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Autor: Lisa Schmedemann

Dietzenbach hat wieder Kerbborsche (2005)

 

Dietzenbach hat wieder Kerbborsche

Seit Mitte September üben elf junge Männer alte Kerblieder und Rituale

Dietzenbach (sago) Nachdem zur 250. Kerb in Dietzenbach im vergangenen Jahr die „alten“ Kerbborschen eine Wiederbelebung der Kerbtradition versuchten. „um der Jugend zu zeigen. wie die Tradition wirklich war“, so Mitstreiter Rainer Rill, fanden sich in diesem Jahr elf Burschen zusammen. die das Wagnis Kerbborsche zu sein in Dietzenbach auf sich nehmen. Seit Mitte September treffen sich die jungen Männer im Alter von 19, 20 Jahren, singen die alten Kerblieder in der Werkstatt vom Rainer Rill, organisieren zum traditionellen Weckruf eine Musikgruppe, stellen ihr Kerbgewand zusammen (Hut und Schärpe sind dabei besonders wichtig) und bauen eine eigene Internetseite auf: www.kerbborsche-dietzenbach.de. Dazu haben sie sich für ihre Kerbborschenschaft 2005 eine Fahne zugelegt und eine neue Fahne für die nachfolgender: Generationen erstellt. Wenn am morgigen Freitag. 28. Oktober, die 251. Kerb: startet. Sollen alle Programmpunkte klappen. dafür hat die aktive Truppe sich vorbereitet. Für die Stadtpost Dietzenbach beschreiben sich die Kerbborschen 2005 wie folgt: Michael Losse: Einer der ganz schnellen Sorte wenn sein Feuerwehr-Piepser losgeht. Ein liebestoller Charmeur und Kerbsanitäter. Markus Rill: Kerbpfarrer in zweiter Generation, der die Kerbborsche zu all dem hier angestiftet hat. Sascha Becker: Partymacher mit dem Quäntchen Glück des Pechvogel: Er ist an allem Schuld, meist auch an gelungenen Partys. Sebastian Wältz: Einer der ganz lustigen Sorte. Mit der wohl schrillsten und schrägsten Lache Dietzenbachs. Marco Krebs: Nachwuchs-Rocker mit Herz und Erster Fahnenträger. Kersten Wurm: Riesen-Nesthäkchen, der auch ohne Leiter die Kerb-Puppe auf den Baum hängen könnte, O. S.: Zweiter Kerbpfarrer und kleiner Stolpervogel mit musikalischer Seele. Philipp Keim: Ein manchmal verpeilter aber herzensguter Mensch der überall und immer schlafen kann. Dennis Nalbach: Zweiter Fahnenträger, Macho Nr. 1, der die Gruppe zusammen hält. Frank Vieweg: Ist als letzter dazu gekommen. Dadurch, dass er immer alles dabei hat, ist er immer eine große Hilfe. Gerolf Baum: das Arbeitstier und der älteste in der Runde, dessen Kamera nie eine Situation verpasst.

 

Auf den „Lumbesack“ wartet ein „heißes Ende“

Vom Baumstellen bis zur Verbrennung der Kerbbobb

Das Kerbprogramm im Einzelnen

Freitag, 28. Oktober: Um 16.30 Uhr Kerbbaum stellen mit Kerbbobb Lumbesack an der Licher Pilsstube. Um 20 Uhr Kerbansprache der Kerbpfarrer Markus und O. vor der Licher Pilsstube

Sonntag, 30. Oktober: Um 9 Uhr Weckruf und traditioneller Kerbkuchenverknuf mit Spielmannszug und den Kerbborschen 2005 und 2004. Verlauf: Rathenaustraße, Gärtnerei Hartmann, Löwenstraße, Schulstraße, Friedrich- -Ebert-Straße. Friedenstraße. Marktstraße. Wilhelm-Leuschner-Straße, Bahnhofstraße, Roter Platz, Darmstädter Straße, Kreisel. Frankfurter Straße, Feldstraße, Wiesenstraße, Westendstraße, Konrad-Lang-Straße zur Licher Pilsstube

Montag, 31. Oktober: 11 30 Uhr Traditioneller Sängerfrühschoppen in der Linde

Dienstag, 1. November: 15.30 Uhr Besuch des Seniorenchores im Göpferthaus; um 20.15 Uhr Prozession zur Christuskirche; 21 Uhr Grabrede mit Kerbverbrennung des „Lumbesack“ vor der Licher Pilsstube.

