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Autor: Lisa Schmedemann

Erfolg bei Kerb (2004)


Erfolg bei Kerb

 

Zum ersten Mal seit 22 Jahren stand der Kerbbaum wieder mit Kerbbobb. Die diesjährigen „alten Kerbborschen“ aus den Jahren 1977 – 1982 haben anscheinend Erlolg mit ihrer Aktion. Eine Gruppe Jungs hat bei der Kerbverbrennung am Dienstag für das nächste Jahr die Kerbbibel übernommen und damit die Aufgabe für das Jahr 2005 übernommen, die Kerbtradition weiter zu führen.

Text/Foto: sago


Offenbach Post / Dietzenbach Stadpost ??.??.2004

Hannebambel (2004)

 

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Da hängt er, der „Hannebambel“. Gestern haben die Kerbburschen die Kerbbopp, die einem so genannten Superstar nicht unähnlich sehen soll, mitsamt einem Kerbbaum vor der „Licher Pilsstube“ aufgestellt. Langes Leben ist der Puppe nicht beschert: Am Dienstag um 21.30 Uhr wird sie verbrannt.

 

Quelle: leider unbekannt

Ehemalige basteln den „Hannebambel“ (2004)

 

Ehemalige basteln den“Hannebambel“

Kerbborschen der Kerbjahrgänge 1977 – 1983

Dietzenbach (red) – (sago) Sie möchten eine alte Tradition wieder aufleben lassen und all die Elemente des früheren Kerbgeschehens erneut mit Leben füllen. In der Hoffnung, dass sich jugendliche Gruppen im Alter von 17 oder 18 Jahren wieder für diesem Brauch erwärmen lassen, zeigen sie dieses Jahr – als alte Kerbborschen, was dafür alles zu bewerkstelligen ist. So musste nun zunächst die Kerbbobb, mit dem Namen Hannebambel hergestellt  werden, natürlich bekommt sie den Kommunionsanzug eines Mitglieds der Kerbborschen angezogen. Am Ende der Kerb, am 2. November wird sie ihr kurzes Leben beendet haben und vor der Licher Pilsstube um 21 Uhr verbrannt werden. Doch dazwischen werden die Borschen ihren Kerbbaum stellen, zu beobachten am Freitag um 15.30 Uhr an der Kerbzentrale (die Licher Pilsstube in der Frankfurter Straße). Danach werden die letzten Kerbpfarrer Rainer Rill, Reiner Wagner und Peter Maul ihr Kerbansprache halten. Am Sonntag, 31. Oktober, soll sich niemand wundern, wenn er von einem Männerchor lieblich geweckt werde: Die Kerbborschen mit Spielmannszug und dem Hundeverein machen ab 9 Uhr Dietzenbach unsicher. Sie bringen Kuchen und sammeln dafür Spenden, die sie dem Heimatverein übergeben werden.

Ehemalige basteln den Hannebambe fotol

Beim Kerbbobb-Baschtele: von links versammeln sich um Hannebambel im Kreis: Rainer Rill, Peter Maul, Roland Herbert, Axel Schäfer, Jürgen Altmannsberger und Reiner Wagner. Gut hoch wird die Puppe angebracht werden, damit sie den Kerbborschen niemand wegnimmt, denn sie darf bis zu ihrem „natürlichem Ende“ bei der Kerbverbrennung, bis zum 2. November leben.

Text/Foto sago

 

Quelle: leider unbekannt

ldealiste gehn als Kerbborsche uff die Piste (2004)

 

ldeaIiste gehn als Kerbborsche uff die Piste

250. Kirchweih: Weckruf der „Ehemaligen“ / Kuchenverkauf fürs Heimatmuseum / Jugendliche Nachfolger angekündigt

Von Barbara Schulze

 

