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„Gute Musik, gute Leute, gute Stimmung“ (13.10.2016)

20161013_001_dietzenbachstadtpostMit Maßkrügen prosteten sich die Gäste – viele davon stilecht in Dirndl und Lederhosen – an den blau-weiß gedeckten Tischen zu.
Foto: Kammermeier

 

Oktoberfest beim Verein für Schutz- und Gebrauchshunde

„Gute Musik, gute Leute, gute Stimmung“

Dietzenbach (tsk) — Wenn der Verein für Schutzund Gebrauchshunde an der Offenthaler Straße zum Oktoberfest lädt, dann finden sich schnell viele Gäste, die sich mit schickem Dirndl oder fescher Lederhose ausstaffiert im Vereinsheim einfinden und sich auf die Gaudi freuen, die sie dort erwartet.
Zwar nicht mit Schrammelmusik‚ aber doch ganz nach bayerischer Fasson versorgte Erwin Echternach die lustige Gesellschaft, die an den rustikalen Holztischen und Bänken Platz genommen hatten.
Vereinschef Klaus Weber sah man auch immer wieder mit einer Haxe oder ein paar Krügen mit frisch gezapftem Bier zu den Tischen flitzen, um seine Gäste kulinarisch zu versorgen. Den Mitgliedern des Kerbvereines brachte er höchstpersönlich einen Stiefel mit Bier an ihren Tisch.
In der Küche wurde Obatzda, Weißwürste und gefüllte Weißwurstpralinen zubereitet. Hinter der Theke hatten die Vereinsmitglieder alle Hände voll zu tun, um die durstigen Mäuler mit dem Fassbier zu versorgen. Den Fassbieranstich hatte Peter
Maul, Vorsitzender des Kerbvereins, zu Beginn der Veranstaltung vorgenommen.
Der „Schneewalzer“ löste eine Schunkelrunde aus. Hin und wieder sah man jemand sich am Schuhplattlern versuchen. Gesungen wurde auch. Und dass es viel Spaß machen kann, einen Radi an einer Maschine selbst zu schneiden, bewies die spezielle Rettich-Schneidemaschine, die immer wieder herum gereicht wurde. Marcel Rother gehört zu den aktuellen Kerbbursehen und war mit dem Kerbverein zu der Veranstaltung gekommen. Das Fest fand er „Cool!“, auch sei es einfach „sehr angenehm“ dort.
Vereinsmitglied Gabi Andrisova, die mit ihrem Boxer den Verein regelmäßig besucht, steht auf das Fest. „Es ist hier immer
eine tolle Atmosphäre. Alles, einfach alles ist schön. Gute Musik, gute Leute, gute Stimmung“, erklärt sie und ist zum Oktoberfest im attraktives Dirndl erschienen.

Quelle: Dietzenbach Stadtpost 13.10.2016

Mit mehr als 2.000 Kilo Beton … (6.10.2016)

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Mit mehr als 2.000 Kilo Beton sorgten die Mitglieder des Kerbvereins mit vereinten Arbeitskräften für einen stabilen Halt der 1,20 Meter tiefen Hülse direkt am Harmonieplatz. Am Kerbfreitag‚ 28. Oktober, werden die Kerbburschen in ihr den Kerbbaum aufstellen. Früher an der „Licher Pilsstube“ in der Weiherstraße, und später bei der Gaststätte „Zur Linde“ in der Darmstädter Straße beheimatet, stand der Kerbbaum in den vergangenen vier Jahren am Feuerwehrmuseum in der Rathenaustraße‚ und hat nun seinen neuen Platz in Sichtweite der Kerbzentrale‚ die im Theater Schöne Aussichten ihr Zuhause hat. Der Stumpf eines bereits abgestorbenen Baumes wurde dort unlängst von den Städtischen Betrieben ausgefräst und machte Platz für den neuen Standort. „Wir haben uns den Platz gemeinsam mit der Stadt angesehen und schließlich grünes Licht bekommen“, erklärt der Vorsitzende des Kerbvereins‚ Peter Maul. Den Beton und die nötigen Arbeitsgeräte stellte der Baustoffhandel Knecht zur Verfügung, für Strom und Wasser auf der Kurzzeitbaustelle sorgte die Gaststätte „Harmonie“. Aus Tradition und zur Stärkung gab es für die Helfer am Nachmittag die sogenannte Lochsuppe. Text/Foto: Dreger