 

Quelle: Stadtpost Dietzenbach 27.10.2005

Weckruf und Kinderkarussell, Frühschoppen und Autoskooter (26.10.2005)

 

Weckruf und Kinderkarussell,Frühschoppen und Autoskooter

251. Kirchweih: Volles Programm der Kerbburschen, Vereine und Schausteller

Dietzenbach (cz) – „Die Dietzenbacher Kerb is do. Was san die Leut so roh.“ Von Freitag. 28. Oktober. Bis Dienstag, 1. November. Geht es in der Altstadt wieder rund. Was wäre eine Kerb ohne Autoskooter, Ketten- und Kinderkarussell? Freilich dürfen auch die einen oder anderen Imbiss-, Verkaufs- und Vergnügungsstände nicht fehlen. Und so bietet Schausteller Peter Stein zwischen Hannonieplatz und Bonhoeffer-Schule (Schulstraße) wieder reichlich Spaß und Abwechslung. Insgesamt warten 20  Schaustellergeschäfte auf Gäste aus nah und fern. Der Rummel in der Altstadt ist täglich ab 14 Uhr geöffnet. Auch die Vereine nutzen die Kerb zum geselligen Beisammensein. Der Sängerkranz veranstaltet am Kerbmontag ab 10 Uhr im Wirtshaus „Zur Linde” (Darmstädter Straße) seinen Kerbfrühschoppen mit der Chorgemeinschaft Dietzenbach. In zwangloser Runde singen die Aktiven von Germania Frohsinn und Sängerkranz. Mit dem Kerblied geht der Frühschoppen gegen 14 Uhr zu Ende. Der Arbeitergesangsverein „Vorwärts“ lädt ebenfalls zum Kerbfrühschoppen für Montag ein. Los geht’s um 11.30 Uhr in der TG-Gaststätte auf dem Wingertsberg. Bei der Feuerwehrvereinigung können sich die Gäste am Museum (Rathenaustraße] im gut beheizten Zelt Leberkäsbrötchen, Rindswürste und Kuchen schmecken lassen. Geöffnet ist am Kerbsamstag ab 15 Uhr, am Sonntag ab 14 Uhr und am Montag ab 15 Uhr. Der Stammtisch des Fußballclubs am kommenden Freitag steht unter dem Motto „Kerbantrinken“. Ab 19 Uhr knallen die Korken und fließt der Gerstensaft. Elf Kerbburschen sorgen diesmal dafür, dass die Tradition nicht zu kurz kommt. Am Freitag stellen sie um 16.30 Uhr den Kerbbaum vor der „Licher Pilsstube“ (Frankfurter Straße) auf. Natürlich darf da die Kerbbobb nicht fehlen, die zur 251. Auflage der Dietzenbacher Kirchweih den Namen „Lumbesack“ trägt. Weiter geht es an gleicher Stelle um 20 Uhr mit der Ansprache der Kerbpfarrer Markus Rill und O.S.). Am Sonntag hallt ab 9 Uhr der Weckruf der Kerbburschen durch die Altstadt. Auf ihrer Tour von der Gärtnerei Hartmann (Rathenaustraße) durch die Gassen der Altstadt und des Westends bis zur Pilsstube verkaufen die jungen Männer selbst gebackenen und gesponserten Kerbkuchen. Am Dienstag begeben sich die Kerbburschen um 15.30 Uhr auf eine Stippvisite zum Seniorenchor ins Reinhard-Göpfert-Haus (Weiherstraße 24). Um 20.15 Uhr beginnt die Prozession zur Christuskirche (Darmstädter Straße). Das „traurige“ Ende steht gegen 21 Uhr an, wenn die Kerbburschen zur Grabrede und  Kerbverbrennung des „Lumbesacks“ vor der „Licher Pilsstube“ antreten. Bevor die Gaudi losgeht, lädt die evangelische Christuskirche für den morgigen Donnerstag, 27.0ktober, dem eigentlichen Tag der Kirchweihe. um 19 Uhr zum Kerbgottesdienst ein. Die Chöre der Gemeinde gestalten den Gottesdienst mit. Zudem wird am Dienstag ein Kerbschoppen im Gemeindehaus (Pfarrgasse 3) veranstaltet. Ab l0 Uhr gibt es dort Hackbraten, Fleischwurst, Bratwurst und Kartoffelsalat. Bereichert wird der Abend mit der ein oder anderen Einlage in Form von Liedern, Gedichten und kurzen Vorträgen.
Weitere Informationen zur Kerb im Internet:www.kerbborsche-dietzenbach.de