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Dietzenbach *  Der letzte Oktobersonntag in Dietzenbach. Früh um neun ist es noch duster und diesig. Wer jetzt nicht raus muss, dreht sich nochmal im Bett um und freut sich auf ein paar zusatzliche Stunden Schlaf. Doch die Hoffnung trügt – zumindest in den Wohngebieten von Altstadt und Westend. „Aufstehen!“, tönt es aus zahlreichen krächzenden Männerkehlen durch die Straßen. Begleitend dazu lässt die Musikervereinigung ihre Instrumente erschallen. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren sind am Kirchweihsonntag die Kerbborsche wieder zum traditionellen Weckruf unterwegs. Mit angegrautem Haar und etwas füllig um die Taille sind die Männer in ihrer Uniform aus schwarzer Hose, weißem Hemd, Strohhut und roter Schärpe zwar nicht mehr so ganz borschehaft. Dafur haben sie aber den festen Vorsatz, die alte Dietzenbacher Tradition zum 250. Kirchweihfest wieder aufleben zu lassen. Etwa 25 Kerbborsche aus den Jahrgängen 1977 bis 1982 haben unter der Regie der letzten drei „Kerbpfarrer“ Reiner Wagner, Rainer Rill und Peter Maul im Jubiläumsjahr zusammengefunden, um zu zeigen, welchen Stellenwert die Kerbfeierlichkeiten im Ort einmal hatten. Gab es doch abseits von dem Rummel um die Fahrgeschäfte eine ausgefeilte Kultur an Festlichkeiten, die fast eine Woche andauerte. Auch in diesem Jahr haben die „Ehemaligen“ schon kräfftig zugelangt. Seit dem feuchtfröhlichen Antrinken am Freitagabend steht an der Kerbzentrale „Licher Pilsstube“ der Kerbbaum mit der Bobb (Puppe) namens „Hannebambel“ (wir berichteten). „Nun sinn hier e paar Idealiste, die gehn noch mal als Kerbborsche uff die Piste“, haben die Burschen im gesetzten Alter bei den Kerbreden verlautbaren lassen. Offen und ehrlich bekannten sie auch: „lhr seht, lhr liebe Leit, an uns da nagt auch schon der Zahn der Zeit!“ Das wird zumindest beim Weckruff-Umzug nicht spürbar. Voller Energie sausen die „Borsche“ durch die Straßen, brüllen ihre Kommandos, singen ihre Lieder und drücken auf die Hausklingeln, um den „Kerbkouche“  (Kerbkuchen) loszuwerden. Einem alten Brauch folgend, haben die „Borschenfamilien“ und zahlreiche Kerbanhänger plattenweise „Riwwelkouche“ (Streuselkuchen), „Käskouche“ und „Appelkouche“ gebacken, der nun an der  Haustür verkauft wird. Mindestens „Zwofuffzich“ muss rüberkommen, wenn mal wieder ein Stück über den Gartenzaun den Besitzer wechselt. Angesichts des bunten Treibens geben die aus dem Schlaf gerissenen Anwohner gerne mehr. Den Gesamterlös haben die Kerbborsche dem Heimatverein versprochen. Untersiutzt werden sie durch die Mitglieder des Vereins für Schutz- und Gebrauchshunde, die unentwegt vom Wingertsberg über Altstadt und Westend bis zur Kerbzentrale mitmarschieren. Seit Jahren schon engagieren sie sich für den Erhalt der Kerbtradition. Jetzt haben sie nicht nur Kuchen gebacken, sondern verstärken die Gruppe auch stimmlich. „Wem ist die Kerb? Uns!“ lautet der immer wiederkehrende Ruf. „Ihr macht ganz schön Krach heute Morgen“, stöhnt so mancher Anwohner. Nur selten aber treffen die Kerbtraditionalisten auf wirkliches Unverständnis „lch glaube, der versteht uns nicht“, mutmaßt Reiner Wagner, als ein streng blickender Herr im Schlafanzug auf den Balkon eilt. Doch auch das hochdeutsche Angebot „Wir bringen Ihnen frischen Streuselkuchen“, nutzt in diesem Fall nichts. Mit der Zeit steigt die Stimmung gewaltig. Viele große und kleine Dietzenbacher haben schon gewartet, die Wirte der anliegenden Kneipen stehen mit stärkenden Getränken parat, so manche Schnapsfasche wandert vom Fenster in die mitgeführten Bollerwagen. Beim Bäcker Krapp wird der Kuchenvorrat aufgefüllt, Metzger Mörtel steuert Fleischwurst für die Wandernden hinzu. Gegen Ende tauchen von überall her weitere ehemalige Kerbborsche auf. Walter Altmannsberger etwa, der von 1949 bis 1951 dabei war. „Ich finde es richtig gut, dass die Tradition endlich wieder aulebt“, freut er sich. Beim Abschluss an der „Licher Pilsstube“ stimmen alle kräftig in das Kerblied mit ein.  Danach ist Erholung angesagt. Zumindest bis morgen, wenn nach dem Umzug zur Christuskirche gegen halb zehn „Hannebambel“ an der Kerbzentrale verbrannt wird. Dann verabschieden sich die Kerbborsche mit einer Überraschung. Sie präsentieren eine Gruppe junger Männer, die im kommenden Jahr die Nachfolge antreten soll, Denn: „Zeit werds für neue Borsche!“, haben die alten bereits angekündigt.