Quelle: Dietzenbach Stadtpost 6.10.2016

Peter Steins Autoscooter ist stadtbekannt (05.05.2016)

Liebe auf den ersten Chip

Peter Steins Autoscooter ist stadtbekannt


Peter Stein hat seinen Autoscooter an Sascha Adler verkauft. Der Schausteller in vierter Generation baut mit seinen Helfern ein Kinderkarussell für das Frühlingsfest auf, das heute auf dem Europaplatz startet. © Ron/mat

Dietzenbach – Motorengeräusche und lautes Hämmern auf dem Europaplatz. Aufbauarbeiten. Mittendrin: Peter Stein. Sein Autoscooter darf nicht fehlen, wenn sich der Platz vor dem Rathaus vom heutigen Donnerstag, 12 Uhr, an bis Montag, 9. Mai, in einen Rummelplatz mit Fahrgeschäften und Essbuden verwandelt. Von Ronny Paul 

Denn obwohl Stein in Rödermark wohnt, hat er Dietzenbachs Entwicklung vom Dorf vom Wiesengrund bis hin zur Kreisstadt miterlebt: „Ich kenne Dietzenbach aus dem Effeff“, sagt der 70-jährige Schausteller. Schon sein Großvater Peter Raab baute jedes Jahr sein Kinderkarussell zur Kerb auf dem Harmonieplatz auf. Auf ihn folgte Peter Steins Vater Georg. „Ich komme seit mindestens 40 Jahren nach Dietzenbach“, schätzt Peter Stein. Und jedes Mal, wenn die Eltern ihre Fahrgeschäfte entweder auf dem Frühlingsfest oder der Kerb aufgebaut hatten, besuchte der Bub für ein paar Tage die Neue Schule (heute: Dietrich-Bonhoeffer-Schule) in Dietzenbach. „Für mich war das selbstverständlich, von Stadt zu Stadt zu reisen und dort in die Schule zu gehen“, sagt er. Er habe immer schnell Freunde gefunden, weil seine Mitschüler wussten: „Bei Schaustellerkindern bekommen wir Freifahrten“, sagt Stein und lacht.

Auch seine Frau Verena – die Steins feiern dieses Jahr goldene Hochzeit – hat er am Autoscooter kennengelernt. „Sie stand mit ihrer Freundin bei mir an der Kasse und ist mir direkt aufgefallen“, erinnert sich Stein. Er zögerte nicht und sprach sie an: „Der Funke ist sofort übergesprungen“ – Liebe auf den ersten Fahrchip. Noch im selben Jahr haben die Steins geheiratet. „Meine Frau hatte über die Jahre noch mehr Arbeit als ich – sie hat teilweise für acht Menschen gekocht, gespült und gewaschen.“


Peter Stein © ron/mat

Stein steht kurz vor der Rente, der Autoscooter, den er seit 1981 besitzt, ist bereits verkauft. „Irgendwann muss mit der Kerb auch mal Schluss sein“, sagt Stein. Obwohl die Auf- und Abbauarbeiten im Laufe der Zeit leichter und weniger zeitintensiv geworden seien: Früher brauchte es mindestens vier Mann um den Autoscooter aufzubauen. Heute – der Hydraulik sei dank – sind maximal zwei Menschen vonnöten, erläutert Stein, der sich die kommenden zwei, drei Jahre weiter um die Organisation kümmern will. „Ich will mich langsam zurückziehen, sagt er. Seine Kinder werden ihn nicht beerben. Seiner Frau und ihm sei es immer wichtig gewesen, dass die Kinder einen Beruf erlernen. Sohn Thomas ist Jurist, Tochter Kerstin Erzieherin. „Ich habe geahnt, dass der Bruch kommt, aber wenn ich in die Zukunft schaue, tut’s mir nicht weh“, sagt Stein.

Denn das Schaustellergeschäft sei härter geworden. Stein zählt auf: Es gibt weniger Besucher, das Geld sitzt nicht mehr so locker wie früher. Menschen haben andere Freizeitmöglichkeiten. Die Preise für Standplätze und Nebenkosten steigen stetig. Und die Konkurrenz ist größer.

 

Quelle: Offenbach Post (online) 05.05.16

 

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