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Autor: Lisa Schmedemann

Erzählcafe zum Thema „Kerb” (19.10.2002)


Erzählcafe zum Thema „Kerb”

Dietzenbach (cz) – Rechtzeitig vor der Kerb findet am Samstag, 26. Oktober, um l5 Uhr ein Erzählcafe der Volkshochschule zu eben diesem Thema statt. Mit dabei sind frühere Kerbburschen, die Geschichten und Anekdoten zum Besten geben. Neben Arthur Keim, Peter Maul, Stefan Glück, Rainer Rill und Kurt Hottes auf dem Podium kommt im Bistro des Restaurants „Panorama“ auf dem Wingertsberg wie immer auch das Publikum ausgiebig zu Wort.

Reiner Wagner übernimmt wieder die Moderation, und der Eintritt ist — wie immer — frei.

Quelle: Offenbach Post 19.10.2002

Erzählcafé: Kerb mit Kerbburschen (13.10.2002)

 

Erzählcafé: Kerb mit Kerbburschen

Geschichte in erzählten Geschichten aufrollen und miterlebbar machen

Dietzenbach (sago) – Auf gut hessisch ging es im Restaurant am Wingertsberg zu und zumeist dietzebächerisch dazu. Aber die geübte Chronistin konnte doch schon einiges verstehen, was die Gäste von Reiner Wagner im Erzählcafé zu berichten hatten. Denn dieses Mal war das Thema „Die Kerbborschen von Dietzenbach“. Mit einer kleinen Ausnahme: Hedi Weilmünster fügte die Sicht der Frauen auf die Kerb hinzu. Zum Glück, wie sich später zeigte, denn nur so konnte man sich als Beobachter vorstellen, was das Besondere des alljährlichen Höhepunktes im Orte war: der Tanz im alljährlich neuen Kerbkleid in sieben Dietzenbacher Tanzsälen und wahrscheinlich das gegenseitige Anbandeln dabei.
Schon tagelang bereiteten die Frauen, Mütter das große Ereignis mit Hausputz, Friseurbesuch und Großeinkauf beim Bäcker und Metzger vor: Denn zur Kerb kamen viele Freunde und Angehörigen von auswärts zu Besuch. Die ausgewählten Kerbborschen haben dies vermutlich nur am Rande miterlebt, denn ihre Sicht der Dinge war stark vom Alkoholkonsum beim Kerbprogamm von Freitag (Kerbbaum schlagen) bis Mittwoch Kerbbeerdigung) geprägt. Doch genaueres schilderten die Kerbborschen auf dem Plenum: Peter Maul (Kerbborsche 1981 und 1982), Stefan Glück (1982), Walter Rill und als ältester ehemaliger Kerbborsch: Arthur Keim.

 

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Anschaulich erzählt der älteste anwesende Kerbborsch Arthur Keim von seinen Erlebnissen während der Kerb. Fotoalben von damals werden herumgereicht.

 

„Die erst Kerb nach ‚m Krieg, da haben sich die Leit gefreut, dass es Wieder aufwärts geht.“ Und Stefan Glück freute sich, dass „so viele Alkoholkollegen von damals“ im Erzählcafé anwesend waren. Die Kerb von 1982 war die letzte in Dietzenbach, die noch mit Kerbborschen gefeiert wurde. Auf dem Programm stand am 29.10 desselben Jahres: „Treffen der Kerbborschen um 15 Uhr beim Kerbvadder Buch zum  schlagen des Kerbbaums. Stellen des Kerbbaums gegen 17 Uhr, Kerbansprache durch den Kerbpfarrer Peter Maul um 20 Uhr vor der Licher Pilsstub. Anschließend Kerbeinklang-Feier“, was sicher so viel hieß, wie den ersten Rausch zu setzen. Samstag, den 30. 10. stand das Treffen um 14 Uhr am Stadtbrunnen zum Kerbrundgang auf dem Programm. „Gegen 16 Uhr Kneippkur durch alle Dietzenbacher Wirtshäuser. Gegen 21 Uhr Stimmungseinlauf mit Polonaise auf dem Kerbball in der TG-Turnhalle – Endstation“ lautet es im Programm. Vermutlich schliefen die 14 Kerbborschen in dieser Nacht kaum, bereits um 9 Uhr am Sonntag ging es für die jungen Männer im Ort weiter: Sie verteilten den von ihren Müttern gebackenen oder gekauften Blechkuchen von Haus zu Haus, um etwas Geld für ihre Zeche zu sammeln.