 

Quelle: leider unbekannt

 

Wie das Amen in der Kirche (2004)

Notizbuch der Woche

Wie das Amen in der Kirche

Wie das Amen in der Kirche foto

Von Norman Körtge


Die Kerb ist tot, es lebe die Kerb! Vor allem der zweite Teil des Ausspruchs traf in diesem Jahr zu – wie schon lange nicht mehr. Denn rechtzeitig zum 250. Kirchweihfest lebten in der Kreisstadt wieder Traditionen auf, die viele – vor allem „Eingeplackte“ und jüngere Menschen – nur noch aus Erzählungen älterer Dietzenbacher kannten: Allen voran das feuchtfröhliche Treiben der „Kerbborsche“‘. Manche Bürger wussten noch nicht einmal den Grund, warum sich jedes Jahr Ende Oktober die Landwehrstraße und der Harmonieplatz in eine nach Popcorn, Mandeln und Zuckerwatte duftende Kerbstraße verwandelte, in der die unterschiedlichsten Schausteller ihre Geschäfte aufgebaut hatten. So erinnert sich der Kolumnist an eine – sicherlich nicht repräsentative – Umfrage, die er vor einigen Jahren unter den Rummel-Besuchern durchführte. Die wenigsten konnten die Frage beantworten, warum die Kerb gefeiert wird. Stirnrunzeln und Achselzucken waren die häufigsten Antworten. Dabei steht der Grund für eben dieses „Fest der Feste“, wie es Heimatforscher Heinrich Jakob Berz in seinen Erinnerungen genannt hat, nur etwa hundert Meter Luftlinie entfernt: die Christuskirche, welche eben vor 250 Jahren, am 27. Oktober 1754, eingeweiht wurde. Wenn man den Chronisten glauben darf, säumten damals tausende von Menschen aus  Dietzenbach und Umgebung die Straßen. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich eine ausgefeilte Kerbtradition, die aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer mehr ausgedünnt wurde. Zwar gab es die ganze Zeit über einige wackere Traditionalisten in der „Licher Pilsstube“ oder beim „Kerbschoppen“ der Christuskirche sowie einige weitere Vereine, die die Kerb feierten. Doch all dies passierte zuweilen ohne großes Aufsehen in der Bevölkerung. Eben nicht so wie etwa in der Nachbarkommune Dreieich. Umso erfreulicher, dass die „Kerbborsche“, die bereits vor mehr als 20 Jahren das Amt ausübten, in diesem Jahr aus der Not eine Tugend machten und sich anlässlich des Jubiläums mit schwarzer Hose, weißem Hemd und roter Schärpe – nicht zu vergessen ihrem Durst – wieder unter das Volk mischten. Freilich in abgeschwächter Form, denn aus den jungen Männern von einst sind inzwischen Herren im gesetzten Alter geworden. Ihr Einsatz hat sich gelohnt: Den Kerb-Senioren ist es gelungen, in der modernen Kreisstadt ein Stück Brauchtum zu neuem Leben zu erwecken. Und nicht nur das: Als Kerbpfarrer riefen Reiner Wagner, Rainer Rill und Peter Maul auch die Kirche wieder ins Gedächtnis zurück – wenn zuweilen auch auf eine veralbernde Art und Weise. Aber dies gehört offenbar dazu wie das Amen in der Kirche. Bleibt zu wünschen, dass die am Dienstagabend mit einer Klobürste „eingesegneten“ Kerbburschen 2005 in die traditionellen Fußstapfen treten. An der Einstellung scheint es nicht zu mangeln. „Party ohne Ende“ erhoffen und versprechen sie für das nächste Kirchweihfest. Die Kerb ist tot, es lebe die Kerb!