Quelle:
26.10.2005

Notizbuch der Woche (2005)

Notizbuch der Woche

Es welken alle Blätter

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Von Christoph Zöllner

Was du heute kannst besorgen. das verschiebe ruhig auf morgen. Getreu diesem Motto sind die Stadtverordneten in den vergangenen Jahren mit dem Thema Sanierungen umgegangen. Wenn’s Geld im Säckel fehlt, lässt sich eine millionenschwere Investition mit umso ruhigererm Gewissen schieben. So geschehen beim Schwimmbad (das trotz zahlloser Pannen noch jede Saison seine Pforten geöffnet hat), bei der Gottlieb-Daimler-Straße (über die trotz Schlaglöchern und Rissen noch immer Lastwagen holpern) und beim Rathaus (in dem trotz defekter Belüftung und undichter Stellen noch immer Menschen arbeiten). Doch irgendwann ist eine Grenze überschritten, greifen Auflagen und beschwören Handlungszwang. Plötzlich muss alles ganz schnell gehen, Grundsatzentscheidungen des Parlarnentes sind gefragter denn je. So etwa im „Fall Rathaus“. Was soil mit dem in die Jahre gekommenen Bau geschehen? Lohnt sich eine Sanierung überhaupt noch? Ein Abriss und Neubau an gleicher oder anderer Stelle wäre dem Wähler sicherlich schwer zu verkaufen. Allerdings könnte ein Neubau auf Dauer preisgünstiger sein als das permanente Investieren in ein Fass ohne Boden. Es wäre ein später Triumph für Ex-Kämmerer Manfred Hendel, der einen Rathaus-Neubau noch vor der Kreishaus-Ansiedlung zwecks Nutzung von Synergie-Effekten angeregt hatte. Damals war die Zeit noch nicht reif für einen solch mutigen Schritt. Ist sie es jetzt, wenige Monate vor der Kommunalwahl? Rechner mit spitzen Bleistiften sind gefragt…

Was ist ein Bürgerbudget? Mit dieser Frage sah sich der Kolumnist am Donnerstagabend kurz vor Andruck konfrontiert, nachdem eine Mitarbeiterin die erste Dietzenbach-Seite gegengelesen hatte. Nun ja. Zwei Pünktchen fehlten in der Überschrift. In dem Artikel ging es nicht etwa um das Kleingeld. das für den Erwerb eines zwischen zwei Brötchenhälften liegenden Fleischklopses in einem der beiden Dietzenbacher Fast-Food-Restaurants nötig ist, sondern um das von Bürgermeister Stephan Gieseler neu servierte Bürgerbudget 2006/2007. Zugegeben: Beides ist mitunter schwer verdaulich. Zumindest der SPD war die erste Auflage des Haushalts-Aufklärungswerkes übel aufgestoßen. Einige Zahlen waren offenkundig falsch, worauf das auf Transparenz angelegte Zahlenwerk zurückgezogen werden musste. Versehentlich soll die unkorrigierte Fassung gedruckt worden sein. Peinlich. Nun liegt die zweite Au?age im Rathaus und im Bürgerservice am Stadtbrunnen aus. Sie ist übrigens daran zu erkennen, dass Gieselers Konterfei ausgetauscht wurde: In der alten Fassung noch am Schreibtisch sitzend, steht er nun vor einem Bücherregal in dem – wie könnte es bei einem Juristen anders sein – neben anderen dicken Wälzern ein BGB steckt. Trotz des Fehlstarts: Grundsätzlich ist das Bürgerbudget eine prima Idee. Freilich wird der Inhalt nicht jedem schmecken und so manche Gebühr im dicken Halse stecken bleiben…

Welches Wort besteht zur Hälfte aus dem Buchstaben B? Na klar: Kerbbobb. Für Anhänger des Hochdeutschen lautet die Übersetzung „Kirchweihpuppe“. Eine Figur, mit deren gar traurigem Schicksal niemand tauschen möchte. Oder wollen Sie etwa „Lumbesack“ – dafür brauchts keinen Blick ins Wörterbuch – genannt, an einen Baum gebunden und – das dicke Ende kommt erst noch – verbrannt werden? Naja.
Kerbbräuche sind eben nichts für sensible Gemüter. Umso schöner, dass sich erstmals seit vielen Jahren wieder junge Männer gefunden haben, die mit ihrer ganz speziellen Variante eines Trink(born)festes ein schönes Stück Dietzenbach am Leben halten. Bei der 251. Auflage der Kirchweih, die ob der sommerlichen Temperaturen zur heißesten aller Zeiten avancieren dürfte, werden sie das alte Kerblied schmettern: „Es welken alle Blätter, sie fallen alle ab, uff die Kerb…“.