„Weckruf mit Ribbelkuchen“. Zumeist gab es von den Dietzenbacher einen Schnaps gratis dazu oder einen Rollmops, wenn die Hausfrau den Zustand der Jungs gut einschätzte. „Mittagessen beim Kerbvadder, abendlicher Umtrunk in der Licher Pilsstub“, lautet es weiter im  Programm von 1982.

Daraufhin folgte der Montag: „Ab 10 Uhr Frühschoppen und Frühstück einholen unserer Truppe. AbendsKneippkur mit Endstation Kerbvadder“. Der Dienstag galt der Beerdigung der Kerb: Für einen Scheiterhaufen wurde Holz gesammelt, ein Trauerzug organisiert und die Kerbbob, die all die Tage den Kerbbaum geschmückt hatte verbrannt. Natürlich fehlte an diesem 5. Tag der Kerb der Alkohol ebenso wenig. Erst der Mittwoch brachte ein Ausnüchterungstreffen.

Viele Teilnehmer erinnerten sich noch an das Dietzenbacher Kerblied, das mit den Worten „es welken alle Blätter, sie fallen alle ab“ an die kühle Jahreszeit der Dietzenbacher Kerb erinnert.

Wer das Lied bis zur diesjährigen Kerb am kommenden Wochenende lernen möchte wendet sich vorzugsweise an Peter Maul: Er hatte zum Erzählcafé zahlreiche Kopien es Liedes dabei, damit der ganze Saal nochmals wie anno dazumal anstimmen konnte.

 

Quelle: Offenbach Post 13.10.2002 (Arthur Keim)

 

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Quelle: Arthur Keim

 

AUF DEM KETTENKARUSSELL durch die Herbstluft wirbeln (1.11.2000)

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AUF DEM KETTENKARUSSELL durch die Herbstluft wirbeln: Das konnten die Besucher der Dietzenbacher Kerb, die von Freitag bis Dienstag in den „alten Ort” lockte. Der Harmonieplatz verwandelte sich in eine bunte Rummelwelt mit  Fahrgeschäften, Buden und Imbiss-Ständen. Wer unterm schützenden Dach einen Schoppen genießen wollte, konnte der „Zeltkerb“ vor dem Feuerwehrmuseum an der Rathenaustraße einen Besuch abstatten. Zu den (wenigen) traditionellen „Zutaten“, mit denen das Kirchweihfest im Jahr seiner 246. Wiederkehr aufwarten konnte‚ zählte auch der „blaue Montag“ mit geselligen Frühschoppenrunden in mehreren Vereinsgaststätten. Apropos: Mit der Kerb wird alljährlich Ende Oktober/Anfang  November an die Einweihung der evangelischen Kirche an der Obergasse (heute: Darmstädter Straße) im Jahre 1754 erinnert — deshalb die Formulierung „246. Wiederkehr“. (kÖ/DS-Fotos: Jordan)

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Quelle: Dreieich Spiegel 1.11.2000

 

Dietzenbach lebte volle fünf Tage im „Kerbrausch“ (1982)


Dietzenbach lebte volle fünf Tage im „Kerbrausch“

Nach dem Aufstellen des Kerbbaumes begann für die 17 Kerbburschen der „Ernst des Lebens“. Bereits am Samstagmittag hatte die Konkurrenz den Strohmann aus der luftigen Höhe von der Kerbzentrale „Buch“ in der Frankfurter Straße zum ersten Male heruntergeholt. Foto: Giesa

 

In den traditionellen Weckruf der Fanfaren- und Spielmannszuges zusammen mit den Kerbburschen wurden in diesem Jahrr erstmals der Starkenburgring und die Rodgaustraße einbezogen. Bei Nebelnässen ging es am Sonntagmorgen dann weiter durch die Altstadt bis zum Festzelt.

 

Reger Kerb-Rummel herrschte auf dem Festplatz zwischen der Dietrich-Bonhoeffer-Schule und der Gaststätte „Harmonie“. Jung und alt amüsierte sich an Losbuden. Schießständen und Kinderkarussels. Natürlich waren auch die Kerbburschen dort zu  sehen.