 

 

Quelle: leider unbekannt

250 Jahre Kirchweih – Kerbplaner (2004)

 

250 Jahre Kirchweih – Kerbplaner

 

Dietzenbach (cz) * Die evangelische Christuskirchengemeinde und einige Vereine präsentieren ab dem morgigen Freitag bis Dienstag, 2. November, ein buntes Programm zur 250. Kirchweih. Zudem lassen etwa 20 ehemalige Kerbburschen der Jahre 1977 bis 1982 mit ihrer Kerbbopp „Hannehambel“ altes Brauchtum wieder aufleben. Getreu dem Motto: „Allewack, mer huns nochemol gepackt!“ Damit bei der Programmvielfalt die Übersicht nicht verloren geht, hat unsere Zeitung den ultimativen Kerb-Planer mit allen angekündigten Veranstaltungen zum Ausschneiden erstellt:

 

Freitag, 29. Oktober

Ab 14 Uhr: 23 Schaustellergeschäfte, darunter Auto-Scooter, Schiffschaukel und Kinderkarussell, vom Harmonieplatz bis zur Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

17 Uhr: Kerbbaumstellen der Kerbburschen mit Kerbbopp „Hannebambel“ vor der Kerbzentrale „Licher Pilsstube“ (Frankfurter Straße).

20 Uhr: Kerbreden und Antrinken der Kerbburschen vor der „Licher Pilsstube“.

20 Uhr: Theater in der Christuskirche (Tick) zeigt die Kriminalkomödie „Keine Leiche ohne Lily“ im Wirtshaus „Zur Linde“ (Darmstädter Straße).

20 Uhr: Konzert mit Tenor Fernando del Valle und Organistin Gabriele Urbanski in der Christuskirche, auf dem Programm stehen romantische Kirchenlieder und Lera Auerbachs „Prophecy 2002“ (Welturaufführung).

Samstag 30. Oktober

Ab 14 Uhr: 23 Schaustellergeschäfte, darunter Auto-Scooter, Schiffschaukel und Kinderkarussell, vom Harmonieplatz bis zur Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

15 Uhr: Feuerwehrvereinigung bewirtet im beheizten Zelt am Feuerwehrmuseum (Rathenaustraße) mit Leberkäsbrötchen, Rindswürsten, Kaffee und Kuchen.

15 und 16 Uhr: Führung mit Richard Becker in der Christuskirche (Darmstädter Straße), außerdem Besichtigung des Kirchturms; anschließend Kaffee im Gemeindehaus.

19.30 Uhr: Feier des Fullballclubs im Clubhaus (Offenthaler Straße) mit Freunden und Gönnern bei gutem Essen und Trinken.

20 Uhr: Nacht der Lichter der Sportgemeinschaft in der SG-Halle (Offenthaler Straße 51) mit dem Duo „Prosecco“ und traditionellem Kerbtanz.

20 Uhr: Saisonabschlussfest der TG-Tennisabteilung auf dem Wingertsberg unter dem Motto „Tanz unter dem Kerbkranz“ mit Rolf Sauer und der „Jack Steam Band“.

Sonntag, 31. Oktober

Ab 9 Uhr: Weckruf der Kerbburschen mit einer Abordnung der Musikervereinigung und des Hundevereins. Beim Zug durch die Stadt Verkauf von Riwwel- und Käsekouche. Der Erlös ist für das Heimatmuseum bestimmt. Los geht’s auf dem Wingertsberg. Die Route führt vorbei an der Gärtnerei Hartmann, am „Wienerwald“, an den Gaststätten „Alt Dietzenbach“ und „Schnitzelhaus – Zur guten Quelle“ sowie am Stadtbrunnen. Weitere Ziele sind der Kreisel und zum Abschluss wieder die „Licher Pilsstube‘.

Ab 14 Uhr: 23 Schaustellergeschäfte, darunter Auto-Scooter, Schiffschaukel und Kinderkarussell, vom Harmonieplatz bis zur Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

14 Uhr: Feuerwehrvereinigung bewirtet im beheizten Zelt am Feuerwehrmuseum Rathenaustraße mit Leberkäsbrötchen, Rindswürsten, Kaffee und Kuchen.

