Kerbverein zählt nach Angaben von Maul zwar bereits 57 engagierte Mitglieder, „die selbstverständlich die Dietzebächer Kerb auch weiter zelebrieren“. Doch dazu gehören auch alljährlich neue Kerbborsche. Mit dem Nachwuchs aus den Reihen der Mitglieder will es allerdings nicht so recht klappen, da es zwischen 1982 und 2004 keine Kerbburschen gab. „Schaut man in unsere Nachbarorte, wo diese Tradition über die Jahre hinweg gepflegt wurde, so sah man beispielsweise bei der letzten Kerb in Dreieichenhain 30 Kerbborsche, und der Trupp fürs kommende Jahr steht schon so gut wie fest“, blickt der Vorsitzende ein wenig neidisch nach Dreieich.
Nun heißt es also wieder: „Zeit werd’s für neue Borsche!“ Daher fordern Maul und Rogg die Dietzenbacher Bevölkerung dazu auf, das Thema im Bekanntenkreis anzusprechen, denn der Vorstand des Kerbvereins hat für die diesjährige Kerb Großes vor. So soll unter anderem – nach dem Erfolg im vergangenen Jahr – am Samstag, 29. Oktober, wieder ein Kerbtanz stattfinden. Karten für die Veranstaltung sind ab sofort beim Vorstand erhältlich.

 

Quelle: Offenbach Post Online 13.07.2011

Sonntag lockt die Menschen in die beiden Zentren (01.11.2010)


Sonntag lockt die Menschen in die beiden Zentren

 „Gute Kombination mit der Kerb“

Dietzenbach ‐ Premiere: Erstmals haben viele Einzelhändler der Altstadt und die Fachmärkte im Stadtzentrum an einem Strang gezogen und einen gemeinsamen verkaufsoffenen Sonntag veranstaltet. Von Christoph Zöllner
OPOnline01112010 
© sar
Zu den Höhepunkten des verkaufsoffenen Sonntags in der Altstadt gehörte eine Modenschau der umliegenden Geschäfte.
Auch wenn nicht in allen Geschäften von Andrang die Rede sein konnte und die als Verbindung zwischen den beiden Zentren gedachte kostenlose Busverbindung nur wenige Nutzer fand, fließt doch viel Positives in die erste Bilanz ein, zumal die Kerb so manchen Besucher zum Kunden werden ließ. „Die Kombination mit der Kerb ist eine gute Kombination“, sagte Gabi Schmidt vom gleichnamigen Ideenhaus. „Das freut uns total.“
Zu den Höhepunkten im alten Ortskern zählte eine Modenschau mehrerer Geschäfte, die zweimal auf dem Laufsteg am Stadtbrunnen für Staunen sorgte. Beim Bummel durch die Gassen fiel aber auch auf, dass viele Geschäfte nicht geöffnet waren.
Rabatte im Rathaus-Center
In der Altstadt konnten sich die Besucher auch vom Stand der Bauarbeiten auf dem Roten Platz überzeugen. Das Areal vor dem Bürgerservice ist jetzt wieder begehbar. Die Zugänge über die Passage zur Schmidtstraße und über die Rampe zum unteren Platzbereich sind offen. An der restlichen, bereits aufgerissenen Fläche vor der Treppe, wird im November weitergewerkelt. Bis zum Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende soll der Rampen- und Treppenzugang komplett fertiggestellt sein, verspricht Christoph Zens-Petzinger, Leiter der Stadtmarketing-Agentur. Aus Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft verzichten die Städtischen Betriebe im Dezember auf weitere Bauarbeiten. Sofern es die Witterungsverhältnisse zulassen, sind noch Anpassungsarbeiten im Bereich der Hammannsgasse vorgesehen.
Im Rathaus-Center profitierten die Besucher gestern von vielen Rabatten. Das Parken war kostenlos, die Stellplätze bei anderen verkaufsoffenen Sonntagen aber schon besser belegt. Beliebt war das Kürbisschnitzen im Erdgeschoss, aber auch das ungewöhnliche Torwandschießen vor dem Media-Markt: Statt Löcher in der Torwand waren Waschmaschinen-Trommeln das Ziel. Auch Händler in der Werner-Hilpert-Straße sowie der Globus-Baumarkt beteiligten sich am Sonntags-Shopping.
Shopping-Sonntage bisher getrennt
Nun werden sich die Veranstalter die Frage stellen, ob der gemeinsame verkaufsoffene Sonntag eine Zukunft hat. An der Verbindung der beiden Zentren muss jedenfalls noch gebastelt werden. Vielleicht wären Hinweisschilder, die auf die Bushaltestellen verweisen, ein Anfang. Zu begrüßen wäre es allemal, wenn die Dietzenbacher Geschäftswelt nicht mehr zwiegespalten wäre.
Denn bislang waren die vier pro Jahr genehmigten Shopping-Sonntage fein säuberlich getrennt: zwei für die Altstadt, zwei fürs Stadtzentrum. Die neue Kooperation muss sich wohl noch herumsprechen; die Premiere hätte jedenfalls eine Wiederholung verdient.