Kerbtanz am Samstagabend in allen Dietzenhacher „Sälen“. Beim traditionellen TG-Ball auf dem Wingertsberg spielte die Kapelle „Bellflowers“. Rund 300 Gäste – ob jung, ab alt – schwangen zu den flotten Melodien eifrig das Tanzbein.

 

 

Offenbach Post ??.??.1982

Kerb 1982

 

In den traditionellen Weckruf des Fanfaren- und Spielmannszuges zusammmen mit den Kerbburschen werden in diesem Jahr erstmals der Starkenburgring und die Rodgaustraße einbezogen. Bei Nebelnässen ging es am Sonntagmorgen dann weiter durch die Altstadt bis zum Festzelt

 

Reger Kerb-Rummel herrschte auf dem Festplatz zwischen der Dietrich-Bonhoeffer-Schule und der Gaststätte „Harmonie“. Jung und alt amüsierte sich an Losbuden, Schießständen und Kinderkarrussels. Natürlich waren auch die Kerbburschen dort zu sehen.

 

 

Kerbtanz am Samstagabend in allen Dietzenhacher „Sälen“. Beim traditionellen TG-Ball auf dem Wingertsberg spielte die Kapelle „Bellflowers“. Rund 300 Gäste – ob jung, ab alt – schwangen zu den flotten Melodien eifrig das Tanzbein.

 

 

Auch unter dem Kerbbaum in der SG-Halle wurde bis spät in die nacht getanzt. Hier spielte dia Hauskapelle „Continental“ für gut 200 tanzfreudige Besuchen.  Außerdem wurde an diesem Abend den SG-Keglern als Gewinner des Volkswanderns, der Siegerpokal überreicht.

 

 

Fotos: Giesa

 

Offenbach Post oder Dietzenbacher Stadtpost  ??.??.1982

IN SCHLAFANZÜGEN UND NACHTHEMDEN (1982)

IN SCHLAFANZÜGEN UND NACHTHEMDEN weckten die Kerbborsche züsammen mit dem Fanfaren- und Spielmannszug am Sonntagmorgen die Dietzenbacher Bürger auf. Start war in der Dreieichstraße, Ziel das Kerbezelt in der Schäfergasse. Die Kerbeborsche verkauften unterwegs insgesamt 34 Bleche mit Kuchen zum Preis von zwei bis vier Mark. Und der Gewinn? Der wurde im wahrsten Simme des Wortes im Laufe des Volksfestes „verflüssigt“.  (amü/DS-Foto: Giesa)

 

Offenbach Post ??.??.1982

Jubel, Trubel, Tollerei, die Kerb ist längst noch nicht vorbei (1982)


Jubel, Trubel, Tollerei, die Kerb ist längst noch nicht vorbei

 

 Mit dem Aufstellen des Kerbbaumes begann für dio 17 Kerbburschen der „Ernst des Lebens“. Bereits am Samstagabend hatte die Konkurrenz den Strohmann aus der luftigen Höhe von der Kerbzentrale „Buch“ in der Frankfurter Straße zum ersten Male heruntergeholt.

In den traditionellen Weckruf des Fanfaren- und Spielmannszuges zusammen mit den Kerbborschen wurden in diesem Jahr erstmals der Starkenburgring und die Rodgaustraße einbezogen. Bei Nebelnässen ging es am Sonntagmorgen dann weiter durch die Altstadt bis zum Festzelt,

Kerbtanz am Samstagabend in allen Dietzenbacher „Sälen“. Beim traditionellen TG- Ball auf dem Wingertsberg spielte die Kapelle“Bellflowers“ für rund 300 Gäste – ob jung, ob alt – schwangen zu den floten Tönen eifrig das Tanzbein.

 

Foto Giesa

 

Offenbach Post 1.11.1982

Kerbbop 1982

 

DEN STRÜHHUT KECK in die Stirn gezogen, ein herzhaftes Lächeln im Gesicht, so präsentiert sich die Kerbbop 1982. Stefan Müller, einer von den Kerbborsche zieht der Puppe gerade mit letzten Handgriffen das Jacket über die Schultern. Am Freitag beginnt mit dem Schlagen des Kerbbaumes die 228. Dietzenbacher Kirchweih
 
 
Offenbach Post ??.??.1982

Per Karussell-Helikopter eine Runde über die Stadt/Tanz in Zelt und Hallen (1982)