15 Uhr: Märchenfee Erika Hohmann inszeniert mit Kindern das Märchen „Die zertanzten Schuhe“ im Gemeindehaus der Christuskirche.

19.30 Uhr: Trompetenkonzert des „Pfeiffer-Trompeten-Consort” aus Heidelberg in der Christuskirche.

Montag, 1. November

10 Uhr: Sängerkranz und Chorgemeinschaft laden zum Kerbfrühschoppen ins Wirtshaus „Zur Linde“ (Darmstädter Straße) ein, gemeinsames Singen des Kerbliedes mit den Kerbburschen.

11 Uhr: Arbeitergesangverein „Vorwärts“ bittet zum Kerbfrühschoppen ins „Schnitzelhaus – Zur guten Quelle“ (Bahnhofstraße).

Ab 14 Uhr: 23 Schaustellergeschäfte, darunter Auto-Scooter, Schiffschaukel und Kinderkarussell, vom Harmonieplatz bis zur Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

15 Uhr: Feuerwehnrereinigung bewirtet im beheizten Zelt am Feuerwehrmuseum Rathenaustraße mit Leberkäsbrötchen, Rindswürsten, Kaffee und Kuchen.

Dienstag, 2. November

Ab 14 Uhr: 23 Schaustellergeschäfte, darunter Auto-Scooter, Schiffschaukel und Kinderkarussell (heute Familientag), vom Harmonieplatz bis zur DietrichBonhoeffer-Schule.

19 Uhr: Prozession der Kerbburschen von der „Licher Pilsstube“ über das Heimatmuseum (hier übergeben die Kerbburschen den Erlös aus dem Kuchemverkauf) bis zur Christuskirche.

19 Uhr: Kerbschoppen im Gemeindehaus der Christuskirche (Pfarrgasse 3) zum Abschluss der Festwoche mit selbst gemachtem Hackbraten und weiteren deftigen Speisen; dazu ein kleines Unterhaltungsprogramm und Losverkaul für die Patchworkdecke, die zum Nikolausmarkt der Gemeinde am 28. November verlost wird.

21.30 Uhr: Verbrennung der Kerbbopp „Hannebambel“ mit den drei Kerbpfarrern vor der „Licher Pilsstube“.

 

 

Quelle: leider unbekannt

Kerbburschen, Kuchen, Krimi-Komödie und Konzerte (2004)

 

Kerbburschen, Kuchen, Krimi-Komödie und Konzerte

250 Jahre Kirchweih: Übersicht über das vorliegende Programm vom 27. Oktober bis 2. November

Dietzenbach [cz] * 250 Jahre Kirchweih sind ein Grund zum Feiern. Von Mittwoch, 27. Oktober, bis Dienstag, 2. November, präsentieren
die evangelische Christuskirchengemeinde und einige Vereine ein buntes Programm. Zudem lassen etwa 20 ehemalige Kerbburschen um die Kerbpfarrer Peter Maul, Rainer Rill und Reiner Wagner altes Brauchtum wieder aufleben. „Wir hoffen, dass sich hierfür im nächsten Jahr wieder Jugendliche finden“, sagt Rill. Vor der „Licher Pilsstube“ wird ein Kerbbaum aufgestellt, und eine Kerbbopp darf natürlich auch nicht fehlen. Nachfolgend das Programm der Jubiläums-Kirchweih:

Mittwoch, 27. Oktober

19 Uhr: Festgottesdienst in der Christuskirche (Darmstädter Straße) mit dem Kirchenchor und der Jungen Kantorei sowie dem Posaunenchor der Martin-Luther Gemeinde. Die Predigt hält Dekanin Jutta Jürges-Helm. lm Anschluss daran Empfang im Gemeindehaus (Pfarrgasse 3) und Eröffnung der Ausstellungen des Künstlers Karl Heinz Wagner (Bilder der Christuskirche und ihrer Umgebung] und des Briefmarken- und Münzensammlervereins (Kirchen in Deutschland und Europa).