 

Quelle: OP Online 01.11.2010

Offene Türen in Alt- und Neustadt (2010)


Offene Türen in Alt- und Neustadt

Offene Türen in Alt
 
Der Stadtbrunnen auf dem Roten Platz bekam im vergangenen Jahr vom Dietzenbacher Lions Club eine technische Reaktivierung und eine schmucke Umrandung spendiert. Jetzt zieht die Stadt in Sachen „optische Aufwertung“ nach und lässt neues Pflaster auf dem Karree zwischen Babenhäuser- und Bahnhofstraße verlegen. Der verkaufsoffene Sonntag am 31. Oktober bietet den dort ansässigen Einzelhändlern Gelegenheit, Flagge zu zeigen und der Kundschaft zu signalisieren: „Trotz Baustelle… Wir sind für euch da.“ (DZ-Foto: Archiv)
Dietzenbach (DZ/kö) – Premiere in der Kreisstadt: Erstmals wird am 31. Oktober von 12 bis 18 Uhr ein verkaufsoffener Sonntag in der Alt- und Neustadt in Szene gesetzt. Marschierten die gewerblichen Zentren mit Sonderaktionen am „Tag des Herrn“ bislang auf getrennten Pfaden, so bietet sich nunmehr für die –(potenzielle) Kundschaft im gesamten Stadtgebiet reichlich Gelegenheit, Produkte und Dienstleistungen unter die Lupe zu nehmen… Und Einkäufe zu tätigen, sofern die jeweilige Offerte überzeugt.

Ein Pendelbus, der die Fahrgäste zum Nulltarif befördert, sorgt für die Vernetzung der einzelnen Stadtteile. Roter Platz, Europaplatz, Gewerbegebiet Mitte – auf mehreren Bühnen spielt die Musik. Beziehungsweise: spazieren die Models über den Laufsteg. Selbiges geschieht zwischen 14 und 16 Uhr auf dem Platz am Stadtbrunnen, wo aktuelle Herbst-Wintermode und textile Trends für 2011 präsentiert werden.

Apropos „Stadtbrunnen“: Auf dem dortigen Karree, das bis zum Herbst kommenden Jahres eine neue Pflasterung erhält (veranschlagtes Kostenvolumen inklusive angrenzender Flächen rund um die Volksbank: 400.000 Euro), wollen die Einzelhändler demonstrieren, dass sie den in eine Vielzahl kleiner Etappen untergliederten Baumarathon gut wegstecken können. Freier Zugang zu den Läden wird garantiert und stets kann ein Teilbereich des zu sanierenden –Areals als Aufenthalts- und Veranstaltungsfläche genutzt werden, frei nach dem Motto „die Baustelle wandert“. Dies hat die Stadtverwaltung den Gewerbetreibenden zugesagt. Mit der Modenschau und diversen Sondervorführungen in den Fachgeschäften soll die Botschaft „quicklebendige Altstadt“ transportiert werden.

Dafür, dass am Sonntag tatsächlich „Lewe uff de Gass“ herrscht, sorgen auch die Buden- und Karussell-Betreiber, die auf dem Harmonieplatz und in der Landwehrstraße die Dietzenbacher Kerb des Jahres 2010 hochleben lassen.