 

Per Karussell-Helikopter eine Runde über die Stadt/Tanz in Zelt und Hallen

Dietzenbach im Kerbe-Rausch

Pünktlich um 17 Uhr wurde der Kerbebaum des 228. Dietzenbacher Kirchweihfestes in der Frankfurter Straße aufgestellt. Im Grün des Tannenbaums, der mit bunten Schleifen geschmückt war, saß die Kerbebop ’82, unter dem Baum wehte ein großer Kranz im Herbstwind. Nach dem Schlagen und Aufstellen des Kerbebaumes stärkten sich die  diesjährigen Kerbeborsche bei Horst und Henny Buch mit einem deftigen Suppeneintopf. Bürgermeister Dr. Friedrich Keller, seines Zeichens Ehrenkerbeborsch, saß mit den 17 aktiven jugendlichen zusammen und ließ sich die heiße Suppe gut schmecken.

 

Abends um 20 Uhr wollte der Kerbepaarre Peter Maul seine Ansprache halten. Aber ein Verkehrsunfall in der Frankfurter Straße / Ecke Weiherstraße führte zu einer Verzögerung, denn die Kerbe-Fans strömten als Schaulustige an den Unglücksort. Ein mit vier Personen besetzter Peugeot, der aus der Weiherstraße kam, beachtete die Vorfahrt
nicht und prallte mit dem aus Dietzenbach kommenden Frankfurter Datsun-Combi zusammen. Öl lief aus, der Fahrer des Datsun war eingeklemmt, so daß die Feuerwehr angefordert wurde. Der 19 jährige Fahrer des Peugeot, der nicht angeschnailt war, erlitt schwere Verletzungen. Sein Beifahrer – angeschnallt  – entstieg unverletzt dem Unglückswagen. Kopfwunden, Prellungen und Schock hatten der Datsun-Fahrer und seine Beifahrerin. Es entstand ein Gesamtschaden von 16.000 Mark. Der Fahrer, der ebenfalls einen Schock erlitt, behauptete nach dem Unfall, daß die Bremsen seines Wagens versagt hätten. „Wieder einmal ist’s soweıt, zur Kerb mir treffe uns ihr Leit. Willkommen ihr Freunde und auch ihr Gäste, zu unserem Kirchweihfeste“, mit diesem Versen begann die Rede des Kerbeparrer. Er trug seine Gedanken über die Kerbeborsche in humorvoller Weise vor und zerschmiß dann ein „Hütchen” (Cola mit Cognac) auf dem gefließten Boden der Licher Pilsstube. Damit war die Kerb 1982 gültig und die Kerbeborsche zeigten sehr bald in der überfülten Gaststätte, wie sanges- und trinkfest Sie waren. Am Kerbesamstag tanzte ganz Dietzenbach. 200 Personen füllten die SG-Halle, 300 den Wingertsbergsaal. „Wir machen das Fest anläßlich der Kerb für unsere Mitglieder und Bürger der Stadt, denn es wird bei uns nicht nur geturnt, sondern auch gefeiert“, konnte man von beiden Vereinen hören. Der SG-Tanz unterm Kerbebaum war eigentlich ein Tanz unter einem bunt geschmückten Kerbekranz. Die Dietzenbacher ließen sich nicht lange bitten und schwangen bald das Tanzbein nach Herzenslust. Ein Gläschen Sekt an der Bar sorgte für die nötige Leichtigkeit. Bis 3 Uhr in der Früh hielten die Standhaften aus. Die Kerbeborsclıe zogen von einer Veranstaltung zur anderen, sangen das Kerbelied und heizten die Stimmung weiter an. Wer mehr für Rock’n Roll und Rock übrig hatte, traf sich im Kerbezelt des Fanfaren- und Spielmannszuges. Die Gruppe „Frustschutz“ spielte. Eine nicht gerade kleine Anzahl von Rockern des MC Fledermaus Rhein-Main saß auf den vordersten Sitzplätzen vor der Bühne. lm allgemeinen wurde Bier getrunken. Völlig unpassend war ein älterer Herr mit dunkler Hose und Jackett angezogen. Die Leute gingen beim „Jailhouse Rock“ mit,  die Tische wippten. Vom Harmonieplatz durch die Landwehrstraße bis Ecke Schulstraße erstreckten sich die Buden und Karussells der Dietzenbacher Kerb. Am Auto Scooter, wo poppige Musiktitel immer wieder aufgelegt wurden, trafen sich die Jugendlichen. An der Grillhütte gab’s vom Nierenspieß bis zum Fischbrötchen alles zu essen, was normalerweise auf der Kerb von den Besuchern gewünscht wird. Der Platz vor der Losbude war von Papierschnitzeln übersät. Für das Wort Blume oder 2000 Punkte hatte man die freie Auswahl und konnte sich eine riesige Topfplanze oder das Ententanz-Stofftier mit nach Hause nehmen. Diejenigen, die es gerne süß mögen, kauften an den Waffelständen Herzen, Negerküsse oder Crepes. Kimme, Korn, ran, hieß es an den Schießbuden, die für die Dietzenbacher Tell-Schützen sicherlich keine Konkurrenz waren. Ein Kinderkarussell mit Raketenwagen und Lokomotive hatten die Schausteller für die Kleinsten und einen Helikopter, mit dem man für eine Mark in die Lüfte steigen konnte, für die Großen aufgebaut.