Donnerstag, 28. Oktober

14.30 Uhr: Kaffeenachmittag mit Diavortrag (Bilder aus dem Gemeindeleben] im Gemeindehaus (Pfarrgasse 3).

Freitag, 29. Oktober

17 Uhr: Kerbbaumstellen der Kerbburschen vor der „Licher Pilsslube“ (Frankfurter Straße).
20 Uhr: Kerbreden und Antrinken der Kerbburschen vor der „Licher Pilsstube.
20 Uhr: Theater in der Christuskirche (Tick) zeigt die Kriminalkomödie „Keine Leiche ohne Lily“ im Wirtshaus „Zur Linde“ (Darmstädter Straße).
20 Uhr: Konzert mit Tenor Fernando del Valle und Organistin Gabriele Urbanski in der Christuskirche, auf dem Programm stehen romantische Kirchenlieder und Lera Auerbachs „Prophecy 2002“ (Welturaufführung).

Samstag 30. Oktober

15 Uhr: Führung mit Richard Becker in der Christuskirche (Darmstädter Straße), außerdem Besichtigung des Kirchturms.
19.30 Uhr: Feier des Fußballclubs im Clubhaus (Offenthaler Straße) mit Freunden und Gönnern bei gutem Essen und Trinken.
20 Uhr: Nacht der Lichter der Sportgemeinschaft in der SG-Halle (Offenthaler Straße 51) mit dem Duo „Prosecco“ und traditionellem Kerbtanz.
20 Uhr: Saisonabschlussfest der TG-Tennisabteilung auf dem Wingertsberg unter dem Motto „Tanz unter dem Kerbkranz“ mit Rolf Sauer und der „Jack Steam Band“.

Sonntag, 31. Oktober

9 Uhr: Weckruf der Kerbburschen mit einer Abordnung der Musikervereinigung und des Hundevereins. Zudem Verkauf von Riwwel- und Käsekuche, Der Erlös ist für das Heimatmuseum bestimmt. Los geht`s auf dem Wingertsberg. Die Route führt vorbei an der Gärtnerei Hartmann am „Wienerwald“, an den Gaststätten „Alt Dietzenbach“ und „Zur guten Quelle“ sowie am Stadtbrunnen. Weitere Ziele sind der Kreisel und zum Abschluss wieder die „Licher Pilsstube“.
15 Uhr: Märchenfee Erika Hohmann inszeniert mit Kindern das Märchen „Die zertanzten Schuhe“ im Gemeindehaus der Christuskirche.
19.30 Uhr: Trompetenkonzert des „Pfeifer-Trompeten-Consort“ aus Heidelberg in der Christuskirche.

Montag, 1. November

10 Uhr: Sängerkranz und Chorgemeinschaft laden zum Kerbfrühschoppen ins Wirtshaus „Zur Linde“ (Darmstädter Straße) ein, gemeinsamem Singen des Kerbliedes mit den Kerbburschen.

Dienstag, 2. November

19 Uhr: Kerbschoppen im Gemeindehaus der Christuskirche {Pfarrgasse 3) zum Abschluss der Festwoche; Prozession der Kerbburschen von der „Licher Pilsstube“ über das Heimatmuseum (hier übergeben die Kerbburschen den Erlös aus dem Kuchenverkauf) bis zur Christuskirche.
21.30 Uhr: Verbrennung der Kerbbopp mit den drei Kerbpfarrern vor der „Licher Pilsstube“.

 

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Haben am Wochenende die Kerbpuppe gebastelt: Die Kerbburschen (vorne v. I.) Peter Maul, Axel Schäfer, (hinten v. I. ) Rainer Riff, Jürgen Altmannsberger und Reiner Wagner. Foto: rz

 

 

Quelle: leider unbekannt

Kerbburschen gesucht! (2004)

 

Kerbburschen gesucht!

Dietzenbach (jw), Die Christuskirche feiert Ende Oktober 250 Jahre Kirchweih. Grund genug für die ehemaligen Kerbburschen Reiner Wagner, Rainer Rill und Peter Maul, die Jugend zu animieren, einen alten Brauch wieder aufleben zu lassen. Die Ex-Kerbburschen wollen sich am kommenden Freitag. 1, Oktober, um 20 Uhr in der Licher Pilsstube (Frankfurter Straße) treffen, um Ideen für eine Erneuerung des Kerbburschentums zu sammeln. Getreu dem Motto: „Wem is die Kerb? Unser naddierlisch! “

 

 

Quelle: leider unbekannt

Kerbburschen trinken keinen Kaffee (2004)

 

„Kerbburschen trinken keinen Kaffee“

Selleriekranz und „Hannebambel” hängen am aufgestellten Nadelbaum vor der „Licher Pilsstube“