 

Quelle: Offenbach Post 29.10.2005

Schärpe und Strohhut… (2.12.2004)

SCHÄRPE UND STROHHUT erinnern ab sofort im Heimatmuseum an die feucht-fröhliche 250. Kirchweih. Die Kerbburschen hatten dem Museum mehr als 1000 Euro gespendet. Das Geld war beim Weckruf anlässlich der Kirchweih zusammengekommen. Heimatvereins-Vorsitzender Werner Jünger bedankte sich bei den drei Kerbpfarrem (von links) Rainer Rill, Reiner Wagner und Peter Maul. Nach Angaben von Jünger soll die Spende für den Ausbau des Fachwerkhauses verwendet werden. Wie berichtet hatten sich etwa 25 Kerbborsche aus den Jahrgängen 1977 bis 1982 im Jubiläumsjahr zusammengefunden, um zu zeigen, welchen Stellenwert die Kerbfeierlichkeiten im Ort einmal hatten. „Ich war dabei und habe überlebt“ ist auf den T-Shirts der Kerbpfarrer zu lesen.

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Foto: Zöllner

 

 

Quelle: Offenbach Post 2.12.2004

Die Kerbborsche Tradition …(2.12.2004)

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DIE KERBBORSCHIE-TRADITION wurde vor wenigen Wochen anlässlich des Jubiläums „250 Jahre Kirchweihfest in Dietzenbach“ wiederbelebt. Wie seinerzeit berichtet, fungierten Rainer Rill, Reiner Wagner und Peter Maul [Foto oben, von links] als Anführer der Schärpenträger-Riege, die von festtagserprobten Ex-Borsche gebildet wurde. Kürzlich weilten die drei „Kerbpfarrer“ im örtlichen Heimatmuseum, um dort den Erlös einer Benefiz-Aktion zu übergeben: 1.030 Euro, die mit dem Verkauf von Kuchen am Kerbsonntag und kleineren Privatspenden erwirtschaftet wurden. Dem Heimatverein, der für die Museumsregie verantwortlich zeichnet, obliegt es nunmehr, mit dem Geld eine benötigte Anschaffung „nach Wahl“ zur Komplettierung der Ausstellungsräume zu tätigen. Das Trio präsentierte sich vor einer neu erstellten Schautafel zum Thema „Kerb in Dietzenbach“, die künftig alljährlich im Herbst auf das verlängerte Wochenende unter der Überschrift „Brauchtumspflege“ einstimmen soll. Ein weiteres Novum, das fortan ins Blickfeld der Museumsbesucher rückt: Ein Tier-Präparat, platziert neben der Wolfsstock-Kopie, die auf das Original, das populäre Aus?ugsziel im Wald zwischen Dietzenbach und Neu-Isenburg, aufmerksam macht. Vor 220 Jahren, so die Überlieferung, wurde in der Dreieich-Geinarkung der „letzte Wolf“ geschossen. Seither gilt Meister lsegrim in unseren Breiten als ausgerottet. Just jenen Sachverhalt rufen die kleine Gedenkstätte im Forst und die „Wolfsecke“ im Museum in Erinnerung. Mehrere Spender ermöglichten die Anschaffung des ausgestopften Vierbeiners.

(kö/DS-Fotos: Jordan)

 

Quelle: Dreieich Spiegel 02.12.2004

250. Kirchweih Jubiläum mit Kerbburschen und Konzerten (30.11.2004)


250. Kirchweih

Jubiläum mit Kerbburschen und Konzerten

 

Im Zeichen der 250. Kirchweih steht das Jahr für die evangelische Christuskirchengemeinde, die das Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen feiert. So lädt die Christuskirchengemeinde am Tag der Kirchweih, dem 27.Oktober, zu einem Festgottesdienst. Es folgen Konzerte, Ausstellungen, Kirchenführungen und Theater. Vom 250. Jahrestag beflügelt, besinnt sich eine Hand voll Dietzebäscher um Rainer Rill, Reiner Wagner und Peter Maul auf alte Tradition. Zum ersten Mal seit zwölf Jahren sind am Kirchweihsonntag wieder Kerbborsche in ihrer Uniform aus schwarzer Hose, weißem Hemd, Strohhut und roter Schärpe zum Weckruf unterwegs (der Erlös aus dem Kuchenverkauf von 1000 Euro wird dem Heimatverein übergeben). Die „Burschen“ stellen einen Kerbbaum auf. basteln eine Kerbpuppe namens „Hannebambel“ und veranstalten einen Kerbgoltesdienst, der mit einer Überraschung endet: Rainer Rill stellt mit seinen Kollegen eine neue Truppe junger Kerbburschen vor, die die Tradition im nächsten Jahr weiterführen will. rz