Übrigens: Bei Redaktionsschluß dauerte die Kerb noch an. . .

 

Dietzenbach im Kerbrausch 2 1 oT OP 4.11.82

Kerbeparre Peter Maul (Mitte), seine beiden Kameraden Hans-Jürgen Seib (links) und Anton Hammerl (rechts) haben von der Ansprache des „Kerbe-Geistlichen” wieder mächtigen Durst bekommen!

 

Dietzenbach im Kerbrausch 2 2 oT OP 4.11.82

Die Dietzenbacher Feuerwehrleute kümmern sich um die Verletzten. Unmittelbar vor der Ansprache des „Kerbeparre“ in der Licher Pilsstube prallten zwei Wagen in der Frankfurter Straße/Ecke Weiherstraße aufeinander. Bilanz: 4 Schwerverletzte und 2 Leichtverletzte.

 

Dietzenbach im Kerbrausch 2 3 oT OP 4.11.82

Beim „Tanz unterm Kerbebaum” der Sportgemeinschaft Dietzenbach schwooften über 200 Bürger nach Herzenslust.

 

Offenbach Post 04.11.2012

Warnung: Das Kerb-Fieber grassiert in Dietzenbach (21.10.1982)

 

Warnung: Das Kerb-Fieber grassiert in Dietzenbach

Kerbburschen ’82 trainieren schon kräftig für den
„Ernstfall“ vom 29. Oktober bis 2. November