Ein Blick in die Neustadt: Die Läden an der Werner-Hilpert-Straße buhlen mit einem Gewinnspiel um Zuspruch. Gutscheine im Wert von 50, 100 und 250 Euro warten auf glückliche Abnehmer. Auf dem Europaplatz werden neue Opel- und Volvo-Modelle ausgestellt, während die Geschäfte im Rathaus-Center mit Rabattaktionen auf sich aufmerksam machen. Der Nachwuchs ist beim Kürbisschnitzen in einer „Halloween-Ecke“ im Erdgeschoss des Einkaufszentrums willkommen. Das dortige Parkhaus kann am Sonntagnachmittag kostenfrei genutzt werden.

Quelle Dreieich Zeitung (Online) 2010

256. Kerb mit einer Neuerung (21.10.2010)


256. Kerb mit einer Neuerung

Kerbtanz wird wieder aufgenommen / Sponsoren für Riwwelkuche gesucht

Dietzenbach (ing) * Die Tradition aufrecht zu erhalten und zu pflegen, das ist das Anliegen des im vergangenen Jahr gegründeten Kerbvereins. Nachdem es 1982 ruhig geworden war um die Kerb, gab es erst 22. Jahre später wieder Kerbborsche in Dietzenbach. Und 2009 schließlich gründeten ehemalige und damals aktuelle Kerbborsche den Verein, mit dem Ziel, die Geschichte rund um die Dietzenbacher Kerb am leben zu erhalten. Daher will der Verein in diesem Jahr auch eine weitere Tradition wieder aufleben lassen: den Kerbtanz (wir berichteten).Tatkräftig unterstützt von der „Jack Steam Band“ steigt die Sause am Samstag, 30. Oktober, 20 Uhr, im großen Saal der „Linde“ (Darmstädter Straße). Karten kosten im Vorverkauf fünf, an der Abendkasse sechs Euro. Zu erstehen sind sie unter anderem im Wirtshaus „Zur Linde“ oder auf Bestellung unter Tel. 06074 3709150. Die Kerb beginnt am  Mittwoch, 27. Oktober, um 19 Uhr mit dem Kerbgottesdienst in der evangelschen Christuskirche an dem die Kerbborsche mit ihren weißen Strohhüten teilnehmen. Einen Tag später wird um 17 Uhr der Kerbbaum samt „Schobbeschorsch“ vor der „Linde“ aufgestellt. Um 20 Uhr halten die Jungs dort ihre Kerbansprache, woran sich die Kerbparty mit DJ Joni anschließt. Das kerbfrühstück holen sich die Burschen mir „Bär und Zigeunerin“ am  Samstag, 20 Oktober, um 10 Uhr ein. Für 15 Uhr haben sie an diesem Tag die Kerbolympiade auf dem Kerbplatz aiigesetzt. Um 17 Uhr wird sich zeigen, wie trinkfest die Jungs sind, denn dann ziehen sie mit einer Kneiptour durch die Kerbkneipen. Wer bis dahin noch aufrecht stehen kann, lässt es beim Kerbtanz ab 20 Uhr so richtig krachen. Früh aufstehen müssen die Kerbborsche am Sonntag, 31. Oktober. Denn um 9 Uhr steht traditionell der Weckruf an. Hierfür suchen die Kerbborsche noch Sponsoren, die Riwwelkuche backen. Hoffentlich gut geölt sind die Stimmen der Jungs, wenn es an den traditionellen Sängerfrühschoppen am Montag, 1. November, in der „Linde“ geht. Der Seniorenchor wird seine Freude mit den Kerbborsche am Dienstag, 2. November haben, wenn sie zu Besuch ins Reinhard-Göpfert-Haus kommen. Vorletzter Punkt an diesem Tag ist der Kerbschoppen im Pfarrhaus um 19 Uhr; um 20 Uhr folgt die Grabrede mit Kerbverbrennung vor dem Wirtshaus „Zur Linde“. Wer Kerbborsch 2011 werden möchte, kann sich schon jetzt beim Kerbverein (www.kerbborsche-dietzenbach.de) melden. Traditionell am letzten Oktoberwochenende ist Kirchweih. Dann heißt es  möglicherweise, einmal mehr: „Es welken alle Blätter / sie fallen alle ab, uff die Kerb  / Und mein Schatz hat mich verlassen / Ist jahrelang schon fort / uff die Kerb“ (Dietzenbacher Kerblied).

 

OP21.10.10 1

Archivfoto: cz

Quelle: Offenbach Post 21.10.2010

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.