Dietzenbach (ing) * Gespannt warten rund 20 Leute in der „Licher Pilsstube“, dass der Kerbbaum eintrifft. „Der wird frisch geschlagen“, erklärt Kerbbursche Rainer Wagner. Die Wartezeit wird schon mal mit einem Bier überbrückt. Der Kerbkranz aus Sellerie – geschmückt mit bunten Bändern – liegt schon parat. Günther Keim, Onkel von Pilsstuben-Wirtin Marion Ravensberger, hat den Sellerie dafür extra angebaut. Bianca Rettich hat ihn schließlich zu einem Kranz gebunden. Der „Hannebambel“ (Kerbpuppe) ist in einem Aufbewahrungsraum der Gaststätte eingeschlossen. „Net, dass den uns jetzt noch einer klaut“, meint Rainer Rill. Denn dann müssten sie ihn auslösen. „Hey, Kerbburschen trinken jetzt keinen Kaffee mehr“, rügt Wagner, als sich einer gerade einen bestellen will. Doch in diesem Jahr geht es dann doch nicht gar so streng zu wie in den Jahren 1977 bis 1982. Die damaligen Kerbburschen sind dieses Jahr wieder in ihre alte Rolle geschlüpft. „Für kommendes Jahr haben wir wieder neue Männer“, verspricht Rill. Wer es ist, wird sich aber erst am Dienstag herausstellen. „Der Baum kommt“, wird der Ruf laut. Schon drängt die Menschenmenge nach draußen; das will keiner verpassen. Auch Bürgermeister Stephan Gieseler hat sich eingefunden. Der Transporter, auf dem der frisch gefällte Baum festgezurrt liegt, wird auf den Hof gewunken. Nach einigem Rangieren wird der Nadelbaum in Stellung gebracht. Auf der Straße und dem Bürgersteig finden sich immer mehr Menschen ein. Da kommt die Kerbpuppe. Die Kerbburschen grinsen übers ganze Gesicht, als sie die Mienen der Schaulustigen sehen. Kein Wunder – sieht der „Hannebambel“ dem Sänger Daniel Küblböck verdammt ähnlich. Doch zuerst muss der Kerbkranz befestigt werden. Mit einem „Hauruck“ wird der Baum – gestützt von Stangen – mit zwei Seilen in die Höhe gezogen, bis er steht. „Es ist geschafft“, rufen die Burschen, und die Menge jubelt. Darauf wird erst mal angestoßen. Die Kerbtracht mit weißen Hemd, schwarzer Hose, weißen Socken, schwarzen Schuhen, roter Schärpe und einem Strohhut werden die Männer anziehen, wenn die Reden gehalten werden. Dann geht die Kerb erst richtig los.

 

Quelle: leider unbekannt

Kerbschoppen (2003)


Kerbschoppen

Kirchweih mit Gedichten und Gesang

Dietzenbach (nkö) – Zwar verbinden nur noch wenige Dietzenbacher die Kerb mit der Einweihung der heutigen Christuskirche am 27. Oktober 1754, doch beim traditionellen Kerbschoppen im Gemeindehaus war von der Unwissenheit nichts zu spüren.

Margarethe Fenchel berichtete gleich zu Beginn des Abends über die Hintergründe der Kerb‚ und Arthur Keim intonierte kurz darauf das Kerblied. Bereichert wurde der Kerbschoppen auch durch zahlreiche Beiträge. Mariechen Werner hielt einen Vortrag über die Wichtigkeit der Senioren, Hedi Weilmünster trug ein Gedicht vor und las aus ihrem Buch, und Reni Wolfert wusste viel über Kartoffeln zu berichten.

Zudem bot der Kirchenvorstand eine außergewöhnliche Aktion. Die im vergangenen Jahr ausrangierten Lampen der Christuskirche wurden meistbietend versteigert. Renner des Abends war allerdings der selbst gemachte Hackbraten von Ellen Lehr‚ der schnell ausverkauft war.

 

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Ehrenbürgermeister Jürgen Heyer (links) und Arthur Keim sorgten beim Kerbschoppen der Christuskirche musikalisch für Stimmung. Foto: Körtge

 

Quelle: Arthur Keim (eine Zeitung von 2003)

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