Dietzenbach(lu).- Hinweisschilder an vielen Dietzenbacher Geschäften sind nicht die einzigen Indizien dafür, daß in der Stadt wieder das Kerb-Fieber grassiert. Auch die diesjährigen Kerbburschen – 17 Mann stark – bereiten sich bereits seelisch und konditiorıell darauf vor, die harten Tage der Dietzenbacher Kerb vom 29. Oktober bis 2. November einigermaßen lebendig zu überstehen. Und das „Programm“, das die Kerbbursehen auch diesmal wieder zu bewältigen haben – abgesehen einmal von ihren Besuchen bei vielen anderen Aktivitäten in der Stadt – läßt ein planmäßiges Härtefall-Training angezeigt erscheinen. Das Schlagen des traditionellen Kerbbaurnes bildet am Freitag, 29. Oktober den offiziellen Auftakt für die Kerbburschen, die sich dazu um 15 Uhr beim „Kerbvadder“ Buch in der Kerbzentrale, der Licher Pilsstube (Frankfurter Straße) treffen (inoffiziell finden sich die Kerbburschen bereits am Freitag. 22. Oktober, um 20 Uhr bei Stefan Müller in der Beethovenstraße 12. zum Bau der Kerbpuppe ein). Der geschmückte Kerbbaum mit der Kerbpuppe wird dort dann um 17 Uhr aufgestellt, und um 20 Uhr wird der Kerbpfarrer Peter Maul die Ansprache halten, bevor man in der Zentrale den Kerbeinklang kräftig feiern wird. Am Samstag, 30. Oktober, steht als Treffpunkt um 14 Uhr der Stadtbrunnen fest. Von dort aus startet man zum Kerhrundgang durch die Stadt, gegen 16 Uhr wird zur „Kneipkur“ durch alle Dietzenbacher Wirtshäuser angetreten bevor die Kerbbursclien dann in einem „Stimmungseinlauf mit Polonaise“ gegen 21 Uhr beim Kerbball in der TG-Halle auf dem Wingertsberg einfallen wollen. Am Sonntag, 31.0ktober heißt es „früh aufstehen“, denn um 9 Uhr geht es auf zum Weckruf, voraus der Spielmanns- und Fanfarenzug Dietzenbach und hinterher alle „Kerbborsche“, die ihren „Kerbkouche“ verkaufen. Anschließend gibts Mittagessen heim Kerbvadder, gefolgt von einem „Verdauungsspaziergang“ über den Kerbplatz in der Landwehrstraße und an der Harmonie sowie einem abendlichen Umtrunk in der Kerbzentrale. Am Montag wird ab 10 Uhr zum Frühschoppen eingeladen, derweil die Kerbborsche sich nach dem traditionellen „Einholen“ des Frühstücks eine solide Grundlage schaffen für die abendliche Kneipkur mit Endstation beim Kerbvadder. Am Dienstag, 2. November,wird es nach einem letzten Frühschoppen dann „todtraurig“, denn um 14 Uhr geht es ans Holzholen für den Scheiterhaufen, auf dem die „Kerbbopp“ ihr Ende finden soll. Nachdem man gegen 18 Uhr im Göpfert-Haus den „Seniorenkerbborsch“ verbrannt hat, wird sich gegen 20 Uhr ein Trauerzug zum Trinkborn in Bewegung setzen. „Kerb ’82“ ist der Titel der sich anschließenden Grabrede von „Kerbparre“ Peter Maul, bevor dann der Kerbpuppe unter Heulen und Zähneknirschen der trauernden Kerbgemeinde auf dem Scheiterhaufen der Garaus gemacht wird und die am Boden zerstörten Trauergäste am Heringsessen in der Kerbzentrale teilnehmen. Und noch ein Nachtrag: Das Treffen aller kerbgeschädigten Dietzenbacher Bürger am Mittwoch, 3, November, zum traditionellen Ausnüchterungslauf Dietzenbach – Vélizy ist um 8.63 Uhr. Treffpunkt ist das Dietzenbacher Hallenbad.

 

 

„Zeltkerb-Premiere“

Dietzenbach(Iu).- Für eine Premiere zur diesjährigen
Kerb sorgt der Fanfaren- und Spielmannszug Dietzen-
bach: Er lädt alle Alt- und Neudietzenbacher vom 30.
Oktober bis zum 1. November zur „1. Dietzenbacher Zelt-
kerb“ in das beheizte Festzelt ein, das in der Schäfergasse
aufgebaut werden soll. Dazu haben sich die Spielleute
einiges einfallen lassen.

So spielt am Kerbsamstag um 14 Uhr der Fanfaren- und Spielmannszug zur Eröffnung der Zeltkerb in der Schäfergasse, am Abend geht es dann mit der Gruppe „Frustschutz“ weiter, die 20 Uhr zum Tanz aufspielt. Diese junge Dietzenbacher Band hat bereits schon einmal bei einer Veranstaltung der Spielleute im Sommer dieses Jahres mitgewirkt und damals mit ihren Oldies aus den 60er Jahren die Gäste begeistert. Der Kerbsonntag beginnt für den Spielmannszug mit dem bereits zur Tradition gewordenen Weckruf, bei dem die Spielleute in Nachthemden und Schlafanzügen zusammen mit den diesjahrigen Kerbburschen und entsprechender musikalischer Untermalung durch die Straßen der Stadt ziehen. Im Zelt findet ab 10 Uhr ein Frühschoppen statt. wobei Georg Raab mit seiner Gitarre für Musik sorgt, bevor abends ab 20 Uhr zu den Klängen der Dietzenbacher Rentnerband wieder das Tanzbein geschwungen werden darf. Nach einem Frühschoppen im Festzelt am Kerbmnntag – das Ende ist dabei vollig offen – bittet  der Spielmannszug ab 19 Uhr nochmals die Dietzenbacher Bevölkerung zum Tanz im Zelt mit der Gruppe „Frustschutz“. Auch für reichlich Essen und Trinken versprechen die Verantwortlichen des Spielmannszuges sorgen zu wollen.

 

Dietzenbacher Stadtpost 21.10.1982

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