 

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Die drei Kerbpfarrer Rainer Rill (vorne von links), Peter Maul und Reiner Wagner lassen mit den anderen Kerbburschen anlässlich der 250. Kirchweih Tradition wieder auleben.

Foto: rz

 

Quelle: Offenbach Post 30.11.2012

Tradition bleibt weiter erhalten (2004)

 

Tradition bleibt weiter erhalten

Kerbburschen für 2005 vorgestellt

 

Dietzenbach (rz) –  Die Kerb ist tot. Lang lebe die Kerb! Obwohl die 250. Kirchweih vorbei ist und die Kerbpuppe von Flammen verzehrt wurde. Rind die diesjährigen Kerbburschen um Rainer Rill frohen Mutes. Sie haben das geschafft, was niemand für möglich gehalten hätte. Sie konnten neun junge Männer dafür begeistern, im nächsten Jahr das 22 Jahre vakante Kerbburschen-Amt zu übernehmen. „Wir sind froh, dass sich jetzt ein paar junge Leute gelunden haben, die sich für die tolle Tradition engagieren‘, meinte Rill. Zuvor waren die Kerbburschen in einer Prozession am Dienstagabend durch die Altstadt gezogen und überbrachten dem Heimatverein den Erlös von 1000 Euro aus dem Kuchenverkauf beim „Werkruf“. Außerdem statteten sie dem Kerbschoppen der Christuskirchengemeinde einen Besuch ab. wo sie mit zum Teil derben Wizzen und Ansprachen das Publikum zum Lachen brachten. Endstation des Umzugs war die „Licher Pilsstube“ an der Weiherstraße. In einem nachgespielten Gottesdienst auf offener Straße wurden dort die Kerbburschen des Jahres 2005 den Zuschauern vorgestellt. Mit einer Klobürste segneten die Kerpfarrer die Neulinge und gaben ihnen aus eigener Tasche 100 Euro Startkaplital mit auf den Weg. „Immerhin war das die 250.Kirchwelh, und wir wolllten mit unserem Auftritt einerseits das Jubiläum feiern, aber auch junge Leute motivieren“, erklärte Rainer Rill. „Dass es aber so gut lief und sich wirklich ein paar junge Männer fanden, die diese schöne Tradition fortführen wollen, ist wirklich Glück gewesen“. Warum Gerolf Baum. Philipp Keim, Markus Rill, Marco Krebs, Sebastian Wältz, Dennis Nalbach, O. S., Michael Glaser und Tristan Gibson im nächsten Jahr das Kerbburschen-Amt  übernehmen wollen, wissen sie ganz genau. „Wir wollen die Tradition hochhalten, und außerdem macht so was ja auch jede Menge Spaß“, begründete etwa Markus  Rill sein Engagement. So versprechen die Kerbtage im Herbst 2005 „Party ohne Ende“zu werden. lautet die einhellige Meinung der zukünftigen Kerbburschen. Dabei warten auf sie jede Menge Temine, weiß Rainer Rill aus Erfahrung zu berichıen. „Jeden Tag stehen da mindestens drei bis vier Termine auf dem Plan.“ Auch hoffe er, dass die „Jungs“ alte Traditionen wie etwa die „Kneip-Kur“ wiederbeleben. bei der die Kerbburschen an einem Tag von einer Kneipe zur nächsten ziehen.

 

Offenbach Post ??.??.2004

Lichterloh brannte die Kerbpuppe (2004)

Lichterloh brannte die Kerbpuppe am Dienstagabend vor der „Licher Pilsstube“ an der Weiherstraße (oben). Mir der rituellen Verbrennung wurde das Kírchweihfest beendet. Die diesjährigen Kerbburschen stellten während eines „Gottesdienstes“ auf der Straße die neun jungen Männer vor, die im nächstes Jahr das Kerbburschen-Amt übernehmen wollen. Diese erhielten neben einer Einsegnung mit einer nassen Klobürste durch die Kerbpfarrer (unten) auch 100 Euro Startkapital. Fotos (2): rz

 

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